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Alle Rezensionen zu Kotiteollisuus
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Murheen Mailla II 2007-2014
(3 CDs, 2014, Johanna Kustannus Oy 4704295)

Da kriegt man was für sein Geld: Gleich drei CDs stecken im »MURHEEN MAILLA II 2007-2014«-Digipak, der zweiten Kompilation von Kotiteollisuus. Ob das Tripple nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ rockt? Auf dem ersten Silberling bilden zwei neue Stücke eine Klammer um diverse Hits. Den Anfang macht der brandneue, spaßige Kracher »Helvetti Jäätyy« (»Die Hölle gefriert«), lässiger Refrain mit Chor inklusive. Zum ersten Mal dabei ist der Gitarrist Miitri Aaltonen, der das ehemalige Trio inzwischen als festes Bandmitglied verstärkt. Anschließend folgen alte Bekannte von den Alben »MAAILMANLOPPU« (2013), »UKONHAUTA« (2009) sowie »KOTITEOLLISUUS« (2011). Die Best-Of-Auswahl endet schließlich mit dem erstmals veröffentlichten, melodisch-mächtigen »Yhtälö«. Kurios: Das als zehntes Lied gelistete »Puhetta« fehlt.

Die zweite Scheibe vereint Werke der raren EPs »KALEVAN MIEKKA« (2011) und »KUOLLUT KÄVELEE« (2009) wie »Pappi Puhuu« mit Timo Rautiainen als Gast an der Mandoline, ergänzt um zwei Abwandlungen der »MAAILMAANLOPPU«-Stücke »Selkäranka« und »Kultainen Vasikka«. Auf der dritten CD setzen Kotiteollisuus ihre »SOTAKOIRA«-Reihe fort, und erweisen erneut (vergessenen) finnischen Bands die Ehre. Diesmal covert das Quartett zwölf Stücke von Eppu Normaali, Kollaa Kestää, Maho Neitsyt, Hector, Jaakko Teppo sowie den englischen Killing Joke – und natürlich wieder von Juice Leskinen (Grand Slam). Besonders wissen die punkigen Stücke von Eppu Normaali (»Hunninkolla«) und Kollaa Kestää (»Kännissä Aamulla«) zu gefallen.

Fazit: »MURHEEN MAILLA II 2007-2014« bietet genug Neues, aber auch hochwertiges Bewährtes und lohnt sich sowohl für begeisterte Fans als auch für Bandneulinge. (nat)



Siehe auch:
Timo Rautiainen
Eppu Normaali
Hector


Zur DVD-Rezension über Kotiteollisuus


Zum Artikel über Kotiteollisuus

 Kotiteollisuus: Murheen Mailla II 2007-2014

Offizielle Website

Offizielle Website      www.kotiteollisuus.com

   

Kruuna/Klaava
(2015, Johanna Kustannus Oy 4729571)

Die neueste gestalterische Spielerei aus dem Hause Kotiteollisuus? Das Wendecover von »KRUUNA/KLAAVA« in den Versionen freundliche Farben, freundliche Gesichter und grimmige Farben, grimmige Gesichter. Fragt sich nur welches davon »KOPF ODER ZAHL« sein soll.

Ansonsten gibt’s auf Album Nummer 14 – die beiden Sotakoira-Coverscheiben mitgezählt - jede Menge kotiteollisuuschen Wiedererkennungswert, inklusive der typischen schweren schleppenden Rhythmen und mit Miitri Aaltonen ein neues festes Bandmitglied an Gitarre (und Klavier). Hervorzuheben sind die von Chören untermalten Melodiewendungen in »Emmauksen Tiellä«, das düstere Titelstück und das melancholische akustische Intermezzo »Pakko On Vain Kuolla«. (nat)

   

Maailmanloppu
(2013, Johanna Kustannus / Megamania 3744200)

Neulich in Helsinki: Radio Rock angeschaltet, die ersten paar Takte eines Songs gehört – nanu, haben Kotiteollisuus eine neue Scheibe draußen? Jep. Kotiteollisuus sind unverwechselbar und haben mit »Maailmaanloppu«, dem Titelstück des neuesten Werks gleich einen neuen Ohrwurm am Start. Mit dem Powertrio macht sogar der »WELTUNTERGANG« Spaß.

Die zehn Songs sind fett produziert, haben ordentlich Groove – und wieder gastieren hier ein paar der üblichen Verdächtigen, wie Tuomas Holopainen am Keyboard. Anspieltipps auf dem 41-Minüter: Der Titelsong, »Musta Kuu«,»Silmä Silmästä, Hammas Hampasta« und »Kepeitä Multia«. Übrigens, echten Kotiteollisuus-Humor findet ihr im Booklet, passend zum neuerdings verzerrten Bandlogo. Was auf den ersten Blick wie gephotoshopte Gesichtsverzerrungen wirkt, sind »analoge« Spielereien: Man nehme ein paar transparente Schnüre und habe Spaß – und ein bisschen Photoshop. (nat)

   

Ukonhauta
(2009, Johanna Kustannus / Megamania MGMCD2251)

Dank der »KUMMITUSJUNA«-EP und des Coversongs-Albums »SOTAKOIRA« scheint die bis dato letzte Veröffentlichung gar nicht so lang zurück zu liegen – tatsächlich erschien »IANKAIKKINEN« schon 2006. Nun folgt endlich wieder eine komplette Kotiteollisuus-CD: Anstelle eines »Rrrroarrr«s eröffnet Jouni Hynynen mit einem fulminanten Beller »UKONHAUTA«.

Der Opener/Titelsong »Ukkos Grab« ist gleich eins der mächtigsten Stücke der Scheibe. Im nachfolgenden »Mahtisanat« drosselt das Trio das Tempo, macht aber mit gewaltig drückender Instrumentierung dem Titel »Machtworte« alle Ehre. 50 Minuten zelebrieren die Jungs ihren markanten, mächtigen Melancholie-Metal-Mix, der allerdings »IANKAIKKINEN« nicht überbieten kann. Neben Kotiteollisuus widmeten übrigens bereits 2005 Kiuas mit »THE SPIRIT OF UKKO« dem höchsten finnischen Gott in der Kalevala ein Album – und Arto Paasilinna seinen Roman »Der Sohn des Donnergottes«. (nat)



Siehe auch:
Kiuas

   

Kuollut Kävelee
(EP+DVD, 2009, Johanna Kustannus / Megamania MGMCD2256)

Trotz einer knappen Dreiviertelstunde Spielzeit bezeichnen Kotiteollisuus »KUOLLUT KÄVELEE« als EP. Bei genauerer Betrachtung der acht Stücke ist das absolut gerechtfertigt: Vier davon sind Live-Mitschnitte von ihrem Auftritt auf der MTV3 Max-Bühne am 23. April 2009. So kennen die Fans »Isä Meidän«, »Ukko Perkele«, »Satu Peikoista« und natürlich den Klassiker »Minä Olen« längst von diversen Studioalben. Diese ergänzt das Trio um eine abgeänderte Version von »Loveen Langennut« zu finden auf »UKONHAUTA«, sowie zwei unveröffentlichte Stücke jener Sessions (»Jäälintu« und »Poissaolevalle Ystävälle«).

Außerdem covern Jouni, Janne und Jari den Eppu Normaali-Song »Hunninkolla«, bei dem Kaarle Viikate mit am Mikro steht. Weitere Gäste auf der EP sind Tuomas Holopainen (Keyboard) und Miitri Aaltonen (Gitarre, Gesang). Damit sich der Kauf lohnt, packen die Finnen eine DVD mit vier Videos obendrauf, darunter das famose »Mahtisanat«, mit sehr schönen Drehpannen am Ende. Kann man kaufen, muss man nicht. (nat)



Siehe auch:
Eppu Normaali
Viikate

   

Sotakoira
(2008, Johanna Kustannus Oy MGMCD 2238)

Komisches Songwriting. Kotiteollisuus klingen so gar nicht nach Kotiteollisuus. Nein, das Trio ist weder einem neuen Management zum Opfer gefallen, noch hat es seinen Stil gewandelt: »SOTAKOIRA« ist schlicht und ergreifend ein Tribut an (vergessene) finnische Bands. Zehnmal huldigen die harten Jungs meist (Punk)Rock-Legenden – was die kurze Spielzeit von 28 Minuten erklärt. Das Spektrum reicht von Ne Luumäets punkigem »Onnelinen Perhe« über Juliet Jonesin Sydäns »Rakkauslaulu« – Inspiration für einige Backyard Babies-Riffs? – bis zu dem schwergewichtigen Rocker »Vaasankin Veri Vapisee« vom Ende 2006 verstorbenen Juice Leskinen mit Band, alias Juice Leskinen Grand Slam.

