Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Wimme & Rinne
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Human
(2017, Westpark ZENCD 2164 / WP87338)

Der Joiker Wimme Saari und der Bassklarinettist und »Techno-Jazzer« Tapani Rinne haben schon oft in ihren langen Karrieren zusammengearbeitet, sich etwa gegenseitig auf ihren Alben unterstützt. »HUMAN« ist ein Gemeinschaftswerk, und es ist bei aller aufs erste Hören samischer Musik aufscheinenden Fremdartigkeit ausgesprochen zugänglich. Wimme und Rinne haben hier sicher ein paar Zugeständnisse an den europäischen Markt gemacht, das Ergebnis ist aber in jedem Fall mehr als hörenswert, »HUMAN« wird bei jedem Hören besser.

Ein Kaleidoskop an Stimmungen findet man auf dieser CD, was nicht nur Englisch zu verstehen ist: »HUMAN« bedeutet auf Samisch »Ich spreche«. Man hört direkt aus den Boxen, wieviel Vergnügen es Rinne und die Produzenten Tuomas Norvio und Mikko Konstinen bereitet hat, alle mit einer Bassklarinette erzeugbaren Klänge zu verwenden, zu sampeln, zu verändern – sei es der tatsächlich gespielte Ton, das tonlose Hineinblasen oder das Geklapper der Tasten und Klappen. Das reicht häufig, um den Sound dieser CD zu definieren: nicht allzu üppig, und eher warm als arktisch kalt. Dazu kommen noch ein paar Gäste wie die norwegische Choreographin Elle Sofe Henriksen, die sich im nach ihr betitelten Opener als hervorragende Joikerin entpuppt, sowie Ilpo Väisänen (Pan Sonic) und DJ Slow. Sogar Iro Haarla hat sich bei »You« an den Flügel im Studio gesetzt.

»Rock« (hier in der Bedeutung Felsen) beginnt mit heftigen Schlägen, ganz anders das Liebeslied »You«, in dem Wimme textlose Gesangslinien fließen läßt und Rinne diese mit seinem Altsaxophon kommentiert. In »Spotted Crake«, einem Lied über das Tüpfelsumpfhuhn, ist auch Elle Sofe wieder dabei, die Stimmen von Wimme und ihr ergänzen sich perfekt. Das Titelstück wiederum spiegelt die fröhliche Stimmung auf einem arktischen Markt, unterlegt von so etwas wie Disco-Klängen – das sollte Giorgio Moroder mal hören! Ganz anders und kontemplativ klingt »Sounds Of Snow«, dem man gerne noch mehr als die knapp fünf Minuten gegönnt hätte. (tjk)



Siehe auch:
Wimme
RinneRadio
Tapani Rinne
Iro Haarla

 Wimme & Rinne: Human

Offizielle Website

Offizielle Website      www.wimme-rinne.com



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel