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Wolfgang Meyering & Kerstin Blodig: Salz und Hering

Ein Interview von Peter Bickel

Die Initialzündung für diesen Artikel war wohl die CD »MALBROOK«, die mir Wolfgang Meyering irgendwann zuschickte. Folklore gab es dort zu hören, die sich ganz ähnlich wie Musik aus Schweden anhörte; einige schwedische Musiker waren ja schließlich auch beteiligt.

Nichtsdestotrotz stammten die Stücke überwiegend aus Meyerings norddeutscher Heimat, und sein Gesang war plattdeutsch. Auch ihm fiel – so las ich im Booklet – die musikalische Nähe der niederdeutschen zur schwedischen Musik erst auf, als er in Bohuslän an der schwedisch/norwegischen Grenze befreundete Musiker besuchte.

Wolfgang Meyerings Malbrook

Wolfgang Meyering, geboren in einem kleinen Kaff nahe der niederländischen Grenze und dann nach Ostfriesland gezogen, spielte und spielt u.a. in Gruppen wie Spillwark, JAMS, Trespann oder Schwartenhals. Für Volksmusik allgemein und die niederdeutsche im speziellen interessiert er sich aber nicht nur als Musiker; Wolfgang moderiert auch Sendungen für das Deutschlandradio.

Für die Aufnahmen seiner CD holte er sich neben seinen ständigen Begleitern – Merit Zloch an der böhmischen Hakenharfe sowie Ralf Gehler an der deutschen Schäferpfeife und der schwedischen Sackpfeife – auch noch die drei Musiker der Gruppe Hemållt aus Buohuslän ins Team – und Kerstin Blodig, die seit geraumer Zeit eine sehr interessante Synthese zwischen gälischer und norwegischer Folklore verfolgt. Bei einem gemeinsamen Konzert all dieser Musiker in Schwerin wollte ich es wissen: Woher kommen diese Gemeinsamkeiten von skandinavischer und niederdeutscher, bzw. keltischer Folklore? Wer wäre besser geeignet, diese Frage zu beantworten, als Wolfgang und Kerstin?

Rikssvenska und die Hanse

Wolfgang Meyerings Malbrook

Meer als »Autobahn der Leute«

Wolfgang, wie kamst Du auf die Idee, dieses plattdeutsche/schwedische Projekt Malbrook zu realisieren?

Der Auslöser war diese Reise nach Bohuslän. Ich hab’ mich immer schon für Sprachen interessiert, vor allem für das niederdeutsche. Ich spreche u.a. zwei verschiedene Plattdialekte. Irgendwann fiel mir auf, dass es vom niederdeutschen in der Grammatik extrem viele Verbindungen nach England gibt. Nach Niederlande sowieso; das ist so ähnlich, dass man kaum Schwierigkeiten mit dem Verständnis hat, wenn man es liest. Und dann eben auch Skandinavien!

Was sind das genau für Verbindungen?

Fachleute sagen, dass 30 – 50% von »Rikssvenska« Lehnworte aus dem niederdeutschen sind. Rikssvenska ist ja eine Sprache, die ein Stück weit »zusammengebaut« wurde, ähnlich wie im Norwegischen. Es gibt viele schwedische Dialekte, aber wenn man eine Nationalsprache haben will, muss man sich mit Worten verständigen, die jeder kennt – was zu rikssvenska führte.

Und vielleicht ist das der Grund für die vielen niederdeutschen Lehnworte: weil viele Handelsbegriffe aus der Hansezeit verwendet wurden. Als ich verstanden hatte, dass es diese Verbindung gibt, sah ich plötzlich die Worte ganz anders und entdeckte viele Begriffe, die genau das gleiche bedeuten wie bei uns.

Natürlich ist der Satzbau anders und die Grammatik, aber sehr viele Begriffe klingen fast identisch, vor allem Redewendungen. Und dann stellte ich fest, dass es auch viele ähnliche Melodien und Sujets gibt. Besonders bei Balladen. Ich habe einen Text bei Garmarna gefunden, der von einer dramatischen Geschichte handelt am Peenestrand in Vorpommern, was ja fast 200 Jahre schwedisch war. Vermutlich hat jemand diese Geschichte von dort mitgenommen und ins Schwedische übersetzt. Sicher auch wieder zurück; es war ja ein ständiges Hin und Her. Heute empfindet man das Meer als trennend, aber früher war es die »Autobahn der Leute«.

