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Lange Rezensionen 1 - 10 von 62 im Genre »Beats« und Land »Finnland« (insgesamt 97)

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Nuspirit Helsinki: Nuspirit Helsinki
( 2002, Guidance Recordings /EfA 55607-2 )

Das ist doch New York! Vielleicht auch Detroit, sicher London, vielleicht noch Berlin. Aber niemals Helsinki. Diesen Mix aus treibendem Nu Jazz, soulig-stoischen Grooves und verstreuten Latin-Zitaten – spielt man den neuerdings dort? Fakt ist: Tuomos Kallio, DJ Ender und der Keyborder Kasio (auch aktiv bei Giant Robot) vom DJ-Projekt Nuspirit Helsinki scharten Helsinkis beste Musiker um sich, als sie nach einer langen Reihe von Live-Auftritten endlich ein örtliches Studio betraten.

Heraus kam ein Meisterwerk an der Schnittstelle von Dance und Jazz: Mal wippt man beherrscht mit der Schuhspitze, dann schüttelt man energisch das Haupt. Und doch herrscht trotz aller flackernden Beats und den virtuos eingestreuten Bläsersequenzen am Ende eine angenehme Kühle, die nie zu manirierter Coolness gerinnt. Sehr schön, sehr anregend, sehr smooth. (frk)



Siehe auch:
Verschiedene: Nordic Lounge
Plej

Butti 49

Giant Robot


 Nuspirit Helsinki: Nuspirit Helsinki

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Aavikko: History Of Muysic – Selected Non-Album Material 1985 – 2003
( 2004, 9PM /Indigo Muysic-03 )

Mehrere Flaschen Wodka, ein Schlagzeug, ein Bass, eine Elektro-Orgel und gesundes finnisches Selbstbewusstsein mögen der Ursprung des Disco-Surf-Party-Sounds Aavikkos sein. Die gewöhnungsbedürftige, instrumentale Ausnahmekapelle – aka die »Boys From Siilinjärvi« – überbrückt die Wartezeit auf ein neues Werk mit dieser Retrospektive auf ihre ganz persönlich »Muysik«-Geschichte: Zwischen trashigen Casio-Krachern der Frühgeschichte anno 1995 bis zu solideren Fabrikationen der Neuzeit (bis 2003) piepen, tröten und quaken schräge, psychedelische Töne aus allerlei technischen Gerätschaften.

Beschränkt sich der »Hamburger Ost-Hafen Seemannschor« in zwei Tracks noch auf »lalala«, so flattern bei »Eye Of The Leopard« die Ohren: Der afghanische(!) Schlagerstar Kabar ergreift in Las Vegas das Mikro und singt die Wüstensöhne in Grund und Tanzboden ... wenn das kein Zündstoff für eine gelungene Party garantiert, was dann? (nat)



Mehr CDs von Aavikko



Siehe auch:
Desert Planet
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 4


 Aavikko: History Of Muysic – Selected Non-Album Material 1985 – 2003

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Alimo & Control: Biitit Ja Tyylit FM
( 2001, Tunne Recordings /BMG 74321.90449.2 )

Alimo & Control nennen ihre Musik selbst »Beats'n'Styles«. Was liegt also näher, als ihr Debüt ebenso zu titulieren? Allerdings in ihrer Muttersprache – und nicht unbegründet: Die beiden jungen Finnen bringen progressive Drum'n'Bass-Klänge mit finnischen Vocals zusammen. Das mutet seltsam an, hat ihnen aber gerade deshalb zu großem Ruhm im Tausend-Seen-Land verholfen – oder war's etwa die eigene Fernsehshow, mit Augenmerk auf Underground-Musik, Clubkultur und Lifestyle?

Auf »BIITIT JA TYYLIT FM« wechseln reine, klare Frauenstimmen wie die von Mia Vänska in »Kuuma« mit nasalen, eher an afrikanisch-karibisches Englisch erinnernden Gesang. Mal klingelt ein synthetischer Xylophon-Tupfer hier, ein paar Dschungeltrommeln pochen dort, wunderbar unterhaltend und atmosphärisch. Einfach entspannt anhören – oder auf der Tanzfläche Schweißtropfen vergießen, denn für dieses Album gilt wirklich »Piru On Irti« (der Teufel ist los). (nat)



Siehe auch:
Beats & Styles

 Alimo & Control: Biitit Ja Tyylit FM

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Asa: Loppuasukas
( 2008, Roihis Musika RMCD001 )

»LOPPUASUKAS« ist das vierte Album des finnischen Rappers Asa – für das er 2008 die Emma in der Kategorie »HipHop/Dance/R&B-Album des Jahres« einheimste. Für den 49-Minüter holte er sich allerdings jede Menge Mitstreiter an Bord, die nicht nur mit am Mikro stehen, sondern neben Bass oder Schlagzeug diverse Blasinstrumente wie Trompete, Posaune oder Klarinette spielen. Gitarre findet der Hörer hier nur selten, stattdessen geben Bouzouki, Geige oder Akkordeon den Ton an, gelegentlich ergänzt durch Perkussion, Sousaphon, Flöte oder Melodika.

Der Musiker aus Helsinki widmete mit »Kanttarilla Kantarelli« sogar dem Wasserturm von Roihuvuori (Stadtteil Helsinkis) ein Lied – wenn man dem entsprechenden Foto auf der MySpace-Seite Asa Glauben schenken darf. Eine absolute Bläserhymne schafft er mit dem fast fünfminütigen »Persepolis«, orientalisch mit einer Flamenco-Nuance geht's in »Leipä Lukkojen Takana« zu und über dem Titeltrack weht gar ein Hauch Gipsy-Geist. Ein absolut kreatives Album, das nicht nur Genrefreunde in seinen Bann zieht, die Emma war mehr als verdient. Wer ganz andere Rap-Erfahrungen sammeln möchte, sollte unbedingt »LOPPUASUKAS« hören. (nat)

 Asa: Loppuasukas

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Beati Mortui: Let The Funeral Begin
( 2010, Danse Macabre /Alive BMCD03 )

Geisterbahnfahrt deluxe für die stilbewusste Gotik-Jugend. Erschaudern? Nichts da. Kaum dass sich die gepiercten Augenbrauen heben. Beati Mortui setzen auf ihrem zweiten Album »LET THE FUNERAL BEGIN« unter heftigstem Synthie-Einsatz auf die von Generationen schick-lebensmüder Nachtschattengewächse gepflegte Kunst der Nekrophilie mit definitivem Glam-Einschlag. Siedeln sich in den Düsterlanden zwischen Electro, Industrial und Neo-Sakralem an. Und eröffnen genau dort einen Club. L'Âme Immortelle lassen grüßen. Elegante Todessehnsucht allenthalben.

Keine Frage: Beati Mortui haben in schwarzen Kreisen beim Establishment gepunktet: Bruno Kramm von DAS ICH und andere Referenzgrößen mischen beim Zweitling der Vier aus Helsinki mit. Beati Mortui vergnügen sich mit allerlei Verzerreffekten. Sängerin Maria gibt die hochgeschnürte Latex-Domina mit hysterisch-hypnotischer Stimmgewalt. Letztlich klingen die Finnen sehr mainstreamig-poppig. Das auf 666 Exemplare limitierte Digipack bietet als Bonbon eine Bonus-CD mit Remixen aller elf Songs. Hier sind Bands wie Eisenfunk oder Centhron aktiv. Das ganze Melodrama-Gruselsüppchen, erneut aufgekocht, produziert dann deutliche Überfütterungseffekte. (emv)



Mehr CDs von Beati Mortui

 Beati Mortui: Let The Funeral Begin

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Beats & Styles: This Is ... Beats And Styles
( 2004, Epic /Sony Music 513920-9 )

Das DJ/Produzenten-Duo Alimo & Control gründete 2002 sein eigenes Label und veröffentlichte mehrere Club-12"es, die durch große Stilvielfalt beeindrucken – auch dank der Zusammenarbeit mit skandinavischen, britischen, amerikanischen MCs. Man nehme ein bisschen R'n'B, vermische es mit Disco-Funk und würze es mit einer Prise Drum'n'Bass & Breakbeat, garniere das Ganze mit einem Schuss Latin-Groove und Dancehall. Fertig ist, was die beiden jungen Finnen »Beats And Styles« nennen.

Als Paradebeispiel sei die erste Singleauskopplung »Dynamite« genannt: Auch wenn der Refrain irgendwie an »Ha Ha Ha Staying Alive« erinnert, drückt Gast-MC B.O. Dubb (eine Hälfte der Bomfunk MCs) dem »Rock Meets Dancehall Meets HipHop Meets Disco«-Track seinen Stempel auf und schubst ihn in direkt Richtung Ohrwurm. Weiterer Anspieltipp: »Fifth Element Of HipHop«, feiner Elektro-Sound im 70er Jahre-Gewand. (nat)



Siehe auch:
Alimo & Control
Bomfunk MCs


 Beats & Styles: This Is ... Beats And Styles

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Black Audio: Iron Rhino
( 2006, If Society IF-34 )

So viele Wege. So viele interessante Abzweigungen. Auf der sicheren Hauptstraße zu bleiben ist langweilig. Haben sich die vier Jungs von Black Audio gedacht, als sie feststellten, dass sie Blues, Pop, Prog, Soul, Triphop, Trance und was auch immer aus der unerschöpflichen Kruschelkiste der Populärmusik hüpft mindestens genauso lieben wie intelligente Electronics. Das Ergebnis heißt »IRON RHINO« und entzieht sich jeder einfachen Definition und macht gerade durch das Unterlaufen von Erwartungen einen Riesenspass. Es ist leicht, es ist elegant, es ist cool, es ist lärmig, es ist skurril und es ist extrem tanzbar. Black Audio laden ein, mit ins Boot zu springen und sich dem Fluss anzuvertrauen und großäugig zu schauen, was nach der nächsten Biegung kommt.

