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Alle Rezensionen zu Children Of Bodom
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Hatecrew Deathroll
(2003, Spinefarm/Indigo 66877-2)

Anlässlich Laihos zeitraubender Zusammenarbeit mit seiner Ex Kimberly Goss bei Sinergy mussten die Fans lange durchhalten. Doch es hat sich gelohnt, denn nicht nur der Sensenmann auf der – wiederum roten – Hülle holt aus zum großen Schlag: Nach dem für COB-Verhältnisse schwächeren »FOLLOW THE REAPER« trumpft die anno 1993 als Inearthed gegründete Metalband erneut mit begnadetem, facettenreichem Songwriting auf, verquickt mit dem Biss der Anfangstage.

Außer charakteristischen COB-Stücken wie »Bodom Beach Terror«, die rotzig-schroff aus den Boxen krachen, verwirklicht sich das Quintett im Opener: »Needled 24/7« erblüht unter elektronischen Spielereien Warmans, die Laiho gesanglich ebenso vollendet ergänzt, wie er die Fast-Ballade »Angels Don’t Kill« anstimmt. Abwechslungsreiche Vocals plus die Gitarrenduelle Laihos/Kuoppalas flankieren die ungeheuer präzise Rhythmusabteilung Blacksmith/Ratikainen. Nur eines werden die heranwachsenden Bodomkinder niemals lernen: 35 Minuten Spielzeit sind einfach nicht genug! (nat)



Siehe auch:
Sinergy
Corporal Punishment


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 Children Of Bodom: Hatecrew Deathroll

Offizielle Website

Offizielle Website      www.cobhc.com

   

I Worship Chaos
(2015, Nuclear Blast -)

Erwachsen geworden – oder: aus COB wird AOB. Nach dem Vorgänger »HALO OF BLOOD« konnten sich die technisch versierten Children of Bodom nur steigern. »I WORSHIP CHAOS« brettert gewaltiger, härter und rifflastig aus den Boxen – wenngleich es die Finnen als Quartett, ohne den langjährigen Gitarristen Roope Latvala, eingespielt haben.

Mit dem eröffnenden Dreier, bestehend aus dem melodischen »I Hurt«, dem ungebändigten, pfeilschnellen Soli-Saitenflitzer »My Bodom (I Am the Only One)« und der leicht hymnischen Vorab-Single »Morrigan« machen COB ordentlich Stimmung. Der Rest der insgesamt zehn Stücke alterniert zwischen rasant (»Horns«), sich-von-getragen-atmosphärisch-zu-brachial-emporschraubend (»All For Nothing«) und sehr deathlastig (»Suicide Bomber«). Natürlich reicht auch das neunte, blitzblank produzierte Album nicht an die Bandklassiker heran, doch wer sich für die die erwachsenere Version von COB begeistern kann, macht mit »I WORSHIP CHAOS« der »Adults of Bodom« nichts falsch. (nat)

   

Halo Of Blood
(2013, Nuclear Blast NB 2953)

Seit mindestens acht Jahren haben sie es versucht, nun haben es Nuclear Blast endlich geschafft, Children Of Bodom zurückzuholen. Was COB auch mit »HALO OF BLOOD« nicht ganz geschafft haben, ist an ihre Alben von »SOMETHING WILD« bis »HATECREW DEATHROLL« plus »ARE YOU DEAD YET« anzuknüpfen.

Doch Stücke wie »Bodom Blue Moon« zeigen, dass die Durststrecke vorüber ist: 2013 kann man die Bodomkinder endlich wieder hören. Das achte Werk macht Lust, die Finnen wieder mal live zu sehen. Mit Stücken wie dem erwähnten, dem leicht schwarzmetallisch inspirierten Titeltrack oder »Your Days Are Numbered« sollte die Hatecrew neues Material für die Setlist haben – nur die Pseudoballade »Dead Man's Hand On You« lasst ihr besser weg. (nat)

   

Relentless Reckless Forever
(2011, Spinefarm/Universal UNI-2760462)

Ich bin enttäuscht. Children Of Bodom schaffen es im Jahre 2011 nicht Songs vom Kaliber »Sixpounder«, »Bodom After Midnight«, »Kissing The Shadows« und wie sie alle heißen zu komponieren. Der Funke springt auf »RELENTLESS RECKLESS FOREVER« einfach nicht richtig über. Ein paar Stücke wie »Shovel Knockout«, der Titeltrack oder die erste Singleauskopplung »Was It Worth It« entzücken während des Hörens, doch verpuffen danach. Leider.

