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Alle Rezensionen zu Jacob Anderskov with Strings, Percussion & Piano
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Strings, Percussion & Piano
(2013, ILK/VME ILK206CD/ILK206LP)

Er macht es uns (und sich) wirklich nicht einfach, dieser Anderskov. Nachdem er in bereits 15 teils superben Alben als Bandleader das Feld des »contemporary Jazz« recht gut abgegrast und ausgelotet hat, ist die Kreuzung mit der »Neuen Klassik« bzw. Kammermusik freilich der konsequente nächste Schritt im Œuvre des Tausendsassas. Ob man den Titel »Streicher, Perkussion und Piano« als Understatement oder Albernheit einordnen soll, lässt sich auch nach mehrfachem Hören der siebenteiligen Suite nicht so recht entscheiden.

Jacob Anderskovs Quintett, dessen Darbietung unablässig und nahezu frech zwischen halb sperrig, halb romantisch komponierter Kammermusik und lasziv improvisierter Jazzimpro changiert, setzt sich neben seinem Piano und Peter Bruuns Schlaginstrumenten zusammen aus drei Streicherinnen an Violine, Viola und Cello. Manche Passage weckt gar Assoziationen zu (osteuropäischer?) Folklore. Virtuose Schönheit, ja, aber mit Sicherheit nichts für zwischendurch. Wo Anderskov draufsteht, weiß man mittlerweile blind, dass interpretatorische Qualität drinsteckt. Aber wo er all diese Ideen hernimmt...? Schon sind wir gespannt, was er als nächstes aus dem Hut zaubern wird. Die LP verzichtet übrigens erstaunlicher Weise und leider auf das fünfminütige (und sehr gelungene) »Diamonds Are For Unreal People III«. (ijb)



Siehe auch:
Anderskov Accident
Jacob Anderskov
Peter Bruun
Simon Toldam Orkester

Jacob Anderskov: Strings, Percussion & Piano

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      jacobanderskov.dk

   

Resonance
(2016, Stunt/Sundance STUCD 16062)

Zuerst war es nur ein Ensemble für eine CD, doch nach drei Jahren erscheint mit dem Projektnamen »Jacob Anderskov with Strings, Percussion & Piano« ein zweites Album, treffend »RESONANCE« betitelt. Überraschend nur, dass es nach einiger Zeit Anderskovs erstes Album ist, das nicht bei seinem eigenen Label ILK Music, sondern beim breiter angelegten Stunt Records ist. Stilistisch hat sich indes nichts geändert, und auch die Aufstellung des Quintetts ist gleich geblieben. Anderskov hat sein Projekt »Chamber Music meets Jazz« schlicht, aber souverän weitergeführt, mehr als zuvor in Richtung Kammermusik europäischer Tradition.

Das ansonsten aus Eigenkompositionen bestehende Set eröffnet Anderskov mit einem elegisch-eigensinnigen Arrangement von Ornette Colemans »What Reason Could I Give« aus dem Jahr 1971. Wie es scheint, fügte er die Nummer als Tribut nach dem Tod des US-amerikanischen Jazzmusikers und -komponisten im Sommer 2015 in die Suite ein. Eine sehr passende Wahl, denn so stellt sich »RESONANCE« nicht nur gewandt in eine bestimmte Jazzlinie, auch positioniert sich Colemans Stück exzellent als Ausgangspunkt der weiteren, 40-minütigen Musik-Reise, die in insgesamt acht Kapiteln durch einen Hauch Minimal Music, eine gute Portion französischen Melodiegefühls und einen recht unaufdringlichen, poetischen Avantgarde-Resonanzraum führt. (ijb)



Siehe auch:
Thommy Andersson, Peter Nilsson, Jacob Anderskov



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