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Alle Rezensionen zu Sternlumen
(Genre »Avantgarde«, Land »Dänemark«)

 

Nørrebro Nights
(2017, Totta Leela Music/Gateway)

Hier fliegen die Zitate: Irgendwo zwischen Pianojazz, Filmmusik und Neo-Klassik improvisiert Thomas Kudela alias Sternlumen auf seinem zweiten Album am Klavier in endlosen Variationen über den wunderbar widersprüchlichen Kopenhagener Szene-Stadtteil Nørrebro. Der auch seine stillen Stunden kennt, etwa wenn man in der Morgendämmerung mit dem Fahrrad über die Dronning-Louise-Brücke fährt und die aufgehende Sonne uns an die existenziellen Dinge im Leben erinnert, sagt Thomas Kudela. Der das Wunder der Nachdenklichkeit feiert und sich alle Zeit der Welt nimmt, um in fein hingetupften Akkorden über Liebe, Freundschaft, Einsamkeit und Wahn nachzusinnen.

Man gibt sich hin und lauscht. Und denkt an Michael Nymans Filmusik zu »Das Piano«, an Ólafur Arnalds, an Martin Kohlstedt, an Hauschka und an Keith Jarrett. Und an Ramin Djawadi, den Komponisten von »The Light Of The Seven«: Dem fein ziselierten Soundtrack zum Finale der sechsten Staffel von »Game Of Thrones«, als Cersei alle ihre Feinde in einer Wolke grünen Wildfeuers in die Luft jagt. Und man denk ein wenig an die feinnervige Empfindsamkeit von Chopin. All diese Einflüsse blitzen auf, aber Sternlumen ist ganz bei sich und geht seinen eigenen Weg des poetischen Eigensinns. Das ist ein fast schon klassisch zu nennendes Album zum Immer-Wieder-Hören. Zum Sinneschärfen. Um die Ohren für die Schönheit von Zwischentönen zu öffnen. (emv)

 Sternlumen: Nørrebro Nights

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.sternlumen.com



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