Wolfgang Meyerings Malbrook

Wolfgangs ständige musikalische Begleiter: Merit Zloch und Ralf Gehler

Speziell in Bohuslän, Skåne und Halland gibt es sehr viele Parallelen zu Norddeutschland, auch hinüber nach England übrigens. Man findet dort Polskas und norwegische Sachen, aber auch viele norddeutsche.

Besonders die Musik in Skåne hat mehr mit der Musik von Norddeutschland und Dänemark gemeinsam als etwa mit der Musik in Dalarna, das mehr in den Bergen zu Norwegen hin liegt und damit »weiter« weg von den Leuten in Schonen. Småland dagegen klingt wieder anders; da gibt es viele Mollmelodien.

Dorf und Familie

Da fällt mir ein anderes Beispiel einer interessanten Verbindung ein: Das Duo Haugard/Hoirop klingt, als ob sie irische Lieder spielen, dabei sind es dänische. Kennst Du sie, Wolfgang?

Ja, natürlich. Zunächst: Zwischen norddeutscher und dänischer Musik gibt es fast keine Unterschiede. Schweden war ja lange dänisch, und die Leute in Skåne sprechen immer noch recht sonderbar. Da Haugard/Hoirup auch selbst komponieren, übernehmen sie viele Einflüsse und verarbeiten sie. Und sie haben sich ganz klar beim Geigenspiel von der keltischen Musik inspirieren lassen.

Als Musiker überdenkt man die Art und Weise, wie man etwas interpretiert, immer wieder. Unsere Volksmusik kommt aus einem gemeinsamen Raum: Norddeutschland, Dänemark, Schweden und auch das ganze Baltikum übrigens. Aber jeder hat seine eigene Sprache entwickelt, diese Melodien zu interpretieren und hat daraus ganz originäre eigene Sachen gemacht – Musik findet nie im luftleeren Raum statt.

Kerstin Blodig

Geschichten erzählen ...

Ein Gedanke der nationalen Bewegung – »wir sind etwas ganz Besonders, und das zeigen wir Euch jetzt« – hat es ganz früher nie gegeben. Ich glaube, die Menschen vor 400 Jahren haben eher in der Kategorien »Dorf« und »Familie« gedacht. Sie haben sich zum Beispiel viel eher Dalarna zugehörig gefühlt als Schweden. Ich selbst sehe mich auch als jemand, der einer Region zugehörig ist.

Aber die geografische Nähe spielt schon eine Rolle für den »Verwandtschaftsgrad« von Musik, oder?

Sicherlich. So können wir zum Beispiel feststellen, dass die Musik in Skåne mehr mit der Musik von Norddeutschland und Dänemark Ähnlichkeiten hat als mit der Musik in Dalarna, das ja mehr in den Bergen hin zu Norwegen liegt. Gerade auch in Ostdeutschland gab es viele, die sich mit schwedischer Musik beschäftigt haben, denn Schweden waren ja Sozialisten; zwar auch kapitalistisch, aber sie zählten trotzdem ideologisch zu den »Guten«. Aber um es noch mal zu betonen: Ich mache keine skandinavische Musik! Allerdings ist sie durch Kollegen von Hemållt skandinavischer geworden.

Du und Kerstin habt mit Hemållt kürzlich diese konzeptionell interessante »Salt & Sill«-Tour gemacht. Erzähl etwas darüber ...

Die Hanse hat eine Menge Geld mit Heringen verdient, die mit Salz haltbar gemacht wurden. Man hat also Salz aus Lüneburg nach Skandinavien verschifft und die Heringe aus Bergen und anderen Küstenstädten damit eingepökelt. Dann wurden sie nach Skåne gebracht, wo sie verkauft und wieder nach Europa verschifft wurden. Aus den drei Regionen dieser alten Handelsroute haben wir Musik präsentiert.

Schottische Balladen

Kerstin Blodig

Kerstin Blodig

Kerstin, wieso beschäftigst Du Dich einerseits mit keltischer und andererseits mit norwegischer Volksmusik?

