Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Morten Schantz
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Godspeed
(2016, Edition Records EDN 1081)

Als »Weather Report des 21. Jahrhunderts« wird diese CD angepriesen, und auch, wenn man kein Freund solch superlativer Vergleiche ist, kann man hier nicht völlig widersprechen. Morten Schantz, bei JazzKamikaze aufgewachsener Pianist – besser gesagt Keyboarder -, hat mit seinen ehemaligen Bandkollegen Marius Neset (Tenor- und Sopransaxophon) und Anton Eger (Schlagzeug und Percussion) ein Konzept entwickelt, das gleichermaßen retro wie futuristisch wirkt.

Das Trio präsentiert Fusion Jazz im besten Sinne: Schantz spielt ein ganzes Arsenal an Keyboards und zaubert ein schönes Kaleidoskop an Klängen. Anton Eger wird unterstützt durch elektronische Sprengsel und hat hier häufig Gelegenheit, viel zu spielen. Dennoch klingt er nicht wie ein Kraftprotz a la Erskine oder Cobham. Neset hat ebenso Spaß, er harmoniert mit Schantz wie weiland Wayne Shorter mit Zawinul.

Das früh erklingende Titelstück kommt der Weather Report-Klangästhetik ziemlich nah hinsichtlich Rhythmik und Melodik, das Stück könnte auch aus dem Nachlass von Joe Zawinul stammen. »Growing Sense« erwächst langsam und steigert sich in eine gewaltige Hymne. Das nervöse »Martial Arts« erinnert eher an das Mahavishnu Orchestra, Eger trommelt sehr dicht und Schantz holt aus seinen Synthesizern alles raus – Neset wirkt hier fast sanft am Sopransax. Die längeren Stücke ragen heraus, mit viel Dynamik und Spielfreude kann »GODSPEED« absolut begeistern. (tjk)



Siehe auch:
Marius Neset
Schantz Segment
Phronesis
Jazz Kamikaze

Morten Schantz: Godspeed



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel