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Alle Rezensionen zu Orango
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Battles
(CD+DVD, 2014, Division Records DIVRECCD030/DVD030)

»It feels so good, it feels alright. We're going to preach Rock'n'Roll tonight.« Der Titel »Bearded Love« deutet immerhin an, dass die Jungs auch ein wenig Ironie im Sinn haben. Zumeist klingt »BATTLES« – man weiß auf den ersten Blick gar nicht, was eigentlich Bandname, was Albumtitel und was Coverdesign ist – jedoch völlig ironiefrei wie eine dirty-ass Rock'n'Roll-Platte, die vor 45 Jahren aufgenommen, aber im Schrank vergessen wurde. Bis hin zum Bandfoto: Schon das (drei Hippies in Blumenwiese) verrät Orangos große Vorliebe für die Helden der 1970er. Und auch Songtitel wie »Mountain Mist«, »Save Yer Lovin'« und »Mr. Johnson's Dusty Trail« könnten eins zu eins von Stars der damaligen Zeit sein.

Leider klingen die Songs auch nach nicht mehr als nach durchgepausten Kopien alter Southern-Rock-Hits aus den frühen Siebzigern. Schon mit dem Aufzählen einiger Bands, die Orango offenkundig zum Musizieren und Abrocken inspiriert haben, könnte man locker die Zeichenanzahl dieser Rezension ausschöpfen. Um Ihnen nicht den ganzen Spaß zu verderben: Raten und sammeln Sie bitte selbst.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es sich hierbei um eine unabwendbar von persönlicher Meinung eingefärbte Besprechung handelt, und dass die Band anderswo »abgefeiert« wird, wie man neudeutsch ja so sagt. Und dass Orango aus Gitarrist/Songwriter Helge Bredeli Kanck, Schlagzeuger/Paukist Trond Slåke und Multiinstrumentalist Karl-Joakim Wisløff (Bass, Klavier, Wurlitzer, Clavinet, Orgel, Mellotron) handelt und sich alle drei das Singen teilen. Auf dem Papier interessante Gäste mit diversen, vor allem lateinamerikanischen Instrumenten (Congas, Tamburin, Guiro, Cabaça, Vibraslap, Rumba-Rasseln, Mandoline, Bouzouki) kommen leider nur wenig zur Geltung. Ach ja, »BATTLES« ist Orangos fünftes Album, und das erste, mit dem sie ein Publikum in Mitteleuropa erschließen wollen. (ijb)



Siehe auch:
Spidergawd
Blood On Wheels

 Orango: Battles

Offizielle Website

Offizielle Website      www.orangotheband.com

   

The Mules of Nana
(2017, Stickman/Soulfood)

Klar, eine innovative Scheibe wird man von den drei traditionsverbundenen Norwegern nicht erwarten. Nach dem arg altbackenen »BATTLES« bleiben sich Orango zwar treu, zeigen aber auch ihre melodiösere Seite her. »THE MULES OF NANA« mag ein wenig verhaltener, teils schluffiger daherkommen als der Vorgänger, aber gerade darin liegt auch seine Stärke. Es wird nicht einfach so auf die Pauke gehauen, sondern alten Helden des »Southern Rock« die Ehre erwiesen, etwa den Brüdern Allman, Lynyrd Skynyrd oder Crosby, Stills, Nash & Young.

Eine Nummer wie »Give Me a Hundred« überzeugt mit charmantem Americana-Feeling, während an sich druckvolle Stücke wie »Head On Down« zum Teil wieder auf das etwas stumpfe Bluesgerocke von »BATTLES« zurückfallen. Und doch punkten die »Maulesel von Nana« mit versierter Vielseitigkeit und einer unaufdringlichen Leichtigkeit, die »BATTLES« fehlte. Hier und da wird es sogar einen Hauch psychedelisch oder mit dem abschließenden Glanzlicht »Ghost Riders« auch mal folkig, doch Orango bleiben ganz sie selbst, was, nun ja, bedeutet, dass sie wie gehabt eigentlich die Quersumme aus ganz vielen anderen sind. Aber was macht das schon... diese Scheibe ist deutlich besser als die vorige. (ijb)

Audio-Link Video-Link



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