Ich habe früher sehr viel keltische Musik gemacht. Aber auch norwegische Musik lag mir nahe; die Familie meines Vaters mütterlicherseits kommt aus Østlandet. Bei norwegischer Musik dachte ich, das versteht ja kein Mensch. Aber wenn ich gälisch singe, versteht das ja auch keiner, also kann ich ebenso gut norwegisch singen. Mein kommendes Album wird übrigens norwegische Balladen enthalten und sehr puristisch sein.

Und siehst Du auch Verbindungen?

Kerstin Blodig

Balladen wie in Schottland

In Norwegen gibt es zwei verschiedene Tradition, traditionell zu singen. Die eine ist der ursprüngliche , unbegleitete Stil, oft auch in Naturtonleitern namens »kveding«, der sehr nach »Hardcore« klingt. Die andere – das, was ich mache – ist der »visesang« oder »Lied-Gesang«, gerne begleitet, das klassische »Geschichten erzählen«. Und ich verbinde das mit Gitarrenmusik.

Es gibt eine norwegische Balladentradition, die ganz ähnlich ist wie die keltische. Norwegen und Schottland sind beide Seefahrernationen gewesen. Da sind natürlich bestimmte Balladen und Tanzstücke hin- und hergewandert. Ich bin Gitarristin und Sängerin, da sind Balladen erstmal wichtiger als andere Stücke, und da gibt es für mich ein großes Feld zu entdecken. Viele Balladen sind fast identisch auf beiden Seiten. Auch die Sprache ist sehr verwandt zwischen schottischen und norwegischen Dialekten. Kind heißt auf schottisch z.B. »bairn«, auf norwegisch ist es »barn«.

Hast Du nicht auch Musik studiert in Bergen?

Ich habe hauptsächlich Nordistik studiert, also Literatur, Sprache. Skandinavisch verstehe ich sofort, isländisch verstehe ich leider nicht, und gälisch singe ich fließend.

Weitergabe des Feuers

Meinst Du, Wolfgang, dass sich diese Traditionen aus den einzelnen Ländern heute auch noch vermischen?

Man denkt heute immer, traditionelle Musik ist irgendwann entstanden, und dann hat sie sich nie verändert. Es gibt diesen schönen Spruch, ich glaube von Mahler: »Tradition ist nicht Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers«. Wenn man traditionelle Musik nur noch antiquarisch sieht, dann stirbt sie. Tradition ist wie Sprache; sie ist immer in Bewegung und nimmt immer neue Einflüsse auf, manchmal bewusst, manchmal unbewusst.

Kerstin Blodig

Und ich merke jetzt bei der Zusammenarbeit mit der schwedischen Gruppe Hemållt, wie sich Stücke, die ich im traditionellen Stil schreibe, verändern. Dieser Prozess hat immer stattgefunden, vor 500 Jahren ebenso wie heute! In der Hansezeit etwa sind Sänger rübergefahren und haben bei den Höfen ihre Lieder gesungen, die dortigen Lieder dafür »re-importiert«.

Ist nicht dieser Austausch nach dem Weltkrieg abgebrochen und erst während der letzten zehn Jahre wieder aufgenommen worden?

Nein, finde ich nicht. Es ging schon los in den Siebziger Jahren mit dem Folk-Revival. Wesentlich beeinflusst in dieser Zeit haben mich die niederländische Gruppe Wolverlei, Moin aus Norddeutschland und Folk Og Rackere, damals DIE Vorzeige-Folkband aus Skandinavien, weil zwei Leute aus Norwegen waren und zwei aus Schweden. Wolverlei und Folk Og Rackere zum Beispiel haben viel zusammen gespielt und sich gegenseitig beeinflusst. Auch Moin haben damals gesagt, dass etliche ihrer Lieder tanzbarer klingen, wenn man so wie in Skandinavien spielt.

Das Folk-Revival in den sechziger Jahren ist in Schweden ganz anders verlaufen als in Deutschland. Schweden ist uns auch um Lichtjahre voraus, was die Unterstützung der Musiker betrifft. Schweden ist einer der größten Musikexporteure Europas; Deutschland ist einer der größten Musikimporteure Europas, wenn nicht der größte. Das hat auch der traditionellen Szene Schwedens zumindest in den Achtzigern und Neunzigern immense Vorteile verschafft, in jeder Hinsicht.

Hemållt

Schwedische Gemütlichkeit – die Gruppe Hemållt: Christer Ådin (Mandola, Mandoline, Akkordeon),
Mia Gunberg-Ådin (Violine, Nyckelharpa, Gesang), Anders Ådin (Gitarre, Drehleier, Gesang

Worauf achtest Du selbst, wenn Du ein Stück interpretierst? Wann denkst Du: »Jetzt klingt es richtig«. Wenn es nah am Original ist?

Mir geht es bei Folklore nicht um Authentizität, sondern um den Prozess. Was ist schon authentisch? Jeder Musiker, der etwas spielt und etwas auf sich hält, wird immer seinen persönlichen Stil entwickeln. Aber auch Stile zu brechen und Einflüsse aufzunehmen, ist wichtig. Einen Folkmusiker interessiert Authentizität nicht.

Wolfgang Meyering

Folk soll nicht »schön« sein

Für mich ist Musik das, was man tut, mit anderen zusammen. Musiker aus unterschiedlichen Kulturkreisen haben natürlich manchmal Probleme, zusammen zu spielen, weil sie sich nicht verstehen. Aber es gibt auch Situationen, wo man sich seelenverwandt fühlt; wo man fühlt: Das ist wie bei uns zuhause, zwar anders, aber doch vertraut.

Theoretisieren – wie etwa bei der Klassik – ist bei Volksmusik ganz verkehrt. Wenn ich wissen will, ob ein Stück gut ist für mich selbst, dann ist der kalte Schauer auf dem Rücken das beste Signal. Wenn ich ein Stück spiele – richtig spiele – und dabei diesen Schauer spüre, dann ist das für mich ein Hinweis dafür, dass es den Zuhörern vermutlich auch so geht.

Also gibt es schon allein vom Ansatz her große Unterschiede zwischen Klassik und Volksmusik?

Absolut! Der Unterschied zu klassischer Musik ist die Attitüde. In der Klassik ist ein ganz bestimmter Ton gefordert, eine bestimmte Artikulation. Der Folk soll aber nicht »schön« sein – eine gewisse »Rauheit« gehört zur Tanzmusik dazu, und das ist nicht einfach.

Das Problem ist ja immer: Man hat Manuskripte und die Noten. Aber es gibt bei traditioneller Volksmusik immer die ganzen Verzierungen und die »Art«, zu spielen, die nicht überliefert ist. Und es gibt auch kaum Feldaufnahmen. Noch dazu verwenden manche Musiker auch keine temperierten Skalen. Das ist meiner Meinung nach auch das Dilemma der deutschen Volksmusik: dass viele diese Melodien spielen, aber nicht wissen, wie man sie verziert.

»Weil es keine lebende Tradition gibt«, wirft Ralf, der Dudelsack-Spieler, ein.

Nein, nicht mehr. Man muss sie wieder entwickeln. Aber das war in Schweden auch nicht anders. Die Traditionen waren zu einem guten Teil verschüttet. Die schwedischen Musiker haben angefangen, das zu revitalisieren, haben traditionelle Instrumente nachgebaut, nach alten Aufnahmen gewühlt und sich gefragt: »Wen gibt's noch, der das spielt?«

Was weiß der normale Schwede über schwedische Volksmusik? Sehr wenig. Wir spielten mal in Greifswald, und es war auch eine schwedische Steeldrum-Band da. Sie fragten Ralf, was er denn da spiele. Ralf sagte: »Das ist ein schwedischer Dudelsack.« Die Band: »Wie? Schwedischer Dudelsack? Die gibt’s doch nur in Schottland.«
Sie kannten keinen schwedischen Dudelsack.


Wolfgang Meyerings Malbrook

Live in Flensburg, von links: Ralf Gehler (Sackpfeife) Christer Ådin (Mandola), Rainer Prüss (Ex-Liederjan, Mandoline), Wolfgang Meyering (Mandola), Merit Zloch (Harfe), Anders Ådin (Drehleier)


Emder Local Hero
Eine Biografie

Wolfgang Meyering wurde in einem kleinen Ort nahe der deutsch-holländischen Grenze geboren. Aufgewachsen ist er mit zwei Sprachen: Hochdeutsch und Plattdeutsch, die bei ihm in der Region – zumindest unter Freunden und Verwandten – noch immer sehr lebendig ist: »Als ich auf der Hochzeit meiner Schwester war (sie hat einen Bauern geheiratet), wurde nahezu nur Plattdeutsch geredet«, erzählt Wolfgang.