Hatte »BLOODDRUNK« (2008) bereits Mühe nach dem letzten Takt im Kopf zu bleiben, so gelingt es dem siebten Studioalbum noch weniger. Nicht grundlos spielen COB live vor allem älteres Material, mal sehen wie viele dieser zahmeren, weniger eingängigen und kantenloseren Stücke es auf die künftige Setlist schaffen. (nat)

   

Blooddrunk
(2008, Spinefarm/Universal SPI317CD)

Wahnsinn wie die Zeit vergeht – sind seit »ARE YOU DEAD YET?« wirklich schon drei Jahre vorbei? …und abermals schütteln Children Of Bodom einen topmodernen Klassiker aus dem Ärmel. Wie immer erkennt der Metalhead sofort zweifelsfrei – zwei Sekunden des furiosen Openers »Hellhounds On My Trail« genügen – welche Band da im Player rotiert: So charakteristisch wieseln Laihos und Warmans Finger über die Instrumente im Melodien-Duell, liefern sich die beiden den vertraut brillanten Wettkampf Keyboard gegen Gitarre.

Laiho röchelt wie eh und je ins Mikro, wobei die Bodomkinder auf »BLODDRUNK« insgesamt einen Tick roher und rasanter toben als auf dem Vorgänger. Sie explodieren in zehn ausgelassenen, bombastischen (melodischen) Death-Songs – die sich allerdings selbst nach mehreren Durchgängen nicht dauerhaft in die Gehörgänge fräsen können. Was ist los Bodomkinder, »ARE YOU DEAD YET?« (nat)

   

Are You Dead Yet?
(2005, Spinefarm/Universal 987191-1)

Warum? Warum nur knappe 38 Minuten? Wir wollen mehr davon! Die erste Single-Auskopplung »In Your Face« versetzt eine knallharte Ohrfeige – und nicht nur die: Mit »ARE YOU DEAD YET?« übertreffen die Bodomkinder sich selbst. Der Opener schwelgt noch in Warmans Keyboardmelodien, doch im nächsten Song donnert, brettert die dominierende Rhythmusabteilung aus den Lautsprechern.

Doch was wären Children Of Bodom ohne Laihos legendäres Gitarrenspiel? Die Finger des finnischen Saitenwunders treten hier an gegen die des vielseitigen Roope Latvala, jetzt festes Bandmitglied. Gigantisch! Bleibt nur die Frage: Wie können die Extrem Metal-Könige dieses Album in Zukunft toppen? (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.2

   

Follow The Reaper
(2001, Nuclear Blast NB 0560)

Erst in rotes, dann in grünes, jetzt in blaues Licht getaucht lockt das Maskottchen – der Sensenmann – auf dem Cover. Die Musik lockt dagegen weniger: Einen melodischeren, eingängigeren, langsameren und Mainstream-tauglicheren Abklatsch des »HATEBREEDER«-Vorgängers haben die Jungs aus Espoo da produziert. Statt des spritzigen, ungehobelten, ruppigen Windes, der auf dem Debüt noch in die Segel blies, herrscht auf »FOLLOW THE REAPER« Flaute.

Freilich sauber arrangiert, gut produziert, auf (zu) hohem technischem Niveau ist das Album als solches gelungen – doch die Finnen enttäuschen die in sie gesetzten Erwartungen. Wenn der Synthiesound nicht gerade alles erschlägt, erfreuen jedoch die hochgradigen Keyboard/Gitarre-Duelle, versöhnen die Tracks »Bodom After Midnight» oder das W.A.S.P.-Cover »Hellion« die Fans. (nat)

   

Hatebreeder
(1999, Nuclear Blast NB 0387)

Die Gitarre beherrscht Frontmann und Hauptsongschreiber Alexi Laiho wie kaum ein anderer: Filigran, melodisch, treibend erinnert sie an Sentenceds »AMOK«-Album – doch damit endet die Ähnlichkeit schon. Janne »Warman« verwendet sein Keyboard auf dem Zweitling viel effektiver und setzt passende Akzente auf die prügelnde, ungestüme Songstruktur.

Gemeinsam mit Laihos mal klangvoller, dann wieder hitzig kreischender Stimme schaffen die Finnen höchst beeindruckende, teils hymnenhafte Stücke. Das sauber produzierte »HATEBREEDER« lässt nur einen Wermutstropfen fließen: Es ist schon wieder extrem kurz, nämlich nur knappe 40 Minuten. (nat)

   

Something Wild
(1998, Nuclear Blast NB 0308)

Das Intro zum Opener »Deadnight Warrior« stammt aus dem Film »ES« von Stephen King; der Rest des Debüts klingt genauso morbide wie der Bandname: Am Bodominjärvi (Bodomsee) in Espoo bei Helsinki ermordete ein Unbekannter in den Sechzigern drei Jugendliche – bis heute ist der Fall ungeklärt.

Passend zum makabren Hintergrund spielen die Finnen extrem aggressiven Black Metal gepaart mit Gitarrenläufen aus dem Power Metal-Gebiet, Death-Rhythmen und Laihos Gekreische. Einzig die Keyboards klingen arg verhungert ... und die Spieldauer mit nur einer guten halben Stunde frustriert. Ein fulminanter Einstieg der Bodomkinder – der sofort Nachahmer wie Kalmah oder Eternal Tears of Sorrow auf den Plan ruft. (nat)



Siehe auch:
Eternal Tears Of Sorrow



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