Das Stück »Rääväsuita Ei Haluta Suomeen« widmen sie der kurzlebigen Gothic/Rock/Punk/Metal-Combo Mana Mana um den an Schizophrenie erkrankten Jouni Mömmö – der sich 1991 im Alter von 35 Jahren mit einer Überdosis Medikamente umbrachte. Auch Songs von CMX, Kari Peitsamo, Tavaramarkkinat, Terveet Kädet und dem Titelgebenden »Musti Sotakoira« von Kolla Kestä packen Kotiteollisuus auf ihr Coveralbum. Auf »KAMPFHUND« geben übrigens Kaarle Viikate (Gitarre, Chorgesang) und Miitri Aaltonen (Gesang, Gitarre) ein Gastspiel, sowie Produzent Mikko Karmila, der für ein paar Stücke zur Gitarre griff. (nat)



Siehe auch:
Ne Luumäet
CMX
Viikate

   

Kummitusjuna
(2007, Johanna Kustannus Oy MGMCD459)

Der eröffnende Titeltrack der Kotiteollisuus-EP sicherte sich bereits einen Platz auf dem 2006er Vorgänger »IANKAIKKNEN«. Aus dem gleichen Zeitraum stammen die bis dato unveröffentlichten Tracks »Kuolemajärvi«, sowie der Akustikgitarrenstampfer »Veisu«. Ein paar Jahre mehr hat das mächtige »Aamusta Aamuun« auf dem Buckel. Dennoch klingen die Vier wie aus einem Guss, mit allen typischen Kennzeichen der Melancholie Metaler. Auf insgesamt 31 Minuten Spielzeit – für andere Combos nahezu Longplayerlänge – bringt es das Trio dank der finalen Livestücke »Kielletyn Puun Hedelmä«, ein Brecher mit Keyboardgarnitur und »Murheen Mailla«. Ersteres stammt vom 2002er »KUOLLEEN KUKAN NIMI«-Album, das zweite vom»7« anno 2005.

Das I-Tüpfelchen aber ist die gleichnamige DVD zur EP, mit einem skurrilen schwarzweiß-Video in Stummfilm-Manier zu »KUMMITUSJUNA«: In eben diesem »GEISTERZUG« sitzen Charlie Chaplin und Hitler an einem Tisch, als Jesus von links und Ghandi von rechts das Abteil betreten – jeweils mit einem Paar Skier in der Hand. Die weitere Handlung, ist nicht minder abgefahren – und auch Nightwishmastermind Tuomas Holopainen hat einen Auftritt. Überdies gibt es eine Dokumentation samt Bildergalerie zu dem Video, sowie einen Clip zu »Iankaikkinen«. (nat)



Siehe auch:
Nightwish

   

Murheen mailla 1996-2007
(3 CDs, 2007, Johanna Kustannus Oy MGMCD 2232)

Drei CDs, 47 Stücke, knapp 190 Minuten – und doch viel mehr als ein Best-Of: Kotiteollisuus haben zwar auch ihre Klassiker auf »MURHEEN MAILLA 1996-2007« gepackt, aber außerdem Single B-Seiten und EPs. So findet der Fan hier das Stück »+-0« ebenso wie »Minä Olen« von »HELVETISTÄ ITÄÄN« (2003), den »Tappava Pila Remix« des Songs »Valtakunta« ebenso wie den Klassiker »Rakastaa/Ei Rakasta« von »KUOLLEEN KUKAN NIMI« (2002).

Kunterbunt gemischt statt in chronologischer Reihefolge kracht die erste CD mit der 2003er Version von »Routa Ei Lopu« los, bietet überdies zwei Versionen von »Käärmeiden Historia« oder »Noitavasara« vom Debüt »HULLU UKKO JA KOTITEOLLISUUS«. Auf der Zweiten gibt’s den Industrial-angehauchten Opener »Jos Sanon« vom Viertling »TOMUSTA JA TUHKASTA« oder das »Routa Ei Lopu«-Original aus dem Jahre 1998. Der finale dritte Silberling startet mit einer Trilogie für Bass, Schlagzeug, Gitarre und Gesang »Poliisivaltio – Elämä - Kaljaa Kioskeihin« und endet passend mit »Viimeistä Päivää«. Ein absolutes Muss für Fans – oder solche die es werden wollen. (nat)

   

Iankaikkinen
(2006, Megamania MGMCD223)

»IANKAIKKINEN« heißt ewig – und genau so lange kam mir die Wartezeit auf das neuste Album der Heimarbeiter vor. »Rrrroarrr« röhrt Jouni Hynynen ins Mikro, der Bass pulsiert: unbeschreiblich, mit welcher Wucht die Musik des Trios zu Boden drückt. In tiefstmöglicher Tonlage grunzt der Fronter mit der Löwenmähne den Opener »Kivireki«.