Polkaholix

Würde man diesen Burschen über den Weg trauen? Wolfgang
(mit offenem Mund) bei Polkaholix

Später ist er nach Emden in Ostfriesland gezogen und hat dort mit seinem Bruder und anderen Musikern vor mehr als 20 Jahren die Gruppe Spillwark gegründet, die es immer noch gibt. Sie spielt in erster Linie Folkmusik mit plattdeutschen Texten aus Ostfriesland und ist mittlerweile so etwas wie ein »Local Hero« in Emden. Wenn Spillwark alle zwei Jahre – meist vor Weihnachten – einige Konzerte in Emden geben, kommen mehr als 2.000 Besucher: beachtlich für eine Stadt mit nur 50.000 Einwohnern.

Meyerings größte Einflüsse waren anfangs Bands wie Moin (aus Nordeutschland), Wolverlei (aus den Niederlanden) und Folk og Rackere (aus Schweden). Er hat musikalisch viele unterschiedliche Sachen gemacht von Deutsch-Folk über Celtic-Folk, Bluegrass und String-Swing bis hin zu Bordun-Musik. Der rote Faden in seiner Musikerlaufbahn ist und bleibt aber die Musik seiner norddeutschen Heimat.

Er spielte und spielt in diversen Gruppe wie JAMS (Berlin), Polkaholix (Berlin), Veranda (Berlin), Spillwark (Emden), Malbrook (Norddeutschland/Schweden), Düwelskermes (Osnabrück), Trespann (Berlin/Schwerin), Hemållt (Schweden), Prüss, Meyering, Leiß & Schmedecke (Osnabrück, Steinfurt, Flensburg) oder Schwartenhals (Norddeutschland). Außerdem hat er Theatermusik und andere Projekte gemacht.

Wolfgang Meyering & Kerstin Blodig

Wolfgang und Kerstin live in Bugewitz

Wolfgang Meyering stand auf der Bühne mit Musikern und Gruppen wie Liederjan, Hans Dieter Hüsch oder Gerhard Gundermann und Seilschaft. Seit 1995 ist er Produzent und Organisator des »Magie Projekts« beim »Tanz- & Folkfests Rudolstadt«, wo sich jedes Jahr Musiker der gleichen oder ähnlichen Instrumente aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen treffen, um gemeinsam zu proben und zu spielen.

Diese Projekte – so sagt er selbst – waren eine große Inspiration für seine Arbeit als Musiker: »Meine musikalischen Interessen haben keine wirklichen Grenzen; mich interessiert jede Art von Musik – Hauptsache, sie hat mir etwas zu sagen. Außerdem interessiere ich mich sehr für Sprachen und deren Verwandtschaften (vor allem Niederdeutsch und die anderen nordeuropäischen Sprachen). Ich lerne gerade Schwedisch und spreche zwei verschiedene plattdeutsche Dialekte, außerdem Niederländisch, Englisch und natürlich Deutsch. Irgendwann würde ich gerne noch mal Saterfriesisch lernen, den einzigen ostriesischen Dialekt, der sich in Nordwestdeutschland noch erhalten hat.«

© 2004 Peter Bickel
Foto-Credits: Meyering, Nils Koppaetzky (SW-Foto), Piérre Duparfait (Fotos von Kerstin Blodig)


Discografie

Wolfgang Meyering

Wolfgang Meyering

2004 Malbrook
Wolfgang Meyering mit PolkaHolix
2003 Denkste

Kerstin Blodig

Kerstin Blodig solo

2005 Trollsang
2002 Valivann
Kerstin Blodig mit Kelpie
2002 Kelpie (mit Ian Melrose)
Kerstin Blodig mit Touchwood
1997 Passion Play
Kerstin Blodig mit Talking Water
2000 Western Winds On Celtic Hores
Kerstin Blodig mit Norland Wind
2004 From Shore To Shore
2000 Atlantic Driftwood
1997 December Journey
1994 Norland Wind


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