Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Byrdi
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Ansur : Urkraft
(2017, Trollmusic Troll 007)

Heidnische Neo-Folkmusik zum zweiten. Knappe drei Jahre nach ihrem Debüt »EVENTYR« legen Byrdi nach; allerdings in veränderter Besetzung – was sich bei einem Duo deutlich bemerkbar machen kann. Nach wie vor dabei auf »ANSUR : URKRAFT«: Nash Rothanburg (Gesang, Maultrommel, Perkussion), wogegen Jørn Øyhus (Fatal Impact, Nordjevel) nur noch als Gast mit von der Partie ist. Seinen Platz hat jetzt Andreas Paulsen (Gitarre, Gesang, Schlagzeug, Percussion) inne, der schon bei Glittertind den Bass bediente. Zeitweilige Unterstützung holen sich die Norweger bei Henning Ramseth, Tove Brovold Vasaasen, und Mathias Gyllengahm (Utmarken).

Bereits der Opener »Blaanane Blaa« mit seinem a cappella-Zwiegesang wirkt zurückhaltender als die Lieder des Erstlings, und rätselhafter zugleich. Fast rockig klingt dagegen das nachfolgende »Ansur«, der beherzt gespielten Akustikgitarre sei Dank. Auf das gesamte Album gesehen ist das Titelstück eher ein Ausreißer, überwiegen doch die in sich gekehrten, fast düsteren, aber immer melodischen Momente. Apropos Melodie: Eine Passage in »Myrpesten« erinnert mich stark an den Refrain in Storms »Oppi Fjellet«. Insgesamt versteht das Duo sein Handwerk, die Produktion passt auch, nur der (zu dünne) Gesang in den höheren Lagen zerstört die dunkel-schöne Atmosphäre. Byrdis Zweitling reicht zwar nicht an die großen Werke von Wardruna, Ulver oder Glittertind heran, dennoch könnte es sich für Fans dieser Kapellen lohnen in »ANSUR : URKRAFT« reinzuhören. Lassen wir den Drittling entscheiden, wo sich Byrdi im Feld der ähnlich gelagerten Bands positionieren können. (nat)



Siehe auch:
Glittertind
Utmarken
Storm
Wardruna

 Byrdi: Ansur : Urkraft

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/byrdinorway

   

Eventyr
(2014, Vardauger Vardauger001)

Auf ins nordische Mythen-Abenteuerland, oder besser gesagt: In Odins Geisterbahn! Denn das norwegische Duo Byrdi wünscht sich auf seinem Debütalbum »EVENTYR« zurück in eine mystisch verbrämte Vergangenheit. Nash Rothanburg und Jørn Øyhus wallen hier übertrieben bedeutungsschwer durchs Sagaland und bewegen sich hörbar auf den Spuren der famosen Landsleute Wardruna und der schwedischen Mittelalter-Rocker Garmana. Sänger Jørn Øyhus ist bislang vor allem als Sänger der Metalband Fatal Impact aufgefallen, und dieser Einfluss ist spürbar: Bei diesen späten Wiedergängern der alten Wikinger wird es mitunter laut und heftig! Harmloser »meditativer ritueller Folk«, wie ihn der Pressetext verspricht, ist »EVENTYR« sicherlich nicht!

Eine Reise durch die mythische Natur des Nordens wird versprochen: Aua, Klischee-Alarm: Warum soll die skandinavische Natur denn bloß mythischer sein als der Odenwald vor der Haustür? Und spätestens beim Stichwort »trollischer Folk« ist Skepsis angesagt. Die Lust an einem imaginierten, ach so abenteuerlichen Mittelalter, als die Helden noch edel, die Maiden noch hold und die Bösewichte mindestens so garstig waren wie Alan Rickman als Sheriff von Nottingham, die mag nicht jeder teilen. Die Rezensentin, die eine gepflegte Abneigung gegen eskapistische und esoterische Tendenzen aller Art hegt, wendet sich mit Grausen. Menschen, die gerne den Mittelaltermarkt besuchen oder mit Begeisterung Schwerter-Rollenspiele im Wald betreiben, werden mit »EVENTYR« sicher glücklicher werden. (emv)



Siehe auch:
Garmana
Wardruna



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel