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Alle Rezensionen zu Kari Ikonen
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Ikonostasis
(2017, Ozella Music/Galileo OZ071CD)

Nach zwei exzellenten, geradlinigen Platten mit seinem Trio stand Tastenmann Kari Ikonen offenbar der Sinn nach einer Abwechslung. Und so resultieren verschiedene musikalische Begegnungen, »recorded here and there« zwischen Juni 2014 und Oktober 2016, in einem Soloalbum – mit Gästen. Auf dem Papier (bzw. dem Cover) liest sich das 40-minütige Programm dann auch sehr vielversprechend: Neben Ikonens Klang- und Song-Experimenten mit Klavier, Moog und Rhodes gastieren der bald 70-jährige Ra-Kalam Bob Moses aus Brooklyn (Schlagzeug und »sonic beds«) und der norwegische Trompeter Mathias Eick. Gemeinsam spielen im Trio sie nur auf dem fast 15-minütigen Kernstück »Trinity«, der wohl gelungensten und komplexesten Nummer der CD.

Zwei heiter verspulte Stücke entstanden mit dem französischen Klarinettisten Louis Sclavis, seit bald 25 Jahren mit zuverlässig brillanten Alben im Katalog von ECM anzutreffen, der hier aber leider etwas unfokussiert agiert. Ähnlich unschlüssig bleiben die diversen solistischen Entwürfe auf »IKONOSTASIS«, zum Teil von Ikonens einstigen Studien klassischer Musik inspiriert. In besten Momenten faszinierend, enigmatisch und schillernd, in den weniger überzeugenden hingegen skizzenhafte Gedanken, denen man gerne in ausgefeilter Form in einem schlüssigeren Kontext wieder begegnen würde. (ijb)



Siehe auch:
Kari Ikonen Trio
Mathias Eick

Kari Ikonen: Ikonostasis

Offizielle Website

Offizielle Website      www.kariikonen.com



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