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Alle Rezensionen zu The Firebirds
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

The Firebirds
(2015, ILK 235 CD)

Seine Eltern waren Balletttänzer, somit wuchs Stefan Pasborg mit klassischer Musik auf. Mit der Zeit fand er auch daran Gefallen, insbesondere an Ballettmusik von Tschaikowsky, Strawinsky und Rimsky-Korsakov. Dennoch driftete er als Jugendlicher in Richtung Jazz – seine Erfolge und internationale Reputation als Schlagzeuger beweisen, dass das kein falscher Entschluss war.

Mit Anders Banke an Tenorsaxophon und Klarinette sowie Anders Filipsen an Keyboards widmet Pasborg sich der Ballettmusik von Stravinsky: Der Bandname deutet natürlich auf die Feuervogel-Suite, dazu kommt die dritte der großen Stravinsky-Suiten: Le Sacre Du Printemps, die harmonisch ganz anders ausgerichtet ist als der Feuervogel. Pasborg, Banke und Filipsen entfernen sich mal mehr, mal weniger vom Ausgangsmaterial und es wird klar, dass sie sich eine ziemlich große Aufgabe gestellt haben. Denn nicht nur klanglich ist es mit drei Instrumenten schwer, die großorchestralen Werke einzudampfen, auch musikalisch ist die Umsetzung nicht vollends geglückt – das Material ist schwer und nicht unbedingt als Startrampe für Improvisationen geeignet. Das Ergebnis zumindest wirkt manchmal recht verworren. Da hilft auch Oliver Hoiness‘ Gitarrengegniedel nicht viel, das den Tanz des zu opfernden jungen Mädchens vertonen soll. Als Zugabe immerhin gibt es eine aparte Version von Khatchaturians »Säbeltanz« als Medium-Blues-Shuffle – so sagt’s Pasborg selbst. (tjk)



Siehe auch:
Ibrahim Electric
Pasborg/Dahl
Banke/Solborg
Dawda Jobarteh & Stefan Pasborg

The Firebirds: The Firebirds

Offizielle Website

Offizielle Website      www.firebirds.nu

   

Aladdin's Dream
(2017, ILK 269 CD)

Zwei Jahre nach ihrem Triodebüt haben sich Anders Banke, Anders Filipsen und Stefan Pasborg entschieden, direkt als Band unter dem Namen The Firebirds zu veröffentlichen, statt wie zuvor als Pasborgs Projekt. Der Schlagzeuger hatte davor bereits mit einem multinationalen Quartett mit zwei Saxofonisten und einem Bassisten Standards aus dem anglophonen »History Book of Rock'n'Roll« aufgenommen, von Led Zeppelin über Black Sabbath bis zu den White Stripes.

Nach dem Strawinsky-Ausflug nehmen sich die drei Dänen diesmal Musik der Musikgeschichte ihres eigenen Landes vor: »ALADDIN'S DREAM« ist eine Jazz-Hommage an Carl Nielsen (1865-1931), heute als wegweisender Komponist in der europäischen Musik gehandelt, zu Lebzeiten jedoch wenig geschätzt. Sieben Stücke, die einst für völlig andere Instrumente geschrieben wurden, adaptieren die Firebirds gleichermaßen mit Respekt wie mit Verve und Humor. In der (hier) fünfteiligen »Aladdin Suite« kommen orientalische und indische Einflüsse sowie flotte Tänze zum Tragen – eine rhythmisch durchaus komplexe Neuschreibung des 1919 entstandenen Werks. Der rhythmische und kompositorische Reichtum waren es wohl auch, die Nielsens beliebte »Helios-Ouvertüre« (1903) für Orchester und sein Opus 1, die »Kleine Streichersuite« aus dem Jahr 1888, als weitere Werke für das charmant-eigenwillige Jazz-Tribut mit Prog-Rock-Färbung der Firebirds empfahlen. (ijb)



Siehe auch:
Carl Nielsen
Kresten Osgood Trio
Anders Filipsen / Travelling Tribes
Busk



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