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Alle Rezensionen zu Karin Höghielm
(Genre »Avantgarde«, Land »Schweden«)

 

Fabra
(2004, Särart Productions SP CD 622)

In der Welt geht es zuweilen mysteriös zu. Man glaubt sich zu Hause, tritt durch die nächste Tür und findet sich nicht mehr zurecht. Wen dies nicht ängstigt, ist bei der Vokalkünstlerin Karin Höghielm gut aufgehoben. Man befindet man sich mit ihr in einem tibetanischen Kloster, wird Zeuge frühchristlicher Rituale und deren Chorgesänge, lauscht im nächsten Moment einem sehnsüchtigen Volkslied, dann wiederum findet man sich auf einer postmodernen Tanzfläche wieder, bis einen der gute alte Jazz wild schüttelt. Und über all dem schwebt die Stimme Höghielms, die auf Gotland geboren wurde und dort aufgewachsen ist – einem eigenen Stück Erde; eine Insel fern der Verwaltungszentren, wo man sich darum bemüht, die Welt im Griff zu halten.

Wahlverwandtes findet sich zu den düster-magischen Filmen Andrej Tarkowskis; Pathos auch, auch tragend-tragisches. Begleitet wird Höghielm auf ihrem Weg von einer Reihe illustrer schwedischer Musiker, wo gewiss der Streicher Mats Edén ein Begriff sein dürfte. Insgesamt ergibt dies eine dichte, osszilierende Produktion, bei denen Headbanger, Metallianer und Rocker alter Schule ein wenig erschüttert sein dürften ob der Wucht, mit der man aus der Jetzt-Zeit geworfen wird. Oder? (frk)

Karin Höghielm: Fabra

Offizielle Website

Die CD »Fabra« war »CD des Monats« im Monat 4 / 2005.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Kann ich so unterschreiben, Frank. Das ist wirklich eine Wundertüte voller Überraschungen. Bei jedem Hören entdeckt man weitere spannende Sachen im weiten Feld zwischen Folklore, Sakralem und Minimal Music. Besonders die besinnlichen Stücke finde ich zum Niederknien schön.
Harald Kepler

Mit so viel Liebe zu Atmosphäre, Stil- und Tempiwechsel ist das für mich die passende Musik für ein gutes Kopf-Kino: Die unterschiedlichsten Szenen entstehen wie von alleine. Meine Lieblingspassage: Das plötzlich los gallopierende Klavier auf Track Nr.9 – wow!
Petra von Schenck

Wenn selbst Skeptiker puristisch-folkiger Musik wie ich sich mit Vergnügen und Gewinn auf dieses Hörabenteuer einlassen, dann deshalb: Weil es durch Vielschichtigkeit und unerwartetes Kapriolenschlagen überzeugt. Schräg, meditativ, elegisch, pastoral, selbstbewusst und sakral – das soll erst mal einer nachmachen!
Eva-Maria Vochazer

Ja sowas? Sind wir schon wieder einig in unserer Begeisterung? Doch was bleibt mir schon anderes übrig als ebenfalls einzustimmen in die Lobeshymnen über diese aus herrlich vielfältigen, archaischen Quellen schöpfende »Ur-Musik«, zu Gehör gebracht durch ein reiches Arsenal an unkonventionellen Klangerzeugern.
Peter Bickel

Offizielle Website      user.tninet.se/~sdy259x/



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