Als Extra haben sich Black Audio den talentierten Pop-Nerd Janne Laurila als Sänger für den Song »New Ghosts« mit an Bord geholt – die Helsinki-Szene hat Züge eines Dorfes. Laurila, ein echtes Spielkind, passt sich wunderbar der unorthodoxen Kreativität der Band an. »IRON RHINO« ist eines der Alben, das man ein Dutzend Mal hören kann, und immer wieder neue Facetten entdeckt. Ziemlich prickelnd. (emv)



Mehr CDs von Black Audio



Siehe auch:
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 4

 Black Audio: Iron Rhino

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Bomfunk MCs: In Stereo
( 1999, Epic /Sony Music 494309.2 )

Selbst wer HipHop immer gehasst hat, wird diese Band lieben! »IN STEREO« von den finnischen Hip-Hop Pionieren Bomfunk MCs groovt, und manchmal rockt und swingt es sogar - bis hin zu den Grenzen von Funk und Jazz. Die Musik ist so vielschichtig wie die Bandmitglieder selbst, als da wären: Mastermind B.O.W. (Sohn eines jamaikanischen Vaters und einer finnischen Mutter), DJ Gismo (aus der Turkuer Clubszene nicht mehr wegzudenken) sowie A.T. (Drums) und Mr. Villy (Bass/Keyboard).

Neben der Single »Freestyler« verwöhnen vor allem die Songs »Rocking, Just To Make Ya Move« und »Sky's The Limit« mit absolutem Ohrwurm-Charakter. Als besonderer Leckerbissen präsentiert sich »Spoken Words«, das sich am besten mit »sphärischer Dark Poetry« umschreiben lässt. Höhepunkt bei Bomfunk MCs live on stage: B-Boys und B-Girls, die Breakdance vom Feinsten bieten. (nat)



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Siehe auch:
Beats & Styles
Verschiedene: Hyvää Ja Kaunista – Radiomafia-live Vol. I


 Bomfunk MCs: In Stereo

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Ceebrolistics: 0
( EP, 2001, EMI 724387900523 )

Warum sollen wir als finnische Hip Hopper so klingen wie die in den Staaten? Warum sollen wir nicht in unserer Muttersprache singen, ohne peinlich zu sein? Warum sollen wir uns nicht Input aus völlig entfernten Ecken holen? Und überhaupt: Warum sollen wir uns in eine Schublade stecken lassen? Dies könnten einige der Hintergedanken gewesen sein, als das Trio Ceebrolistics seine erste EP »0« aufnahm: eine anregende, unorthodoxe, sehr tanzbare Melange aus disparaten Elementen. Sanft blubbernde Electronics, kontrastiert mit Abstechern in den Orient, gehen auf Schnupperkurs mit Jazzigem, kokettieren mit sich endlos hinstreckenden Ambient-Soundlandschaften.

Wer jetzt glaubt, die Ceebrolistics seien superbrave Jungs, die man zum Spielen in die liebe Ecke der Sprechgesang-Abteilung geschickt hat, der irrt. Die drei verfügen über jede Menge anarchischer Energie und frischen jugendlichen Zorn. Sind entspannt, souverän und neugierig. Wechseln ohne Mühe vom hippen Detroit-Englisch in das vokalreiche Finnisch. Diese Jungspunde gehören nicht in den Streichelzoo. (emv)

 Ceebrolistics: 0

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Cola & Jimmu: Enigmatic
( 2013, Herakles Records HRKL-001CD )

Kinder, wie die Zeit vergeht! Das dachten sich wohl auch Lassi »Jimmu« Lehto und seine Gemahlin Nicole »Cola« Willis. Die halbe (Dancefloor-)Welt fährt derzeit auf House und artverwandte Disco-Styles der früheren Neunziger ab (Juan Atkins, Moritz von Oswald oder die Pet Shop Boys lassen grüßen), also dachten sich die beiden offenbar: »Lassen wir uns auch mal nicht lumpen und zeigen denen, dass wir's noch drauf haben.« Schließlich konnte man im Dschungel der zahlreichen Stilmixe und extravaganten Cross-Overs im Schaffen Jimi Tenors der letzten fünfzehn Jahre gut übersehen und vergessen, dass er einst mit Club-Hits seinen Namen gemacht hat.

Die ersten Techno- und House-Stars sind mittlerweile allesamt schon fünfzig oder älter (wie ironisch mutet es da heute an, dass man die Mick Jagger und Kollegen bereits mit Anfang 30 als Rock-Opis bezeichnete) und auch Tenor/Lehto steht kurz dem 50. Geburtstag. Angesichts dieser sommerlichen Disco-Mucke würde man das allerdings nicht vermuten. Das Saxofon in »So Refined« könnte direkt von Jimis früheren Alben kommen, wogegen die Flöte eher an seine afrikanisch beeinflussten Platten erinnert: es entsteht fast der Eindruck, es handle sich hierbei um ein Re-Release zwanzig Jahre alter Hitsingles, so täuschend echt ist die Mimikry, die »ENIGMATIC« mit auf den Dancefloor zielenden Oldschool-Beats und den souligen House-Vocals von Nicole Willis abfeiert. Klasse Scheibe fürs 20-jährige Abitreffen. (ijb)



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Siehe auch:
Jimi Tenor
Nicole Willis


 Cola & Jimmu: Enigmatic

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