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Alle Rezensionen zu Jonas Knutsson & Johan Norberg
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Norrland
(2004, ACT/Contraire 9014-2)

Langjährige Nordlandfahrer wissen: Früher war alles besser. Es gab weniger Touristen, die Pisten waren ein Abenteuer, die Multebeeren saftiger, und das Nordkapp kostete noch keinen Eintritt. Nun ja. Jedenfalls illustrieren der Gitarrist Johan Norberg und der Saxofonist Jonas Knutsson ihre Reise nach »NORRLAND«, der nördlichsten der drei schwedischen Regionen, stimmungsvoll mit historischen Fotos, die Johans Vater 1958 von einer Lappland-Reise mitbrachte.

Wie Singschwäne, die sehnsüchtig zum Brüten in das raue und dennoch so liebliche Fjäll ziehen, streben die zwischen Folk und Jazz schillernden Instrumentals nordwärts, der Freiheit entgegen. Knutssons über alle Maßen eleganter Ton, bekannt auch durch Lena Willemarks »NORDAN«-Projekt, und das urwüchsige, oft in »Open Tunings« schwelgende Saitenspiel von Norberg, der wiederum lange Jahre mit Nils Landgren musizierte, harmonieren perfekt. Ob es wohl schon jemals ein nordisches Stimmungsbild mit soviel Anmut gab? (peb)



Siehe auch:
Jonas Knutsson
Lena Willemark
Jonas Knutsson & Thomas Tidholm
Mynta

Jonas Knutsson: Norrland

Die CD »Norrland« war »CD des Monats« im Monat 6 / 2004.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Schön und gut, stimmungsvoll sind diese Klangmalereien ja, mitunter leider aber auch süßlich und sehr sentimental. Ihre Liedchen haben die beiden Nordländer übertrieben simpel gestrickt, und richtig neu kommt mir all das eigentlich auch nicht vor. Anmut allein reicht halt nicht.
Harald Kepler

Hübsch. Und dann am besten, wenn Knutsson & Norberg nicht mehr lieblich und duldsam sind, sondern jazzig-rau. Es müsste mal einer die Kantele zerkloppen und wieder zusammen leimen, wie einst Kimmo Pohjonen das Akkordeon. Mehr Mut, meine Herren! Sie haben doch Potenzial!!
Frank Keil

Mal zupft und zerrt Norberg ungeduldig-aggressiv an den Saiten, dann entlockt er der Gitarre glockenreine, fast Spinett-artige Klänge, während Knutsons Saxofon abwechselnd sachte weint, fröhlich quakt oder beschwingt trällert. Superbe Songs über klare nordische Landschaften.
Nathalie »Natte« Martin

Der elegische Ton von Knutsson geht eine stimmige Symbiose ein mit den erdigen Riffs des Gitarristen Norberg. Beruhigende Wirkung einerseits wird zwar garantiert, doch erscheint mir andererseits vieles uninspiriert. Etwas Abwechslung in der Songauswahl hätte dem Album gut getan.
Andreas Orwat

   

Skren: Norrland III
(2008, ACT/Contraire 9474-1)

Auf »NORRLAND«-Folge drei fügen Knutsson und Norberg ihren Hommagen an die nordische Landschaft weitere Klangfarben hinzu: Kontrabassistin Eva Kruse unterstützt mit knurrenden Tieftönen, und das Gesangsquartett Kraja fügt sich aufs Trefflichste mit dem Sax zusammen. Trotz pfiffiger Ideen wie dem in den Norden verpflanzten Landler »Schwarzer Bua« sind es vor allem die Lieder mit Kraja, die sich nachhaltig festsetzen – so etwa Eva Lestanders »Majas Polska« oder das an einen Choral erinnernde »Den Signade Dag«.

Die unverbrauchten Stimmen der vier jungen Mädchen bilden eine phantastische Einheit mit Knutssons jubilierendem Tenor-Saxofon und Norbergs schwebenden Saiten-Pickings, die immer mehr an Michael Hedges erinnern. Wer demnächst in den hohen Norden reisen wird – diese CD gehört ins Gepäck, wenn man im Fjäll steht und »die glitzernde Kruste auf reinem Schnee« (so die Bedeutung des Wortes »Skaren«) erblickt. (peb)



Siehe auch:
Kraja
Nils Landgren

   

Cow Cow: Norrland II
(2005, ACT/Contraire 9425-2)

Die Reise in Schwedens Nordprovinzen geht weiter: Wie schon auf der ersten Folge lassen sich der Saitenzupfer (akustische Gitarre und Kantele) und der Saxofonist treiben durch eine lyrisch verträumte Melodienlandschaft zwischen Folklore und Jazz – zart-seidig zwar und einfühlsam, aber in keinem Moment gefährlich nah an der Grenze zum Kitsch. Nur noch drei Traditionals wurdden ausgewählt, und die wirken deutlich spröder als das ansonsten selbst komponierte Material.

Thematisch dreht sich abermals alles um die nordische Natur: »Blåis« oder die samischen Wörter »Vahca« sowie »Ruovddetjarvva« bezeichnen verschiedene Arten von Schnee; auch fünf andere, nach kleinen nordschwedischen Dörfern benannte Titel malen Stimmungsbilder des subpolaren Lebens. Wer »NORRLAND« mochte, kann hier nahtlos weiterschwelgen. Und sich auf die nächste Folge freuen. (peb)



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