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Alle Rezensionen zu Electric Eye
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Different Sun
(2016, Jansen Plateproduksjon/Broken Silence)

Hier fliegen die langen Haare! Electric Eye beamen uns direkt zurück in die frühen 70er, in die große Zeit des Psychedelik-Rock mit seinen ausufernden Weltraum-Fantasien. Hinterm Horizont geht es weiter! Auf ihrem zweiten Album »DIFFERENT SUN« geben sich die Norweger nicht mit Klein-Klein zufrieden, sondern zeichnen mit fettem Pinselstrich wuchtige Klanggebilde. Zum Jammen lassen sich die Vier, die zuvor bei Genregrößen wie The Megaphonic Thrift und The Low Frequency In Stereo erste Meriten gesammelt haben, reichlich Zeit. Dass bei der Faszination der Norweger mit dem goldenen Zeitalter des Space Rock viel Vergangenes zitiert wird, dürfte klar sein: Doors-Orgeln, Caravan-Gitarren, Pink-Floyd-Frickeleien. Das klingt bei aller Erdenschwere im Ergebnis doch sehr leicht: Wenn etwa im Opener »Silent By The River« plötzlich ein perlendes Piano und Huahu-Gesänge einsetzen!

Die von Øystein Braut übernommenen Gesangsparts erweisen sich überraschenderweise als Schwachstelle des Zweitlings: Er ist nun mal leider kein Jim Morrison! Am überzeugendsten wirken Electric Eye in den Instrumentalstücken, die an düstere Road Movies erinnern: Der Held bewegt sich durch kahle, erbarmungslose Landschaften und wird niemals ankommen! Tracks wie »Part One« führen uns geradewegs in Situationen, in denen sich Gewissheiten in Luft auflösen. Spacy und meditativ zugleich! (emv)



Siehe auch:
The Low Frequency In Stereo

 Electric Eye: Different Sun

Offizielle Website

Offizielle Website      electriceye.no/

   

From The Poisonous Tree
(2017, Jansen Plateproduksjon/Broken Silence)

Das Leben, das Universum und der ganze Rest: Die norwegischen Spacepsych-Dronerocker (laut Eigendefinition!) tauchen auf ihrem dritten Album »FROM THE POISONOUS TREE« in bewährter Weise kopfüber in haschvernebelte Gegenwelten, die in den frühen 70ern ihre Hochzeiten erlebten. Erfreulicherweise sind die Vier keineswegs brave Nachfahren der großen Vorbilder von Pink Floyd bis King Crimson, sondern lassen vielerlei Einflüsse aufblitzen: Indische Sitar-Sounds, Blues-Attacken, Ethno-Jazz, elektronische Klangspielereien. Angst vor der epischen Geste haben die Musiker aus Bergen jedenfalls nicht!

Ob sie sich beim Albumtitel auf das berühmte William-Blake-Gedicht »A POISON TREE« beziehen? Überraschen täte es nicht, war der Blake doch ein großer Visionär und Mystiker! Im ausufernden Track »Serenity« zeigen sich Electric Eye jedenfalls als Meister der schwarzromantische Ballade. Was unbedingt für die Norweger einnimmt, ist ihr souveräner Umgang mit unterschiedlichen Stilen, ihre unbedingte Verspieltheit und nicht zuletzt: ihr tiefenentspannter Ansatz: Und gerade deshalb ist das geheimnisvoll wallende »Meditasjonen« der heimliche Albumhöhepunkt! Zu diesen empfindsamen Klangspielereien lassen wir uns gerne in funkelnden Gegenwelten entführen! (emv)

Video-Link



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