Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Hartes Land
(2004, Cyclone Empire CYC 001-2)

Timo Rautiainen & Trio Genickschuss liefern – nach »IN FROSTIGEN TÄLERN« anno 2001 – bereits das zweite deutsche Album ab. Die Stücke stammen von den finnischen Longplayern »RAJAPORTTI« und »KYLMÄ TILA«, die Texte handeln von Schmerz, Einsamkeit, Angst, Tod, von Krieg und Heimat – und wurden annähernd wörtlich übersetzt. Dieses Deutsch hat es wahrlich in sich; Kostprobe: »Liebes Kind, noch einmal ich, mach dein Haar zurecht ... helfe dir deinen Mantel auf, gegen kalten Wind«. Abgesehen von der possierlichen Aussprache ist auch die Satz-/Wortmelodie gewöhnungsbedürftig und verlockt zum Schmunzeln.

Die musikalische Untermalung passt zu den Düstertexten: Bleischwer, sehr träge, finster, intensiv dringt die Melodie in die Ohren, steht im Kontrast zu Timos eher hohen Stimme. Nightwishs Keyboarder Tuomas Holopainen oder Apocalypticas Cellist Eicca Toppinen (»Zeit der steigenden Säfte«, »Ihr braucht mich nicht«) verleihen einigen Songs die besondere Note. Und Finntroll-Sänger Tapio Wilska grunzt im Refrain von »Nyt on mies!« – kurioserweise die einzigen finnischen Überbleibsel. (nat)



Siehe auch:
Nightwish
Apocalyptica
Finntroll
Aku Ankkuli

 Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus: Hartes Land

Offizielle Website

Offizielle Website      www.trioniskalaukaus.net

   

Tilinteon Hetki
(2 CDs, 2004, Ranka Recordings ra112)

Das umfassendste Werk der theatralischen Dunkelmänner: Von 1996 bis 2004 reicht die Songpalette. Moment, mag manch ein Kenner einwerfen, diese Band hat das ehemalige Lyijykomppania-Mitglied Timo Rautiainen doch erst anno 1997 gegründet? Das stimmt, doch »TILINTEON HETKI« enthält neben dem Titeltrack aus dem Jahre 1997 beispielsweise die Demoversion von »Lopunaika«.

Fünfmal live und über zwanzigmal im Studio musiziert hier die melancholische Truppe, die sich laut Homepage »nicht für ihre klaren Worte entschuldigt und die Zugehörigkeit zur menschlichen Spezies als beschämend empfindet«. Dementsprechend drücken die Gitarren den Hörer zu Boden und pechschwarze Nebelschwaden wabern behäbig aus den Boxen ... welch ein »Koiranelämää« (Hundeleben). (nat)

   

Itku Pitkästä Ilosta
(2000, Ranka Recordings ra033)

Irgend jemand muss Timo Rautiainen den Auftrag erteilt haben: »Vertone das Wort Melancholie!« Tiefe Trauer durchdringt alle Stücke des zweiten Albums, trotz der drei Mann hohen, massiven Gitarrenwand. Der Sound den die Saitenmänner Petosalmi, Karrivämö und Rautiainen selbst erzeugen, bläst den stärksten Hörer um.

Über allem thront Timos verhältnismäßig hohe Stimme, mit einem anklagenden Unterton versehen. Wen wundert der Tonfall, scheint doch am Ende des denkwürdigen »Rajaton Rakkaus« (Grenzenlose Liebe) der Freitod an einer zu niedrigen Decke plus zu dickem Strick zu scheitern. Das ist doch wirklich zum Verzweifeln. (nat)



Siehe auch:
Ismo Alanko
Viikate

   

Lopunajan Merkit
(1999, Ranka Recordings ra019)

»Nordische Melodien hinter Gitarrenwänden« so lässt sich der Stil des Debüts beschreiben. Oder »finnischsprachiger Ethno Metal«. Die Texte auf »LOPUNAJAN MERKIT« (frei übersetzt: End-Zeichen) handeln von persönlichen Tragödien oder globalen Umweltkatastrophen: In der düsteren Zukunft gibt es keine Winter mehr in Finnland, die Sonne scheint immer, nur der hohe Norden ist noch kühl genug zum Leben – bis das Meer alles überflutet.

»Rekkamies« erzählt von einem geschiedenen Fernfahrer, der Atommüll transportiert und dem es das Gesetz verbietet, zu stoppen. Von Zeit zu Zeit erscheint es wirklich gesünder, die Texte nicht zu verstehen ... (nat)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel