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Alle Rezensionen zu Piirpauke
(Genre »Avantgarde«, Land »Finnland«)

 

Metamorphosis
(1995, Rockadillo Records ZENCD 2045)

Piirpauke waren immer live besser als im Studio, folgerichtig besteht dieser Sampler aus Konzertaufnahmen aus den Jahren 1977 bis 1995. In dieser langen Zeit spiegeln sich die verschiedenen Besetzungen und Stile der Band.

Von »Konevitsan Kirkonkellot« 1977 und den unvermeidlichen und genialen »Swedish Reggae« von der Balver Höhle-CD über Aufnahmen der eher türkisch-folkloristisch geprägten Live-Doppel-LP von 1983, feine Stücke mit Jukka Tolonen (Gitarre), die Ära mit Cinta Hermo (Gesang, Gitarre), die Zeit mit afrikanischen Musikern wie Badu (Gitarre), Ismaila Sané und Badu N’Djaye – eine sorgsam zusammen gestellte Live-Doppel-CD mit diskographischen Angaben und gutem Sound. Wahrhaft ein repräsentativer Querschnitt über das Schaffen einer der wichtigsten finnischen World Music-Bands. Wärmstens empfohlen! (tjk)



Siehe auch:
Jukka Tolonen
Espoo Big Band

 Piirpauke: Metamorphosis

   

Koli
(2010, Rockadillo Records ZENCD 2132)

Nur drei der zwölf Stücke stammen aus Sakari Kukkos Feder: mit finnischer Folklore und klassischen Stücken von Jean Sibelius hat sich Piirpaukes Mastermind diesmal beschäftigt. Drei der Sibelius-Adaptionen sind gelungen, vor allem der Klassiker »Valse Triste«, der hier mit Flamenco-Einflüssen glänzt und gegen Ende fein an Fahrt gewinnt. »Musette« hingegen wohnt nahe am Kitsch-Sumpf. Eingeschlichen hat sich auch Tchaikovskys »Romance«, keine schlechte Wahl.

Gelungen auch die einheimischen Folk-Klassiker wie Konsta Jylhäs »Konstan Parempi Valssi«, da geht es richtig zur Sache! In der Band sind neben Kukko und Sane nun der gute Jukka Orma (Gitarre, früher bei Sielun Veljet) und die beiden Trio Töykeät-erprobten Eerik Siikasaari (Bass) und Rami Eskelinen (Schlagzeug), viel Einfluss hat auch Gast-Trompeter Mika Mylläri. Insgesamt wie so häufig bei Piirpauke ein bunter Reigen aus Rhythmen aus aller Herren Länder, und wie so häufig bei Piirpauke gibt es auch auf »KOLI« Highlights wie Lowlights. (tjk)



Siehe auch:
Trio Töykeät
Sielun Veljet

   

Kalevala Spirit
(2000, Rockadillo Records ZENCD 2065)

Die Stücke 1-9 und 15 sind eine Wiederveröffentlichung der Piirpauke-LP »VILLI ITÄ / THE WILD EAST« (ZENCD 2004) aus dem Jahre 1985, einer guten Epoche der Band also. Mit den Gitarristen Badu Ndjay und Pekka Rachardt, Tauno Railo (Bass) und Aku Nyyssönen (Schlagzeug) gelingen Sakari Kukko einige bemerkenswerte Stücke mit Rhythmen aus aller Welt, fulminanten Soli und fast freien Passagen – World Jazz nahezu in Vollendung.

Der Rest kann dieses Niveau leider nicht halten. Die Stücke aus Kukkos Kalevala-Spirit entstammen einer Kulturkooperation in Kajaani 1997 und erreichen nicht die Intensität früherer Werke; auch haben andere Musiker sich durch das finnische Nationalepos zu Bedeutenderem inspirieren lassen. Etwas verschwommen scheinen die Melodien durch nicht allzu packende Arrangements, und die Band hat überdies schon weitaus bessere Mitglieder gesehen. (tjk)

   

Tuku Tuku
(1991, Rockadillo Records ZENCD 2028)

Es gibt ein paar grandiose und viele gute Alben von Piirpauke, aber zum Zeitpunkt dieser Aufnahme hatten Sakari Kukko und seine Band nicht nur kein Glück (ihren Zenit überschritten), sondern auch noch Pech (ein kreatives Tief).

Mit Cinta Hermo (Gesang, Gitarre) und Ismaila Sane (Percussion, Gesang), dazu der schon länger mitwirkende Badu (Gitarre, Gesang) und Malang Cissokho (Bass, Gesang, Kora) versucht sich Mastermind Sakari Kukko (der sich mit Saxofon, Flöte, Keyboard auffällig zurück hält) an afrikanischer Weltmusik mit nord- und südeuropäischen Streuseln. Das tuckert bieder und behäbig vor sich hin, die »echten« Afrikaner waren zu dieser Zeit schon kilometerweit voraus. Und so wirkt diese Ausgabe von Piirpauke wie eine weltmusikalische Kirmes-Kapelle. (tjk)

   

Live in der Balver Höhle
(1980, Jaro 4101-2)

Von Anfang an verband die Gruppe um den finischen Saxofonisten, Flötisten und Keyboarder Sakari Kukko Jazz und Rock mit finnischer Folk-Tradition, aber auch mit ethnologischen Einflüssen aus aller Welt. Derart »grenzenlose« Grenz-Gängerei nennt man heute »Weltmusik«, doch damals – als Piirpauke am 22. Juni 1980 in der Balver Höhle im Sauerland auftraten – gab es noch keinen Begriff dafür.

Die damals als Quintett agierende Band experimentiere mit folkloristischen Elementen aus dem finnischen Karelien, vom Mittelmeer und dem Balkan und aus Lateinamerika. Die treiben sie in einen Hexenkessel aus ekstatischer Jazzrock-Improvisation: Sich hypnotisch anschleichende Phrasen steigern sich zu einem wahrhaft furiosen, polyrhythmische Haken schlagenden Solo-Treiben. (peb)



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