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Alle Rezensionen zu Michael Bloch Trio
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

First Light
(2015, AMP Music & Records AT 003)

Im Gegensatz zu vielen anderen Pianisten folgt Michael Bloch nicht dem Vorbild Esbjörn Svensson, sondern verzichtet weitgehend auf Pop- und Rockelemente. Der Norweger nennt die Trios von Bill Evans, Keith Jarrett und Chick Corea als Einflüsse, dies hört man auch in der Klangästhetik und im Spiel dieses Trios mit Frode Berg und Anders Thorén – die Komposition »Waltz For Bill E.« verdeutlicht das auch buchstäblich. Bloch hat sämtliche Stücke der CD geschrieben, mit Ausnahme des Johnny Mandel-Standards »Emily«. Er spielt gelegentlich richtig zupackend, am wohlsten fühlt er sich offensichtlich in lyrischeren Balladen, wobei sich schöne Momente des Zusammenspiels besonders mit dem Bassisten ergeben. Bloch versteht diese Debut-Aufnahme des Trios als Resultat seiner zwanzigjährigen Arbeit, vieler Konzerte mit verschiedensten Musikern und – das erwähnt sonst fast niemand – unzähligen Stunden Üben und Lernen am Klavier.

Bassist Frode Berg, bekannt vom Helge Lien Trio und der Zusammenarbeit mit Silje Nergaard, beweist, warum er zu den gefragtesten Bassisten seines Landes zählt. Er hat einen wunderbar vollen und kräftigen Ton, begleitet sowohl subtil wie swingend und spielt eine ganze Reihe feiner Soli. Loben kann man auch die intelligente und sensible Arbeit von Anders Thorén am Schlagzeug, wenngleich seine solistischen Beiträge nicht so zahlreich sind. Alles in allem ein sehr schönes Album eines Klaviertrios, das nicht mit »typisch nordischem Sound« aufwartet, sondern eher in der Tradition des modernen amerikanischen Jazz steht. (tjk)



Siehe auch:
Helge Lien Trio
Silje Nergaard
Anders Thorén Quartet

Michael Bloch: First Light

Offizielle Website

Offizielle Website      www.michael-bloch.squarespace.com

   

Circular Changes
(2017, AMP Music & Records AT017)

Wie bereits das Debüt ein Jahr zuvor nahmen Michael Bloch, Frode Berg und AMP-Label-Chef Anders Thorén auch den Nachfolger im astrein klingenden Rainbow Studio auf. Zehn Stücke, davon neun eigene Kompositionen von Pianist Bloch, bilden das Album »CIRCULAR CHANGES«.

Und auch wenn das alles elegant, raffiniert und geradezu unkritisierbar fein eingespielt wurde, die Nummern auf dem Papier fast klassisches Potenzial versprechen und in der improvisierten Ausgestaltung durch die Drei vorzüglich klingen, so kommt man nicht umhin, das gewisse Quäntchen eigene Kunst jenseits der sauberen Kunstfertigkeit zu vermissen. »Superlative« etwa kann über sieben Minuten schön unterhalten und mit eine flotten Swing aufwarten, den man sich so oder ähnlich auch im bevorzugten Jazzclub wünscht. Doch dann ist völlig unklar, warum das Stück an einer Stelle einfach ausgeblendet wird, statt dass es die Musiker schlüssig zu einem prägnanten Ende führen. Und leider sind zu viele der schönen Stücke einfach kaum überraschende Nummern der mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Jazztrio-Ware, wie man sie an jeder Ecke findet: melodisch fließend, technisch versiert, kein bisschen schlecht - aber eben auch nicht gerade markant. (ijb)

Video-Link



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