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Alle Rezensionen zu Steve 'n' Seagulls
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Farm Machine
(2015, Spinefarm SPINE 716288)

Ein paar Country- und Bluegrass-begeisterte Finnen machten in Bierlaune ein Cover des AC/DC-Krachers »Thunderstruck«, drehten ein improvisiertes Video dazu und wurden zu Youtube-Helden mit Millionen Klicks – das klingt wie ein modernes Märchen, ist aber wahr. Schnell damit weitermachen, das ist eine Marktlücke! »FARM MACHINE« ist der Erstling von Steve ‘n‘ Seagulls (der Name allein ist schon fast genial, Cineasten werden das gerne bestätigen!), und sie bringen ihre Energie und ihren schrägen Witz ziemlich gut ohne Bilder rüber.

Natürlich ist »Thunderstruck« der erste Kracher, viel Spirit ist auch in »Over The Hills And Far Away« oder »Run To The Hills« - da kommt ihre Hillbillie-Attitude richtig durch, aus den Boxen flattern direkt die Karo-Hemden und Latzhosen. »You Shook Me All Night Long« ist auch stark. Verzichten kann man auf Rammsteins »Ich Will« - aber das ist auch von den persönlichen Präferenzen des Hörers hinsichtlich der Originale abhängig. Besonders gut sind sie, wenn sie die Songs nicht nur verbluegrassen, sondern auch mit einheimischen Elementen aufmischen: »Cementary Gates« kommt mit Tango-Rhythmen daher, dazu Akkordeon und gestrichener Kontrabass. (tjk)

 Steve

Offizielle Website

Offizielle Website      stevenseagulls.com

   

Brothers In Farms
(2016, Spinefarm SPINE 795605)

Im nordamerikanischen Eishockey nennt man das »sophomore slump«: Ein Neuling des letzten Jahres, der in seiner Debüt-Saison sensationell gut war, bekommt in der zweiten nicht viel auf die Reihe – so ähnlich könnte man »BROTHERS IN FARMS« auch kurz beschreiben.

Ganz so schlimm ist es natürlich nicht, das Konzept ist immer noch dasselbe. Allerdings hat sich die Attitude der Band leicht verändert: Die fünf durchgeknallten Finnen agieren mit deutlich weniger Raffinesse und setzen eher auf Party-Sound. Die Rhythmen sind simpler, der Bluegrass-Einfluss ist erheblich geringer geworden zugunsten einer eher den Pogues angelehnten Ruppigkeit. Das klappt manchmal saugut und des öfteren weniger. Ähnlich saublöd wie das Cover ist das ja auch zu Tode genudelte »Born To Be Wild«. Steve ‘n‘ Seagulls sind hier den Eläkeläiset ein gutes Stück näher gekommen. Das ist musikalisch kein Fortschritt, aber der Party tut das keinen Abbruch. Alles eine Frage des Zwecks also. (tjk)



Siehe auch:
Eläkeläiset
Nightwish



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