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Alle Rezensionen zu Danish Radio Big Band
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Dedication Suite - (mit Jim McNealy)
(2006, Cope Records/Leicom COP 122)

Hinter dem DR verbirgt sich die Dänische Radio Big Band; der Amerikaner Jim McNeely ist an sich als Pianist wesentlich bekannter. Auch in nordischen Gefilden fiel er als Sideman von Eero Koivistoinen positiv auf. Von 1998 bis 2002 war er Dirigent der DRBB, als solcher hat er die vorliegenden Stücke eigens für »seine« Big Band geschrieben. Selbstverständlich ging man damit auch auf Tour.

Womit schon alles Wichtige gesagt wäre. Musikalisch ist die »DEDICATION SUITE« nicht zwingend notwendig, es ist halt »just another big band playing the leader's music« – das gibt es in ähnlicher Qualität und Stilistik (handwerklich sauber, aber nicht allzu zwingend und modern, aber nicht erneuernd) zig-, wenn nicht hundertfach. Das grottenschlechte Presseinfo von LeiCom übertrifft sich an Plattitüden: »..., dass die Big Band bemerkenswert homogen zusammenspielt und mit großer Intensität ein außergewöhnliches Gemeinschaftsgefühl vermittelt. Acht farbenfrohe Stücke fürs Orchester werden hier anmutig, intensiv und mit viel Gefühl vorgetragen.« Tatsächlich sind es nur sieben Stücke, dafür fehlt die Besetzungsangabe. Lediglich die Solisten sind bekannt: Thomas Fryland (tp), Lars Møller (ts), Vincent Nilsson (tb), Nikolaj Bentzon (p) und Anders »Chico« Lindvall (g) seien erwähnt. (tjk)



Siehe auch:
Thomas Clausen Brazilian Quartet
Thomas Fryland
Lars Møller
Eero Koivistionen

 Danish Radio Big Band: Dedication Suite - (mit Jim McNealy)

   

The James Bond Classics (feat. Szirley)
(2010, Red Dot/Soulfood RDM 004)

Die DRBB ist eine der fleißigsten der Branche, hat auch keine Probleme, Partner und Ideen für neue Projekte zu finden. Diesmal ist die Sängerin Szhirley mit von der Partie, es geht um die Klassiker der James Bond-Filme.

Das Bond-Thema klingt noch ziemlich konventionell, aber schon »For Your Eyes Only« gewinnt durch Szhirleys Stimme. In »Goldfinger« hat Anders Gaardman ein feines Barisax-Solo, Szhirley röhrt grandios in »Golden Eye«. Arrangeur Jesper Riis hatte wohl nicht die »Licence To Kill« the songs, hat also den Songs ihren Charakter belassen (gerade der angesprochene ist höllisch gut!), somit macht die DRBB einfach ein richtig gutes Big Band-Album mit bekannten Songs daraus. Mit Solisten wie Lars Møller, Peter Fuglsang, Steen Hansen etc. kann auch nicht viel schief gehen. Es gab schon witzigere Bond-Adaptationen, aber die Klassiker machen in diesen Versionen richtig Spaß. (tjk)

   

Chromazone
(2010, Red Dot/EMI 2079442)

Aufgepasst, liebe Gitarristen, wie man ein Solo aufbaut, wolltet Ihr wissen: Hört Euch doch einfach Mike Stern an in seinem »Little Shoes«, da beginnt er mit ein paar Tönen, daraus eine kleine Melodie, daraus und über die Akkorde mehr und dann darüber hinaus noch mehr und immer schneller und schneller, bis er – nein, eben nicht sich überschlägt, sondern von der Danish Radio Big Band wieder eingefangen wird, bevor es nervig werden könnte.

Die Danish Radio Big Band ist sehr variabel, spielt hier viele Stücke ihres Gaststars, der hier erstmals vor so vielen Musikern steht. Dieses Abenteuer gelingt: Die Big Band ist richtig heiß, allerdings auch kein Wunder angesichts Solisten wie Peter Fuglsang (as), Hans Ulrik (der beginnt die CD gleich stark am Tenor!), Vincent Nilsson (tb) und Kasper Vadsholt (b). Die Stern-Stücke werden fast zu einer solchen Stunde, auch »In A Sentimental Mood« gefällt durch das Bläser-Arrangement, aber den Griff in die Mottenkiste zu »Summertime« hätte es nun wirklich nicht gebraucht. Trotzdem: Macht Spaß, dieser Mike Stern mit Big Band! (tjk)



Siehe auch:
Hans Ulrik
String Swing

   

The Impaler (mit Jeff "Tain" Watts)
(2010, Red Dot/VME RDM006)

Sicher ist Jeff »Tain« Watts einer der besten Drummer der Modern Jazz-Szene, ein Swinger und Allrounder par excellence. Daher kein Wunder, dass die Danish Radio Big Band sich ihn als Gaststar auserkoren hat.

