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Buchrezension:    

M.A. Numminen: Der Weihnachtsmann schlägt zurück

»Der Weihnachtsmann heißt mit seinem korrekt aus dem Finnischen übersetzten Namen Jul Bock«, beginnt M. A. Numminen seine Weihnachtsgeschichte. Bock hat eine ausgeprägte Vorliebe für seinen selbstgebrauten Fusel namens »Kilju«, welchen er kräftig bechert, bevor er sich aufmacht, um Adam und Eva samt deren Zwillingssöhne Kain und Abel am Weihnachtsabend in Göttingen heimzusuchen.

Augenzwinkernd rechnet Numminen mit den wilden 68ern und ihren kläglichen Überresten ab, lässt seinen Jul Bock im »biedermeiermöblierten Haus« die »links- und rechtsgerichteten Kinder unparteiisch« beglücken – natürlich erst, nachdem ihn eine geheimnisvollen Pille abrupt ernüchtert hat.

Auf seiner Reise mit dem Rentierschlitten, selbstverständlich ausgestattet mit modernster Technik, philosophiert Bock über Physik, Sprachwissenschaft, Globalisierung, vergisst darüber jedoch nicht die Freudenhäuser ebenfalls zu beschenken.

Derweil treffen die Eheleute die letzten Vorkehrungen für die Ankunft des Weihnachtsmanns ... leider übersehen sie dabei, die kitschigen Keramikzwerge im Vorgarten, die diesen aufs Höchste ergrimmen. Er beschließt, der Familie ein unvergessliches Weihnachtsfest zu bereiten.

Was nun passiert, schildert Numminen in Drehbuchmanier, eingefangen von Innen- und Außenkamera. Unglaubliche Szenen, die ich hier nicht verraten will, spielen sich im Hause des ehemaligen Revoluzzers Adam ab ... bevor sich Jul Bock frohgemut auf die Weiterreise Richtung Kassel / Frankfurt begibt.

Leseprobe:
»Der Weihnachtsmann fährt im Rentierschlitten vor, hängt seinen silbernen Spiegel an die Garagentür, kämmt seinen Bart und reibt sich das Gesicht mit frischem Moschus ein. Die Wichtelmännchen begleiten das Geschehen unter rhythmischer Absingung des Popsongs »Lady Shaver«. Das Männchen am Mixer steuert die Stimmen so, dass im Ergebnis zeitweilig »Jingle Bells« (peppige Version) erklingt, zeitweilig das Heavy-Metal-Stück »Dynamite Calling«. Das Ganze hört sich für menschliche Ohren an wie ein Engelchor.

Im Innern des Hauses aufgeregte Spannung. Jeden Augenblick kann der ersehnte Gast eintreten. Der dichtgewachsene Tannenbaum ist mit echten Stearinkerzen bestückt, die schummeriges Licht verbreiten. Die Kinder haben ihre funkelnden Augen auf die Tür gerichtet. Es klopft. Vater Adam: »Herein!« …«
(nat)





M.A. Numminen:
Der Weihnachtsmann schlägt zurück


Aus dem Finnischen von Eike Fuhrmann, vergriffen;
Haffmanns,
Zürich 2002,
45 Seiten,
ca. 10.- Euro


Siehe auch:
CDs von M.A Numminen



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