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Alle Rezensionen zu Rajaton
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Out Of Bounds
(2006, Plastinka PLACD034)

»Oh, ich möchte gerne mehr von Rajaton hören, welche CD ist die beste?« Das ist eine häufige Frage deutscher Konzertbesucher nach einem Auftritt des finnischen A-Capella-Ensembles. Den Leuten kann jetzt geholfen werden. »OUT OF BOUNDS« ist eine höchst lebendige Bestandsaufnahme ihres bisherigen Schaffens. Die viel Lust auf mehr macht und die ganze Bandbreite des Sextetts einfängt: von Folk über Pop bis Jazz. Kein eitles »BEST-OF«-Album, sondern eine ausgewogene Mischung von neuen und alten Lieblingsliedern. Rajaton punkten mit Leidenschaft, Witz, Präzision und unbändiger Singfreude.

Drei der schönsten Songs des bislang nur auf Finnisch vorliegendenden Popalbums »KEVÄT« sind hier in englischer Fassung vertreten . Beim Song »We Walk In A Fog« verbinden die Finnen ihre Stimmen mit denen der schwedischen Kollegen von der Real Group zu einer wunderbaren Synthese. Den einstigen Vorbildern begegnen Rajaton selbstbewusst auf Augenhöhe. (emv)



Siehe auch:
The Real Group

 Rajaton: Out Of Bounds

Offizielle Website

Offizielle Website      www.rajaton.net

 

Salaisuus
(2016, Sony BMG/Sony Music Finland 88985385572)

Im Jahr vor dem 20-jährigen Bestehen kommen Rajaton mit einer sensationellen CD, die alle Qualitäten des Gesangs-Sextetts versammelt: Jede der sechs Stimmen trüge auch für sich allein, aber im Verbund sind die Finnen unschlagbar. Die Artikulation und Intonation ist beeindruckend, die Arrangements stammen großteils von den »Grenzenlosen« selbst. Die Kompositionen zwar nicht, aber wen stört das?

Schon der Opener »Me Tiedämme Sen« ist so ein Song, der sich in den Hirnwindungen festsetzt, besonders der textlose Mittelteil hat wunderbare Gesangssätze. In mehreren Songs gibt es geschmackvolle Begleitung von wenig Percussion und Bass – das kommt schon gut im Titelsong (dt.: Geheimnis), und »Taas Se Laulaa« hat einen solch coolen Reggae-Groove mit einem absoluten Killer-Bass. Aber im Zentrum stehen natürlich die sechs Vokalist/inn/en, die stimmlich in Höchstform sind. Ein Highlight ist »Tuulta Päin«, in dem Bass-Sänger Jussi Chydenius seinen großen Auftritt hat – aber auch der Background der Damen ist clever. Wahre Stimmakrobatik bieten sie in »Kavala«, in »Matkalla« zeigen sie ihre romantische Seite. (tjk)



Siehe auch:
EVA-Trio
Saaga Ensemble

 Rajaton: Salaisuus

Offizielle Website

Offizielle Website      www.rajaton.net

   

Sings Queen With Lahti Symphony Orchestra
(2008, Plastinka PLACD 059)

Abgesehen von der kastriert wirkenden Version von »Under Pressure« können sich Rajatons Interpretationen durchaus hören lassen: Vierzehn Stücke der unvergessenen Queen setzt das A Capella-Sextett gemeinsam mit dem Lahti Symphonie Orchester um. Dabei legen die finnischen Musiker mehr Wert darauf, Stimmungen zu transportieren, als zu imitieren.

Ich bin kein Queen-Coverband-Experte, aber meines Wissens gibt es keine, welche mit drei Sängerinnen arbeitet. Folglich können Rajaton nie wie Freddie Mercury klingen, schaffen es aber dennoch (Gänsehaut) Atmosphäre zu erzeugen. Besonders gelungen sind der Opener »Bohemian Rhapsody«, »I Want All« (mit Gastgitarrist Kie Von Hertzen), »Don't Stop Me Know« (a cappella) oder »The Show Must Go On«. (nat)



Siehe auch:
Von Hertzen Brothers

   

Maa
(2007, Plastinka PLACD 053)

Zurück zu den finnischen Wurzeln: Im zehnten Jahr seines Bestehens nähert sich das führende Vokalensemble mit »MAA« (übersetzt Land, Erde, Boden) in der Landessprache den Traditionalisten: vertonte Dichter, nationale Sockelheilige wie Jean Sibelius und seinen »Valse Triste«. Stimmlich auf höchstem Niveau und in der Interaktion von einem geschmeidigen gegenseitigen Verständnis, das Staunen macht. Von perfektem Wohlklang.

Aber dieser makellosen vokalen Schönheit fehlt etwas: dieses Quäntchen überschäumenden Temperaments, dieses bisschen mehr an Wagemut, die den Unterschied ausmachen. Zu gefällig ist die Wahl der Stücke ausgefallen, zu brav am breiten Publikumsgeschmack orientiert bleibt die Interpretation. Dabei können Rajaton doch auch ganz anders, wie sie hier in den wenigen eigenwilligen Stücken wie »Pakkanen« oder »Nouse Lauluni« zeigen. Mehr Leidenschaft bitte, weniger polierte Glätte! (emv)

   

Sings ABBA With Lahti Symphony Orchestra
(2006, Plastinka PLACD 043)

Es gibt jede Menge ABBA-Revival-Bands, die ihr Leben damit verbringen, ABBA-Hits mehr oder weniger gelungen nachzusingen. Also kommt es nicht darauf an, zu all diesen ABBA-Nachahmerbands immer weitere Nachahmerband hinzu zu packen, die ABBA ergeben nachahmen, ohne dass ihnen an irgendeiner musikalischen Bearbeitung oder gar Kommentierung des ABBA-Wesens gelegen ist.

