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Alle Rezensionen zu Krokofant
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Krokofant II
(2015, Rune Grammofon/Grappa RCD2177 / RLP3177)

Sehr vital und mit rauborstiger Energie jazzrocken Krokofrant auf ihrem zweiten Album. Mit Feuer und Ausrufezeichen möchte man fast sagen, denn was die drei Jungs aus Norwegen hier bieten, erinnert doch sehr stark an die Trios im gleichen Stil (und mehr oder weniger der gleichen Besetzung), welche Tom Hasslan, Axel Skastad und Jørgen Mathisen sicher gut vertraut sind: Sowohl Rune Grammofons FIRE! als auch ihr etwas jüngeres Hubro-Pendant Møster! trumpfen ähnlich energiegeladen mit Gitarre, Schlagzeug und Saxofon auf – und haben zudem ein Ausrufezeichen im Bandnamen. Das fehlt dem Nachwuchstrio (noch), und vielleicht kommt ihr aus dem Jazzrock der Siebziger gespeister Sound deshalb (noch) nicht so eigen und prägnant wie die beiden Kollegenbands?

Schon im Presseinfo und in diversen Rezensionen werden u.a. Mahavishnu Orchestra, Terje Rypdal, King Crimson, Henry Cow und (natürlich) Peter Brötzmann zum Vergleich herangezogen. Wenn man eine junge, frische Band zweifelsfrei talentierter und kraftvoller Musiker auf so viele und große Schultern stellen muss, ist der Rezensent offenkundig nicht der einzige, der noch das gewisse Etwas vermisst, das Krokofant (die sich immerhin schon im Namen als Versatzstückler ausweisen) zu einer rückhaltlos überzeugenden Truppe macht. Warten wir also auf Album Nummer 3. (ijb)



Siehe auch:
FIRE!
Møster!
Jørgen Mathisen in The Island Band

 Krokofant: Krokofant II

Offizielle Website

Offizielle Website      www.runegrammofon.com

   

Krokofant III
(2017, Rune Grammofon/Grappa RCD2189/RLP3189)

Album Nr. 3 bietet nichts anderes als die beiden Vorgänger - sogar beim Albumtitel hat man sich nichts Neues einfallen lassen; nach »KROKOFANT II« kommt »KROKOFANT III«. Evolution statt Neuerfindung. Fünf Nummern, die rocken und das Saxofon kreischen lassen wie bereits die vorigen beiden Platten. An vergleichbaren Truppen mangels es der Szene Norwegens nicht (siehe Hedvig Mollestad Trio, Bushman's Revenge, Scorch Trio, FIRE! usw.), erstaunlicherweise alle bei Rune Grammofon, weshalb der Labeloutput, auch durch Weggang zahlreicher Bands und Solokünstler/innen, heute viel weniger vielseitig und abwechslungsreich auftritt als vor fünf, zehn, fünfzehn Jahren, als etliche Rune-Releases zur innovativen Speerspitze in der (nord-)europäischen Jazz-, Avantgarde- und Postrock-Welt zählten.

Das ist längst anders; man kann fast schon darauf warten, dass der Chef den Laden früher oder später schließt, so ambitionslos wie überraschungsarm wirkt der Katalog des Labels seines Herzens seit einigen Jahren. Doch zurück zu Krokofant: Das relativ kurze Album beeindruckt mit seiner großen Energie, weitaus mehr vom Rock geprägt als vom Jazz. Man wird hier keine Innovationen entdecken, aber »KROKOFANT III« ist doch ihr bislang stärkstes Werk geworden. Die Stücke sind schön abwechslungsreich, das Spiel der drei voller Leidenschaft und Verve, und die Interpretation des Trios erzeugt mit ihrer Beschränkung aufs Wesentliche eine dichte Power wie es einst die White Stripes ganz ähnlich zum Erfolg führten. (lha)



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