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Alle Rezensionen zu Maria Kalaniemi
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Bellow Poetry
(2006, Intuition/Alive INT 3388 2)

Folgende Wette gilt: Man höre sich durch 10.000 unterschiedliche Akkordeon-Produktionen, und man wird Maria Kalaniemi in jedem Fall heraushören. Denn ihr Spiel ist einfach unverwechselbar köstlich, frei von jeglichem burschikosen Getöse und fern jeder ziehenden Saumseligkeit, die sonst den Ruf des Akkordeons so schädigt. Kurz: Sie ist die Königin dieses Instrumentes. Nun hat sie sich noch dazu einen Traum erfüllt und mit »BELLOW POETRY« ein reines Soloprojekt vorgelegt. Allein Gitarrist und Ehemann Olli Varis, der die Stücke abgemischt hat, ist auf zwei Stücken zu hören. Aber sonst eben Komposition, Arrangement, Spiel und auch Gesang: alles Maria Kalaniemi.

Es ist, als habe sie ihr Spiel noch einmal mehr destilliert und dank ihrer Rückgriffe auf die ehrwürdigen Runengesänge der Kalevala und finnischer Gipsyweisen unzweifelhaft ihre bisher beste Produktion abgeliefert. Was soll man empfehlen? »Niityt Ja Vainiot«, ein dahinschmelzendes Lied, bei dem das Herz stehen bleiben kann? Oder das dynamisch und euphorisch angelegte und noch lange nachhallende »Kevään Kurjet«? Ach, was für eine CD, mit der man das beginnende Jahr locker überstehen wird – egal was kommt. (frk)



Siehe auch:
Kalevala
Helsingin Kaksrivisnaiset
Troka
Accordion Tribe


Zum Artikel über Maria Kalaniemi

Maria Kalaniemi: Bellow Poetry

Offizielle Website

Die CD »Bellow Poetry« war »CD des Monats« im Monat 1 / 2006.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Nein und Ja, Frank! Ihre beste ist und bleibt »AHMA«, basta – meiner Meinung nach sogar eine der gelungensten CDs der Neunziger! Aber eine traumhaft gute CD ist diese trotzdem, und Maria Kalaniemi schafft Musik auf einem von ganz wenigen anderen erreichten Niveau. Kiitos, Maria!
Tim Jonathan Kleinecke

Wer hätte gedacht, dass ich das Akkordeon noch zu schätzen lerne. Mit großer Skepsis ging ich Unwissende an Maria Kalaniemi heran. Und darf ihr jetzt dafür danken, dass sich ein neuer Horizont eröffnet hat: Wunderbar wehmütige und verzaubernde Wintermelodien, so sanft und schillernd wie weißer Schnee.
Liska Cersowsky

Eine archaische Musik, die von weit her zu rufen scheint und doch jetzt und immerdar Gültigkeit haben wird. Eine oft melancholische und doch traumwandlerisch leichte Musik, die aus sich heraus leuchtet. Und grenzenlos frei – wie die Kraniche, die über den Himmel des CD-Covers ziehen. Essenziell und grandios.
Peter Bickel

So einfach kann das gehen: Eine Frau und ein Akkordeon, und eine ganze Welt sehnsuchtsvoller Melodien öffnet sich. So puristisch und klar wie eine weite Schneelandschaft und macht ganz wunderbar wehmütig ums Herz. Aus meiner ersten Bekanntschaft mit Frau Kalaniemi könnte sich eine dauerhafte Anhänglichkeit entwickeln, Frank!
Eva-Maria Vochazer

Offizielle Website      www.hoedown.com/artists/mariakalaniemi

   

Vilda Rosor
(2011, Skycap/Rough Trade CAL068)

Die allseits hochgelobte Maria Kalaniemi zeigt uns weiterhin, wie sich große musikalische Ausdruckskraft, instrumentale Virtuosität und umfassendes folkloristisches Verständnis anhören kann. Abermals mit Olli Varis an der Gitarre – inzwischen ist er jedoch ex-Ehemann – spielt sie etliche Traditionals, diesmal jedoch nicht – wie noch bei »BELLOW PEOTRY« – auf alten Runengesängen basierend, sondern beeinflusst von der Musik der Finnland-Schweden – einer Minderheit, die oft ausgegrenzt wird in Finnland und daher eine sehr individuelle kulturelle Sprache beibehalten hat.

