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Alle Rezensionen zu Fufanu
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Few More Days To Go
(2016, One Little Indian)

Kürzlich hat Björk ihren 50. Geburtstag gefeiert. Und da die bekannteste Isländerin der heimischen Musikszene als Mitglied der legendären Sugarcubes entscheidend zum Durchbruch verholfen hat, kann man nach 30 Jahren von einer gewissen Traditionsbildung sprechen. Denn die Sprösslinge der Rebellen von einst drängen nun mit Macht ins Rampenlicht. Vorhang auf für Fufanu: Düster und unbestreitbar intensiv klingen diese Youngsters. Der Sänger vibriert vor nervöser Spannung. Brennt auf beunruhigende Weise. Das konmmt uns doch irgendwo bekannt vor, und das nicht zu Unrecht! Denn dieser Kaktus Einarsson ist der Sohn von Sugarcubes-Derwisch Einar Örn. Dass das Fufanu-Debütalbum »FEW MORE DAYS TO GO« nun bei Björks Stammlabel One Little Indian erscheint, ist irgendwie nur folgerichtig!

Fufanu, einst als Techno-Projekt gestartet, strebt mit heftigen Gitarren und ausufernden Songstrukturen in Richtung Postrock, Postkraut, Postpunk und Post-Joy-Division, um hier hier mal ansatzweise aufzuzeigen, wohin die Reise geht. Wer die alten Bauhaus-Alben wertschätzt, dürfte bei Fufanu wesensverwandte Geister finden. Klar, dass diese auf fünf Live-Mitglieder angewachsene Truppe ganz in schwarz gekleidet daherkommt. Kaktus Einarsson bewegt sich mitunter noch ungelenk und findet seine Posen erst noch. Aber diese dreiviertelerwachsene Jungspund strahlt eine unwiderstehliche Energie aus, wenn er in seine dunkelgrauen Gefühlszustände abtaucht. Songs wie das mitleidlos treibende »Now« entwickeln eine düstere Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Kaktus könnte der neue stylishe Schmerzensmann werden. Existentielle Angst: Örn Junior scheint schon in jungen Jahren zu ahnen, wie sich das anfühlt. Zuckerstück dieser Deluxe-Edition sind übrigens Remixe vom engen Freund der Familie: Damon Albarn! (emv)



Siehe auch:
Sugarcubes
Björk

 Fufanu: Few More Days To Go

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.fufanu.net

   

Sports
(2017, One Little Indian)

Fufanu bringen die Dunkelheit zum Glühen. Von den blauen Himmeln auf dem Cover von »SPORTS« sollte man sich nicht täuchen lassen: Fufanu, das Trio um den irrlichternden Sänger Kaktus Einarsson (Sprößling des Sugarcubes-Springteufels Einar Örn!) tauchen auf ihrem zweiten Album ab in die synthieglitzernden Dandywelten des frühen britischen Dark Wave und lassen die wütenden Gitarrenausbrüche des Erstlings hinter sich. Denken wir Fischer-Z, denken wir Echo And The Bunnymen, dann liegen wir richtig. Denn diese erzcoolen Kellerkinder-Sounds sind ungemein tanzbar und unbestreitbar smart!

Fufanu erkunden mit kühler, aber empfindsamer Skepsis all diese Erfahrungen, die das Leben von 20-jährigen prägen: Erste Enttäuschungen, stolzer Trotz, unbändige Lebenslust und wildes Glück. Sind fiebrig und hypernervös wie junge Windhunde. Und brennen an beiden Enden. Zum Atemholen in den ruhigeren Tracks wie »Your Fool« kommt man nur selten. Denn den Ton für das Album setzt gleich zu Beginn das Titelstück: Mit einem mitleidlos treibenden Bass, mit üppig wuchernden Synthies und den atemlosen Außenseiter-Vocals von Kaktus Einarsson. Damit kann man kopfüber in die Nacht tauchen! (emv)



Siehe auch:
Sugarcubes



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