Melodiebetonter, aber genau so gewaltig setzen die drei J's die folgenden Stücke in Szene. Abermals können sich Kotiteollisuus mit ihrem mittlerweile achten Werk steigern und liefern fette Ohrwürmer en masse, wie »Kaksin Käsin«. Nein, die Jungs werden niemals englisch singen, aber ihre Musik wirkt selbst – oder gerade – mit finnischen Worten. (nat)

   

7
(2005, Johanna Kustannus Oy MGMCD2205)

Ihren charakteristischen Melancholie-Metal-Mix zelebrieren Kotiteollisuus ebenfalls auf »7« (gesprochen: Seitsemän), dem siebten Studioalbum. Mit angezogener Handbremse schleppt sich die erste Single »Vieraan Sanomaa« unter massigem (Bass)Saitengewitter dahin.

Von ganz anderem Kaliber dagegen »Perkeleen Työtä«: Schlagzeuger Jari prügelt das »Teufelswerk« vor sich her, Janne lässt den Bass peitschengleich knallen, Jouni senkt seine Stimme tief hinab. Und düster klingen grundsätzlich alle Songs, sporadisch pointiert durch Tuomas Holopainens (Nightwish, Sethian, Silentivm, For My Pain) Griff in die Tasten. (nat)



Siehe auch:
Nightwish
Sethian
Silentivm
For My Pain

   

Helvetistä Itään
(2003, Megamania 1000 121912)

Ist ein männlicher Vorname mit »J« Aufnahmekriterium bei Kotiteollisuus – oder nur Zufall? Bassist Janne Hongisto, Schlagzeuger Jari Sinkkonen sowie Jouni Hynynen – Gitarrist, Sänger und Frontmann in Personalunion – inszenieren Metal mit anstachelnden Rhythmen plus dunklem, aber klarem Gesang. Die Heimarbeiter steigern sich von Album zu Album: Logischerweise gipfelt ihr musikalischer Werdegang im bislang letzten »HELVETISTÄ ITÄÄN« – aus der Hölle nach Osten.

Sowohl Titelsong als auch »Minä Olen« packen nicht nur Metalfreunde am Schopfe und lassen die Halswirbelsäule richtig krachen. Jouni und Janne, die sich die Zeit während ihrer Soli auf der Bühne schon mal grinsend mit einem – nicht gerade brüderlichen – Kuss vertreiben, können auch musikalisch anders: Sanftere Töne schlagen die harten Jungs aus Lappeenranta in »Tämän Taivaan Alla«, »Kaksonen« oder »Raudanlujat« (stahlhart!) an. Keinesfalls nur live ein Erlebnis. (nat)



Siehe auch:
Verschiedene: Suomirokkia 8

   

Kuolleen Kukan Nimi
(2002, Johanna Kustannus Oy 1000 121742)

Wieder eine Steigerung zum Vorgänger alias »TOMUSTA JA TUHKASTA«. Der Opener »Valtakunta« donnert eine Minute rein instrumental, dann erhebt Jouni seine Stimme. Perfekte Einstimmung auf die nachfolgenden Tracks: Da gibt's mit »Vuonna Yksi Ja Kaksi« voll auf die Zwölf. Dagegen erscheinen die nächsten Stücke inklusive »Rakastaa / Ei Rakasta« fast als Balladen.

Jeden, der sich jetzt schon bequem in den Sessel gekuschelt hat, stoßen Jouni, Jari und Janne spätestens mit »Jokin Ihmisessä« abermals in die Senkrechte. Dieser Metal-Dreier tritt wirklich in den ... Hintern. Wer bei dem Namen Kotiteollisuus nur mit den Achseln zuckt, hat was verpasst! (nat)

   

Tomusta Ja Tuhkasta
(2000, Megamania 1000 121552)

Härter, schneller, früher: Auf ihrer vierten Scheibe »TOMUSTA JA TUHKASTA« entsteht Kotiteollisuus Musik dem Titel nach »Aus Staub und Asche«. Dem Klang nach eher computerunterstützt: Ihre Stücke weisen einen hohen Industrial-Anteil auf; schon im Opener »Jos Sanon« ähneln sie ihren Landsmännern Ruoska.

Den etwas verwaschenen Klang kompensieren sie durch erhöhte Aggressivität und Geschwindigkeit. Von Schmuse-Songs keine Spur. Interessante Ausreißer: »Rautaportti« mit mönchsartigem Chorgesang oder »Ruumiinlaulaja«, in welchem Jouni wechselweise eindringlich flüstert und klar singt – bis die Totenglocken läuten. (nat)



Siehe auch:
Ruoska



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