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Alle Rezensionen zu Tjango!
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Greens And Blues
(2017, Eigenverlag TGOCD2)

Gelb, gelbgrün, grün, rot - die Farben des Herbstwaldes, sie begleiteten mich auf der Fahrt durch Nordkarelien, beim Hören der neuen Tjango!-CD. In der Ruskaaika, dem nordischen Indian Summer, gleite ich über die fast leere Straße durch den goldgelben, leicht vernebelten Herbstwald. Der Sound der neuen Tjango!-CD: Mehr helle als dunkle Farben und nicht typisch finnisch. Antti Leinonen (Akkordeon), Otto Tolonen (Gitarre), Tero Hyväluoma (Violine) und Tarmo Anttila (Kontrabass) bringen mit der CD »Greens and Blues« die Grundfarben des Blues und des Jazz zum Leuchten.

In »Tjango’s Blues« geben die Musiker dem Affen Zucker, da grummeln die Basssaiten, groovt die Gitarre, haucht das Akkordeon und swingt die Geige. Virtuosität und Feeling ziehen sich wie ein roter Faden durch die neue Platte. Ob Mountain Rag, Swing, Waltz, Boogie Woogie oder das melancholisch-finnische Folkstück »The Leaves Are Falling«, Antti Leinonen und seine Bandkollegen liefern eine stilistisch überzeugende und ideenreich arrangierte Mischung von Stücken, die weit über Tango und Django Reinhardt, die Namensgeber des Quartetts, hinaus gehen. Die Umbesetzung im vorigen Jahr bei Kontrabass und Violine hat Tjango! reifen lassen, mehr Farbe gebracht. (aha)



Siehe auch:
Ville Leinonen

 Tjango!: Greens And Blues

Offizielle Website

Offizielle Website      tjango.fi

   

Tjango!
(2013, Eigenverlag TGOCD1)

Angefangen haben Tjango! 2009 als – wen wundert‘s bei dem Namen – Tango-Band mit leichten Gipsy Jazz-Einflüssen. Inzwischen ist es umgekehrt: Antti Leinonen (Akkordeon), Otto Tolonen (Gitarre), Pasi Eerikäinen (Geige) und Eero Ignatius (Bass) haben sich eine feine Melange aus Gipsy Jazz, Swing, Tango und finnischem Folk zu eigen gemacht – das macht schon der flotte Opener »Minor By Pasi« deutlich.

Natürlich weht eine leichte Melancholie durch ein paar Stücke, sogar durch das peppige »Mili«, dem einzigen von Tolonen, der auch solistisch hier glänzt. »Don’t Go« ist ein schaurig-schöner Latin, mit erneut geschmackvoller Gitarre, in der herzergreifenden Ballade »When You Are Gone« spielt Komponist Leinonen mit Melodiefetzen von »Autumn Leaves«. Andererseits findet man auch viele richtig fröhliche Tunes bei Tjango, »I’ve Met My Lady« swingt wunderbar. Laura Airola hilft des öfteren mit ihrer Mandoline aus, was dem Bandsound zu Gute kommt. Aber auch als Quartett überzeugen die Finnen, alle spielen mannschaftsdienlich und kommen ausgiebig solistisch zur Geltung. Und sie können auch richtig schnell: »This Ain’t My Day« begeistert im Galopp. Ebenso schnell ist die ganze CD leider auch schon vorbei, die 36 Minuten rufen nach mehr - vor allem nach dem Chor beim Rausschmeißer »It’ll Be Great To See You Again«! (tjk)



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