Watts groovt wie üblich, die DRBB spielt sauber wie immer, hat einige fähige Solisten in ihren Reihen von Vincent Nilsson (tb), Mads la Cour (tp), Jacob Christoffersen (p) und die Saxer Hans Ulrik und Peter Fuglsang. Aber wie das halt so ist: Der Funke will nicht recht überspringen. Zu beiläufig kommen die fünf Stücke von Jeff »Tain« Watts daher, die übrigen von Michael Brecker und Thad Jones reißen es auch nicht raus. Vielleicht beim nächsten Stargast wieder ... (tjk)



Siehe auch:
Hans Ulrik
String Swing

   

Merry Christmas, Baby (feat. Sinne Eeg & Bobo Moreno)
(2010, Red Dot/VME RDM016)

So macht Weihnachten Spaß, genau das ist die definitive Weihnachts-CD der jüngeren Musikgeschichte, bei der man sich nicht sofort Pfingsten herbeisehnt (es gibt ja nur ein einziges Pfingst-Lied, von Christoph und Lollo, btw)! Die Danish Radio Big Band hat sich zwei wunderbare Gäste eingeladen, die Sangeskünstler Sinne Eeg und Bobby Moreno. Das Programm lässt zwar keinen noch so abgedroschenen Klassiker aus, aber es klingt so frisch, als wären die Songs gerade erst geschrieben.

Das liegt natürlich auch an den Arrangements von Peter Jensen und Jesper Riis, Dirigent ist Chris Minh Doky, in der Band sind Solisten wie Hans Ulrik, Peter Fuglsang, Steen Hansen und Ole Kock Hansen. Mit diesen Klassemusikern machen »White Christmas«, »Let It Snow« und »Winter Wonderland« richtig Spaß, ebenso »Baby It’s Cold Outside« und »Rudolph The Red Nosed Raindeer«. Sinne Eeg und Bobby Moreno lassen Dean Martin, Bing Crosby, Doris Day etc. nicht ganz vergessen, haben aber hörbar Spaß. Jetzt kann er kommen, der Santa Claus. Und soll er Schnee mitbringen. Aber Halt: Der Weihnachtsmann kommt aus Rovaniemi und heißt Joulupukki. Die Songs werden ihm trotzdem gefallen. Wenn nicht, bekommt er halt einen Liter Glögi, dann wird's schon. (tjk)



Siehe auch:
Sinne Eeg
Hans Ulrik
Ole Kock Hansen & Thomas Fonnesbæk
Eeg / Fonnesbæk

   

Celebrating Django Reinhardt With Adrien Moignard
(2009, Red Dot/EMI 6277653)

Eine Big Band widmet sich Django Reinhardt – nicht schlecht, das traut sich nicht jeder! Die Danish Radio Big Band schon, zusammen mit dem jungen Franzosen Adrien Moignard als neuestem Django-Erben an der Gitarre. Manchmal wirkt die Big Band leicht deplatziert, so gewohnt ist man an die Gipsy Swing-Klangästhetik mit schrubbenden Klampfen und einer wieselflinken Solo-Gitarre darüber.

Aber denkste: die DRBB schlägt sich wacker, die Arrangements passen zumindest zum Teil für beide. Peter Fuglsang (as), Hans Ulrik (ts), Kasper Vadsholt (b) und Søren Frost (dr) ragen in der Bigband heraus, Adrien Moignard fehlt es allerdings an fesselnder Präsenz. Am besten geriet allerdings das einzige Nicht-Django-Stück: Coltranes »Impressions« punktet mit dynamischen Wechseln von ruhigem Duo bis fulminantem Tutti. (tjk)



Siehe auch:
Hans Ulrik
String Swing

   

Plays The Music Of Thomas Clausen - August Music
(2003, Stunt/Sunny Moon STUcd 02172)

Seit jeher übt »Live-Jazz«, oft lebendiger, experimenteller als Studioalben, auf den Zuhörer eine seltsame Faszination aus. So auch hier. Die Danish Radio Big Band präsentiert sich – ebenso wie Sängerin Mona Larsen und Pianist/Komponist Thomas Clausen – von ihrer besten Seite. Bereits der Opener »August Music« offenbart ihr großes Klang-Spektrum: Nach ruhigem, atmosphärisch-spannungsgeladenem Beginn sorgt die Danish Radio Big Band sukzessive für die nötige Dynamik. Spannungsgeladen wechseln die Rhythmen suitenartig in den einzelnen Abschnitten (mit einem unerwarteten Mittelteil im 5/8-Takt).

Swingend-furios auch der Beginn der zweiten Komposition von Thomas Clausen, »Oktober Nat«, mit einer Vielzahl von Tempoverschiebungen. Bei »Moon Boots« entfaltet sich dann vorwiegend die Solo-Trompete vor einem eleganten Big-Band-Klangteppich. Den Ausklang bildet der Jazz-Standard »Time Remembered«, der dank Mona Larsen zu neuem Leben erwacht. Für Freunde des Big-Band-Jazz geradezu ein Muss! (ano)



Siehe auch:
Mona Larsen



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