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Alle Rezensionen zu Lisa Ekdahl
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Heaven, Earth And Beyond
(2002, RCA/BMG 74321.97308.2)

Zweifellos ist Lisa Ekdahl eine der interessanteren neuen Stimmen im nordeuropäischen Jazz, und nach einigen Aufnahmen, die eher in die Pop-Richtung gingen, hat sie zumindest zwei Alben aufgenommen, die ihren exquisiten Jazz-Ruf begründen: »BACK TO EARTH« und »SINGS SALVADORE POE«. Beide sind wirklich gut und schön und hier hinlänglich vorgestellt und empfohlen.

Eben genau aus diesen beiden CDs ist dieser Sampler zusammen gestellt; dazu gesellen sich zwei neue Stücke, die mit den anderen problemlos mithalten können. Da stellen sich nun zwei Fragen: Warum ist ihre Vergangenheit ausgeklammert, und warum wird ein Sampler auf den Markt geworfen, wenn nur aus zwei CDs geschöpft wird? Nix für ungut – die Platte ist freilich schön und gut, aber so macht das doch eher den Eindruck, als wenn hier die Plattenfirma schnelles Geld machen will. »HEAVEN AND EARTH« macht also nur dann Sinn, wenn man bewusst eine Best-Of der beiden oben genannten Alben sucht und ein ansprechend bebildertes Booklet mit Strandfotos der hübschen Schwedin. (tjk)

Lisa Ekdahl: Heaven, Earth And Beyond

Offizielle Website

Offizielle Website      www.lisaekdahl.net

   

Live At The Olympia, Paris
(2011, Sony BMG Sony 88697858342)

Lisa Ekdahl liebt Paris, spielt sowohl gerne in kleineren Clubs wie größeren Konzerthäusern und hat sich ein solches für diese erste Live-Aufnahme ihrer Karriere ausgesucht: Das Olympia ist ein ehrwürdiger Rahmen für eine außergewöhnliche Konzertaufnahme.

Eine solche ist diese CD zweifellos, wobei das nicht nur positiv zu verstehen ist. Das beginnt schon bei der Instrumentierung: Neben ihr sind drei Musiker an zwölf Instrumenten zu hören, wodurch die Arrangements recht abwechslungsreich geraten: Mathias Blomdahl (Gitarre, Piano, Drums, Bass und Zither), Josef Zackrisson (Bass und Schlagzeug) und Tomas Hallonsten (Piano, Hammond Orgel, Melodica und Trompete) spielen schon länger mit Ekdahl. Die ständigen Wechsel machen das Konzert allerdings auch etwas unrund. Außergewöhnlich vor allem ist Lisa Ekdahls Stimme, die mit dem Begriff Sopran nicht einzufangen ist. Wer sie nicht kennt, könnte beim Opener »April In Paris« eher vermuten, hier singt Mickie Mouse persönlich – so kindlich hoch fiept sie hier. Das gibt sich zumindest teilweise, oder man gewöhnt sich dran. Etwas schade ist, dass Lisa Ekdahl nicht allzu viel wagt: Sie singt hauptsächlich Standards, Cole Porter erscheint gleich dreimal in der Komponistenliste: »I’ll Get A Kick Out Of You« nur mit Gitarre, gestopfter Trompete und Besenschlagzeug klingt herrlich altmodisch, als letztes Stück vor der Zugabe singt sie »Love For Sale« - auch das ist gut. Fein zudem »Now Or Never« von Billie Holiday, in »Beautiful Boy« singen die drei Musiker einen leicht schrägen Chor. Zwischenrein setzt sie drei eigene Songs: »Give Me That Slow Knowing Smile« ist auch in dieser Version toll.

Auf der DVD sind neben dem Konzert auch Aufnahmen von Proben zu sehen, unter anderem bei Lisa Ekdahl zuhause. Das überrascht, da sie ihr Privatleben sonst eher abschottet. Und wenn man das Konzert sieht, wird eines ganz klar: Hier ist eine Sängerin zugange, die sich wohlfühlen will, und auch ihren Zuhörern ein Wohlfühl-Konzert bieten möchte.
(tjk)

   

Give Me That Slow Knowing Smile
(2009, RCA/Sony BMG 886974666325)

Beim ersten Hören schleicht sich Enttäuschung ein: Von Lisa Ekdahl ist man Besseres gewohnt. Neun Songs, eher einfach, und ihre Stimme klingt wie die einer 17jährigen: Stemmt sich Lisa Ekdahl mit Gewalt gegen das Erwachsen-Sein?

Nach mehrmaligem Hören jedoch entdeckt man die Romantik in den Songs, eine positiv-melancholische Grundstimmung, der man sich nicht entziehen kann. Sparsam, aber geschmackvoll instrumentiert wandeln sich die Lieder zu kleinen Ohrwürmern. Der Titelsong und »I Don’t Mind« sind solche, allerliebst klingt »When« mit hoffnungslos nostalgischem Sound und ebensolchem Gitarrensolo. Alles wird gut, wahrscheinlich. (tjk)

   

Sings Salvadore Poe
(2000)

Eine Frau mit vielen Gesichtern. Nach Pop-Hits und Jazz ist sie inzwischen beim brasilianischen Bossa Nova angekommen, wie ihn Astrud Gilberto in ihren besten Tagen anstimmte. (hake)

   

Back To Earth
(1998, BMG Classics 74321.61463.2)

Als »BACK TO EARTH« entstand, war Lisa Ekdahl 28 Jahre alt; trotzdem klingt sie hier wie ein pubertierender Teenager. Das liegt am neckisch-entzückenden Stimmchen der Schwedin. Im Tonfall einer Jugendlichen singt sie Jazztitel aus dem »Great American Songbook« und verströmt dabei einen bezaubernden Charme.

So stimmt sie »Now Or Never« (Billie Holiday), »It Had To Be You« (Gus Khan) sowie »Just For A Thrill« (Louis Armstrong) mit ungetrübter Reinheit im Kehlkopf an. Und »Laziest Girl In Town« oder »What Is This Thing Called Love« (beide Cole Porter) haucht sie mit mädchenhafter Unbekümmertheit. Pianist Peter Nordahl, Bassmann Patrik Boman und Schlagzeuger Ronnie Gardiner unterlegen diese Standards mit lässig schlurfendem Akustiksound im klassischen Format. (hake)



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