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Alle Rezensionen zu Childrenn
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Animale
(2016, Mighty Music/Believe Digital)

Hawkwind meets King Crimson meets Mike Oldfield! Und das ist nur der Anfang! Childrenn aus Kopenhagen fühlen sich auf ihrem Debütalbum »ANIMALE« dort am wohlsten, wo die Grenzen zwischen Pschyedelik, Rock, verschwurbellten Synthies und kraftvollem Alternative verschwimmen. Das sind Soundwelten in Cinemascope, die hier entstehen! Die Vier um Sänger Jakob Brixen sind allesamt verdiente Szene-Veteranen, die in Bands wie Psyched Up Janis, The Raveonettes und Powersolo spielen. Eindeutig geht der Blick hier zurück in die 70er und frühen 80er Jahre. In ausufernden Tracks wie dem sehr groovigen »Black Unicorn« entpuppen sich Childrenn als ausdrucksstarke Jammer vor dem Herrn! Fette Gitarren und Bässe dominieren. Von Klein-Klein halten die Kopenhagener rein gar nichts!

Langweilig wird uns mit diesen Herren nicht: In jedem dieser Tracks tauchen wir in andere Klangfarben ein. Das sehr feine »Animale/Natural Ossicallations« mit der mitleidlos treibenden Basslininie beginnt fast leichtfüßig-poppig, um dann als »Silver Machine« in spacige Krautrockwelten abzutauchen! Feinfühlig im Yes-Style zeigen sich Childrenn im verträumten »Dancing On The Ashes«, wo man zu filigranen Gitarren vergangenen Sommertagen und verlorenen Lieben nachtrauern kann. Klar, das damit noch nicht alles gesagt ist und der Track in einem lärmigen Klampfen-Crescendo und Jimmy-Page-Gesang endet. Überraschung ist alles! (emv)



Siehe auch:
The Raveonettes
Powersolo
Psyched Up Janis

 Childrenn: Animale

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/CHILDRENNtheband

   

International Exit
(2017, Mighty Music/Believe)

Oh, wo ist denn die Leichtigkeit geblieben? Die dänischen Psychedelik-Rocker Childrenn kommen auf ihrem zweiten Album »INTERNATIONAL EXIT« deutlich breitbeiniger daher als beim Debüt. Die Themen der Kopenhagener sind dunkler geworden. Man strebt nichts Geringeres an als eine »musikalische Expedition in die Tiefen der Menschheit und in die Verschwörung der Furcht in der modernen Politik«. Sehr ambitioniertes Unterfangen, das! Dass die Grundstimmung düster und wütend ist, dräuende Gitarrenwälle aufgebaut werden und die Vocals von Sänger Jakob Brixen in Songs wie »Year Of Complaint« in Richtung Screamo tendieren, überrascht nicht wirklich. Als Produzent agiert Seattle-Mann Randall Dunn, der bereits mit den dunklen Lords von Wolves In The Throne Room und mit Black Sun zusammengearbeitet hat.

Endzeitstimmung ohne Hoffnung auf wenigstens ein kleines Licht irgendwo am Horizont? Sind wir alle verdammt, wie Childrenn im episch ausufernden »A New Low« andeuten? Nein, nicht wirklich, denn Childrenn zeigen in zurückgenommenen und zarten »11th Hour Lullaby/#Cloud22«, dass sie an dieser Welt noch nicht verzweifeln wollen und lassen elektronische Störsounds funkeln wie die Sternschnuppen. Und mit der eindringlichen, emotionalen und feinnervigen Ballade »Year Of Desire« ist den Dänen ein Track gelungen, der das Zeug zum Klassiker hat. (emv)



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