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Alle Rezensionen zu Kari Rueslåtten
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Time To Tell
(2014, Despotz DZCD04)

Kari Rueslåtten verlor unsere Wahl zum Album des Monats im März 2014 knapp gegen Motorpsycho. Schade, dass wir so ihre Rückkehr auf die Musikbühne nicht gebührend feiern konnten. 20 Jahre sind seit dem Debütalbum »TEARS LAID IN EARTH« der avantgardistischen Metalcombo The 3rd & The Mortal mit Kari als Frontfrau und Gründungsmitglied vergangen. 20 Jahre, in denen sie gemeinsam mit Satyr (Satyricon) und Fenriz (Darkthrone) unter dem Namen »Storm« das Album »NORDAVIND« sowie zwischen 1997 und 2004 vier Solowerke veröffentlichte. Dann: Schweigen.

Ende 2013 tauchte die gebürtige Trondheimerin plötzlich mit dem Stück »Why So Lonely« aus der Versenkung auf, einer Neuaufnahme des bekannten Lieds von The 3rd & The Mortal, in dem sie nun Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen an Klavier/Keyboard unterstützt. Dennoch ist die Instrumentalisierung in diesem und den zehn weiteren Songs auf »TIME TO TELL« spärlich, zurückhaltend und lässt so Karis ausdrucksstarker Ausnahmestimme sehr viel Raum. Mal glasklar-hoch, mal schmeichelnd oder träumerisch, manchmal sogar zurückhaltend, schüchtern verleiht die Norwegerin jedem Stück einen eigenen Charakter, die ihre vier Mitmusiker gelassen mit Klavier, Kontrabass, Schlagzeug und Harmonium untermalen. Schön. Sanft. Beruhigend. (nat)



Siehe auch:
Motorpsycho
The 3rd and The Mortal
Storm
Nightwish


Zum Artikel über Kari Rueslåtten

Kari Rueslåtten: Time To Tell

Offizielle Website

Offizielle Website      www.karirueslatten.com

   

Other People's Stories
(2005, Peach Music/GMR Music Group PEACHCD006)

Kennen alle hier mitlesenden Musikfreunde Loreena McKennitt und Sarah McLachlan? Falls nein – kaufen, hören, schwelgen. Danach dann zu Vergleichszwecken Kari Rueslåttens Musik einlegen, um sich selbst von der frappierenden Ähnlichkeit der Norwegerin mit den beiden Kanadierinnen zu überzeugen.

Kari, deren vielseitige Interessen sowohl an ihrer eigenen schillernden Discografie als auch an ihrer Mitwirkung bei der Avantgarde-Formation The Third & The Mortal oder der Metal-Combo Storm abzulesen sind, zieht auf »OTHER PEOPLE'S TORIES« eine Bilanz ihrer bisherigen Alben: Der Spannungsbogen reicht von versponnen-verträumtem Folk über zauberhaft melodischen Elektronika-Pop bis hin zu knirschenden Industrial-Loops und spannungsreichem TripHop. Keine Angst: Die hohe Stimme, beruhigend und klar wie ein Gebirgsbach, hält all das zusammen. Wenn ihre Phrasierung nur nicht immer so an McLachlan erinnern würde ... (peb)



Siehe auch:
The Third And The Mortal
Storm

   

Pilot
(2002, Prophecy/Soulfood Pro 056)

Welch gefällige Wende: Kari Rueslåtten singt nun englisch und nicht mehr penetrant in den den höchsten Lagen. Letzters tat auch schon Kate Bush gut, und diesem Vorbild nähert sich die norwegische Sängerin mit »PILOT« näher denn je an: In den klar elektronisch dominierten und dennoch ungemein natürlich wirkenden Arrangements tummeln sich innovativ verspielte Samples und elegisch schwelgende Kuschelecken – ideale Nistplätze für diese wendige, kraftvolle Elfenstimme.

Veritable Pop-Ohrwürmer wie »Calling You« oder »River« hätten sogar das Zeug, all jene zu bezaubern, die Dido und Maria Mena rauf und runter hören. Doch Kari Rueslåtten ist zu gut für die Charts, und wir sollten ihr dafür dankbar sein. Ihr bisheriges Meisterwerk. (lha)



Siehe auch:
Maria Mena

   

Spindelsinn
(1997, Columbia/Sony Music 487304.2)

Am Anfang stand die Volksmusik bei Kari Rueslåttens Karriere. »I Månens Favn« etwa könnten auch traditionsverbundener Folkloristen spielen, und Kari gibt selbst zu, dass sie hier »neue Melodien mit einem Spiegel der traditionellen Volksmusik« komponieren wollte. Schon das Titelstück wechselt dann aber ins luftig-leichte Popfach, ein wenig naiv konstruiert vielleicht und mit billigen Zischeldrums, aber liebernswert.

Ab hier bleibt ihr dann die eingängig-versponnene Popsprache erhalten, mit Bezügen zu den zart femininen Träumereien von Kate Bush oder einem romantisch besaiteten Peter Gabriel (Hør Min Sang« etwa erinnert deutlich an »Mercy Street«). Stilecht endet Karis Feenmusik mit »Nordnatt« – einer atmosphärischen A-capalla-Nummer im Folkore-Gewand samt raunendem Elfen-Chor. Fein, das. (lha)



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