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Verschiedene
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Lullabies From The Axis Of Evil
(2004, Strange Ways/Indigo FXCD 269)

Dummdreiste Staatsoberhäupter bekämpft man am besten mit ihren eigenen Aussagen. Der an Ignoranz und Verlogenheit kaum zu überbietende Ausspruch von der »Achse des Bösen« ist so eine Steilvorlage, die das um kulturellen und religiösen Austausch bemühte Label Kirkelig Kulturverksted mit 14 Wiegenliedern kontrastiert. Für »Lullabies From The Axis Of Evil« bereiste Produzent Erik Hillestad unter schwierigsten Bedingungen die von George W. Bush verteufelten Regionen auf der Suche nach Sängerinnen.

Er fand u.a. Mahsa Vadat aus dem Iran, Halla Bassam aus dem Irak oder Kulsoom Syed Ghulam aus Afghanistan, die hier zärtliche, von Knut Reiersrud einfühlsam instrumentierte Kinderschlaflieder aus ihrer Heimat singen. Nach der Hälfte des Songs übernehmen »westliche« Stimmen wie Kari Bremnes, Eva Dahlgren, Nina Hagen, Eddie Reader oder Sarah Jane Morris und führen das Lied ebenso betörend zu Ende. Verständen sich alle Menschen so gut wie diese Frauen aus dem Morgen- und Abendland, gäbe es keine Kriege mehr.

Übrigens: Einige amerikanische Sängerinnen wollten an dem Projekt nicht teilnehmen aus Angst vor einer Medien-Hetzjagd. Armes Amerika ... (peb)



Siehe auch:
Mahsa Vahdat
Songs from a Stolen Spring
Eva Dahlgren & Kari Bremnes
Rim Banna

 Verschiedene: Lullabies From The Axis Of Evil

Die CD »Lullabies From The Axis Of Evil« war »CD des Monats« im Monat 11 / 2004.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Mir war schon bang: Bush die Stirn zeigen und dies mit Wiegenliedern – ist da nicht der Kitsch vorprogrammiert? Zum Glück habe ich mich geirrt. Diese ernste und ambitionierte Produktion ist ein echtes Gegenmittel gegen Dumpfheit und Flachheit.
Frank Keil

Betörende Gesänge und dicht gewebte Klänge, die mal sinnlich, mal lebenslustig ineinander fliessen. Dies ist der schönste Beweis, wie perfekt sich als Gegensatz verstandene und bekämpfte Kulturen ergänzen können, ohne dabei ihre Eigenheiten zu verlieren.
Petra von Schenck

Ob der wunderbare gesangliche Ost-West-, bzw. Nord-Süd-Staffellauf auch George W. Bush in den Schlaf wiegen kann? Try it. Mehr als schiefgehen kann's nicht. Good Night, Mr. (Ex?)President!
Nathalie »Natte« Martin

Endlich mal wieder ein Album, bei dem politischer Anspruch und Spitzenmusik wunderbar zusammengehen. All das kommt betont leise daher und ist dadurch noch umso wirkungsvoller. Listen, Mr. President!
Harald Kepler



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