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Alle Rezensionen zu Jarle Skavhellen
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

The Ghost In Your Smile
(2018, Nettwerk Records)

Na, das ging aber schnell: Da hat der norwegische Zausel Jarle Skavehellen erst kürzlich mit einer EP »PILOTS« in den deutschen Markt hereingeschnuppert, jetzt legt er gleich den Longplayer »THE GHOST IN YOUR SMILE« nach. Zwei Songs der EP sind auch hier zu hören. Die schlechte Nachricht zuerst: Wer glaubt, dass sich der klampfende Schmerzensmann in der Zwischenzeit zur Frohnatur entwickelt hat, liegt völlig falsch. Gitarre, Stimme und jede Menge blauer Flecken auf der Seele, so sieht das aus. Und dann rückt auch noch der bedeutsame dreißigste Geburtstag in Sichtweite. Da darf man zum Trost schon mal die hundert Jahre alte Mandoline des Großvaters herausholen und sich warm puckernden Tönen aufrichten!

Skavhellen bleibt sich nicht nur im Titelstück treu: Reduzierte Instrumentierung. Klampfe, Stimme und die unerfüllte Sehnsucht nach Liebe. Und Sinnhaftigkeit sowieso. Der Norweger bewegt sich hier in der klassischen Americana-Tradition. Man sieht den einsamen Cowboy in Songs wie »Now That I Know« fast am flackernden Lagerfeurchen sitzen. Sicher, der sympthische blonde Waldschrat erfindet das Americana-Genre nicht neu. Aber zu diesen einfühlsamen, rauchzarten Tönen kann man seine Gedanken wunderbar schweifen lassen! (emv)

Jarle Skavhellen: The Ghost In Your Smile

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website       www.facebook.com/jarleskavhellensolo

   

Pilots
(2018, Nettwerk Records)

Falls es in Norwegen musikalische Waldschrate geben sollte, dann ist Jarle Skavhellen unbedingt einer davon: Der Musiker aus Bergen lebt in einer tiefdunkelgrünen, fast schon schwarzen Americana-Welt, die aufs Wesentliche reduziert ist: Gitarre, Stimme, feine kleine Arrangements. Skavhellen greift auf seiner Debüt-EP »PILOTS« klassische Sujets auf: Im Titelstück etwa die Sache mit dem ernsthaften Erwachsenwerden und dem damit einhergehenden Verlust von Träumen und Freunden gleichermaßen. Tut doch weh, das!

Heimeliger wird es bei »Matylda«, das Skavhellen auch zu einem prasselnden Lagerfeuerchen erzählen könnte. Das er dabei unaufgeregt den populärsten australischen Folksong aller Zeiten zitiert, macht den Mann sympathisch. Unbestrittener Albumhöhepunkt aber ist die Wiederkehr der traditionellen Hangman-Mythologie in »Hang Me, Oh Hang Me«, die zur amerikanischen Folklore gehört wie der in den Sonnenuntergang reitende Cowboy. Das kühle Grab erscheint dabei zu Banjoklängen als durchaus heimeliger Ort! (emv)

Video-Link



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