Im vorliegenden Falle hat sich die Gesangstruppe Rajaton mit dem Lathi-Sinfonieorchester verbündet – die einen singen und die anderen geigen ergeben und voller Inbrunst und entsprechend völlig frei von jeder Ironie »Dancing Queen« und »Mamma Mia« und »Waterloo«. Im beiliegenden Booklet sieht man dazu die Rajaton-Crew in weißen Hemden und in weißen Hosen zu weißen, meist sehr spitzen Schuhen. Den ABBA-Fan wird das freuen; alle anderen wird das kaltlassen, und damit bleibt ABBA-mäßig alles so, wie es ist. (frk)

   

Kevät
(2005, Plastinka PLACD017)

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen hat das finnische Vokalensemble mit »KEVÄT« (Frühling) sein erstes reines Pop-Album eingespielt. Und war beim Songschreiben nicht nur selbst kreativ, sondern hat sich Unterstützung geholt: Teemu Brunila von The Crash und die beiden Popkomponisten Hannu Karkeamäki und Kalle Chydenius sind der Bitte nach Beiträgen gerne gefolgt.

Unbeschwert und voller Wärme, wie ein Frühlingswunder agieren die Stimmen von Rajaton: Man schwört, einen treibenden Bass und ein dynamisches Schlagzeug zu hören. Jeder der Sechs überzeugt abwechselnd in den Soloparts. Als kleines Juwel des Albums entpuppt sich »Lunta« (Schnee) aus der Feder von Teemu Brunila – eine zärtlich-sehnsüchtige Hymne auf die Flüchtigkeit des Verliebtseins. Bringt das letzte Eis zum Schmelzen. (emv)



Siehe auch:
The Crash

   

Joulu
(2 CDs, 2003, Plastinka PLACD 006)

So sollte Weihnachten klingen: festlich, heiter, besinnlich und sternenstrahlend. Dem sechsköpfigen Vokalensemble gelingt dieser Spagat mit Leichtigkeit, stimmlicher Brillanz und viel Gusto. Allein der Opener »Joululaulu«, in dem ein Teil der Gruppe die Blechbläser übernimmt, setzt den Ton für den jazzigeren ersten Teil des Doppelalbums »JOULU« (Weihnachten). Die finnisch singenden Rajaton bürsten »Jingle Bells« gegen den Strich, so frech-frivol wie eine Girls-Band der 40er Jahre, zeigen aber auch Flagge mit selbst komponierten Stücken.

Der besinnlichere zweite Teil ist live in einer Kirche eingespielt und enthält traditionelle finnische Weihnachtslieder. Rajaton überzeugen mit Ernst und dem Bekenntnis zu ihren klassischen Wurzeln, streben dabei in Richtung der Perfektion des Hilliard Ensembles. Beste Musik zum Baumschmücken. Nicht nur zur Weihnachtszeit. (emv)

   

Sanat
(2002, Plastinka/BMG 005)

Ihre zweite CD haben die drei Männer und drei Frauen in einer Kirche aufgenommen: Man pflegt das Kirchenlied; widmet sich Psalmen und Heilsgesängen. Oft auf Lateinisch wie auch auf Englisch und Finnisch. Lobenswert daher das umfangreiche Textheft, das eine englische Übersetzung anbietet.

Dass Rajaton auch über den kirchlichen Tellerrand hinausblicken und -singen können, beweisen Lieder wie »Kaiki Maat, Te Riemuitkaate« oder »Didn't My Lord Deliver Daniel«, wo trotz des Kirchen-Kontextes plötzlich Lebensfreude die Oberhand gewinnt. Doch sind dies Ausnahmen, die sich gegen die »schweren«, wenn auch perfekt gesungenen Lieder kaum behaupten können. Wer das Hillard Ensemble mag, sollte hellhörig werden. Wer nicht, der eben nicht. (frk)

   

Boundless
(2001, Plastinka PLACD 004)

Eigentlich sollte man denken, die Möglichkeiten der A-cappella-Kunst wären ausgereizt. Doch das finnische Sextett versucht, die Grenzen bisheriger Meistersänger wie die der Bobs oder der Real Group zu überschreiten – weniger in virtuoser Hinsicht, denn da hält sich Rajaton zurück, sondern vielmehr in punkto Eleganz und Melodieverliebtheit.

Im Prinzip fabriziert das Vokalensemble Pop pur, versetzt mit Spurenelementen von Klassik, Jazz und Folklore. Die musikalische Spannbreite garantiert dabei stets Abwechslung – angefangen vom an die frühe Kate Bush erinnernden »Butterfly« über das Beatles-Cover »Lady Madonna« (mit »Däng Däng« als Rhythmusspur) bis zur irischen Schmuse-Ballade »Dobbin's Flowery Vale«. Bestimmend im Repertoire bleiben aber die von Finnen komponierten Songs, darunter auch das Traditional »Kaipaava«. (peb)



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