Die Finnin, die bereits auf mehr als 100 Alben ihre Spuren hinterlassen hat, singt dem Thema gemäß also in schwedisch; die Songs swingen und müssten auch folkoristisch weniger Kundigen die Tränen der Ergriffenheit in die Augen treiben. So macht es sich zum Beispiel ausgezeichnet, wenn sich ein Banjo zu ihrem Akkordeon gesellt, oder wenn sie zwischen ihre feurigen Tanzlieder und herzzerreißend melancholischen Beiträge eine stille Liebesanbetung streut. Sie hält sich auf gewohnt hohem Niveau. (peb)

   

Tokyo Concert
(2004, Amigo/Bonnier AMCD 754)

Kalaniemi-Neulingen dem bietet diese Platte einen idealen Einstieg. Wem sie bereits bekannt ist, der wird sogleich zurückgeführt zu dem magischen Moment, als er das erste Mal ihr Akkordeonspiel hörte und die Brillanz ihres Ausdruckes nicht fassen konnte. Noch dazu sind der Pianist Timo Alakotila und der Gitarrist Olli Varis ideale Musiker, die sich ohne jeglichen Gesichtsverlust der Virtuosin unterordnen, so sie ein ideales Trio unter eben ihrem Namen bilden.

Und wer Konzertmitschnitte nicht mag: Keine Sorge – es gibt weder nerviges Geklatsche, noch lausige Akustik. Vielmehr sorgt die Live-Situation (alles aufgenommen an einem Abend) dafür, dass Maria gelegentlich das Tempo anzieht und überhaupt deftiger und forscher die Tasten drückt: Manches Stück, das man zu kennen glaubt, gewinnt so noch mehr an Gewicht. (frk)



Siehe auch:
Bazar Blå

   

Ahma
(1998, Intuition/SMD INT 3308 2)

Ein Meisterwerk! Das Konzept von »AHMA« basiert auf dem Vorgänger »IHO«, geht aber konsequent weiter: ein paar modern und frisch daherkommende Traditionals und viele Eigenkompositionen (auch von den Aldargaz-Mitgliedern), die jede stilistische Grenze sprengen: Die hochvirtuose und doch sensible Akkordeonistin und Komponistin scheint auf dem Zenit ihrer Karriere.

Fast ein wenig verloren sitzt Maria Kalaniemi auf dem Cover hinter ihrem Instrument, wofür es nun wahrlich keinen Grund gibt: Mit traumwandlerischer Leichtigkeit fliegen ihre Finger durch komplexe Stücke, kongenial begleitet von ihrer seit »IHO« unveränderten Band Aldargaz. Fast freie Passagen in »Namas« kontrastieren ein sich permanent steigerndes Titelstück mit toll gesetzten, jazzigen Bläsern; ein Tango hier und eine gute Portion Melancholie da erheben diese CD zu einer der besten Platten der Neunziger – nicht nur innerhalb der finnischen Folklore, sondern weltweit auch im Genre der modernen akustischen Musik. (tjk)

   

Iho
(1995, Olarin Musiikki OMCD 57)

Schon in den ersten paar Takten entpuppt sich die ganze Faszination des musikalischen Kosmos der Maria Kalaniemi: Sie schwelgt in opulenten Melodien voll schlichter Schönheit und verträumter Melancholie. Arrangiert hat die teils vertrackten Kompositionen der Mastermind Timo Alakotila (p, harmonium).

Dass Maria Kalaniemi eine begnadete Akkordeonistin ist, war schon zu Zeiten dieser Aufnahme bekannt – schließlich war auch sie Mitglied von Niekku, einer der ersten und wichtigsten der modernen Volksmusik-Bands. »IHO« ist die zweite Platte mit ihrer Band Aldargaz, zu der Hochkaräter wie Arto Järvelä (vi) sowie die Varis-Brüder Olli (g) und Tapani (b) gehören. Einer solchen Band gelingen mit federhafter Leichtigkeit auch virtuose Uptempo-Nummern. Schade nur, dass Petri Hakalas Mandoline ins fast Unhörbare gemischt wurde. (tjk)



Siehe auch:
Niekku



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