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Alle Rezensionen zu Sun Trio
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

In The Dreamworld
(2014, Kepach Music/CAMJAZZ CAMJ 7876-2)

Dies ist schon die dritte CD dieses Trios aus Jazzmusikern, die keine Jazzmusik machen – oder zumindest nur ansatzweise. Das Sun Trio beweist nämlich hier, wie Jazz klingen kann, wenn man gar keinen Jazz spielen möchte. Sondern eher futuristische Sounds mit akustischen Instrumenten und Elektronik – die »DREAMWORLD« ist daher nicht so abwegig, man kann sich dem Sun Trio auch prima mit Kopfhörern liegend hingeben.

Theoretisch bzw. dem Cover zufolge spielen Olavi Louhivuori, Antti Lötjönen und Jorma Kalevi Louhivuori (den Jorma lässt er sonst bzw. später weg) nur Schlagzeug, Kontrabass und Trompete. Ließe vermuten, hier wäre eine Post-Bop-Band am Werk, in der sich der Trompeter diverse Freiheiten herausnimmt und die beiden anderen begleiten. Letzteres stimmt – es gibt weder Bass- noch Schlagzeug-Soli auf dieser CD. Aber Trompeter Kalevi Louhivuori, der auch fast das gesamte Material schrieb, hält sich auch zurück und sieht sich nicht als Star – er will die Hörer mit Melodie und Klang gewinnen, nicht mit atemberaubender Akrobatik. Dafür setzt er auch elektronische Klänge und ab und zu ein paar Tasten ein. Natürlich gibt es hier und da kräftigere Trompetensoli, aber insgesamt sind der Groove und der Band-Sound das bestimmende Element. Jazz goes Ambient – warum nicht?! (tjk)



Siehe auch:
Kalevi Louhivuori
Oddarang

 Sun Trio: In The Dreamworld

Offizielle Website

Offizielle Website      suntrio.fi

   

Reborn
(2016, Kepach Music/CAMJAZZ CAMJ 7903-2)

Faszinierend, was dieses Trio an Klangfarben hervorzaubert! Hier sind Jazzer am Werk, die aber keinen Jazz machen, sondern mit akustischen Instrumenten und ein wenig Elektronik den Jazz in die Zukunft beamen. Kalevi Louhivuori hat sich inzwischen zum Bandleader gemausert und alle Stücke geschrieben, auch die Tasteninstrumente samt Electronics bedient er selbst. Sein Bruder Olavi Louhivuori am Schlagzeug und Antti Lötjönen am Kontrabass fügen sich ebenso wie im Vorgänger-Album in die reine Begleiterrolle. Und Lötjönen spielt hier auch E-Bass, zumindest klingt es so in »Peace«.

Kalevi Louhivuoris Trompete ist das dominierende Instrument, legt die Melodie fest und wo es hingeht. Louhivuori spielt mit einem Ton, der ganz viel vereint, von Miles Davis bis Chet Baker und Arve Henriksen als Eckpunkte. Stilistisch spannt er einen Bogen von hypnotischem Ambient über sanften Jazz bis vom Bruder rhythmisch abenteuerlich unterfütterten Ethno-Sounds. Wobei er seine Virtuosität nicht vordergründig zur Schau stellt, sondern eher beiläufig beweist, wie in »Power«. Streckenweise wirkt »REBORN« etwas kalt, aber faszinierend ist das allemal. (tjk)



Siehe auch:
Kalevi Louhivuori
Oddarang
Arve Henriksen



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