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Lange Rezensionen 1 - 5 von 5 im Genre »Folk« und Land »Färöer« (insgesamt 8)

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Pierre Dørge & Irene Becker & Morten Carlsen: The Skagen Concert
( 2008, Tutl HJF 186 )

Kaum sind fünf Minuten vorbei, denkt man: Ui, eigentlich könnte ja mal was passieren, das Intro ist aber ganz schön lang! Man hört etwas genauer und merkt: Bass und Schlagzeug auch weiterhin Fehlanzeige. Gitarre, Sopransaxophon und Piano umspielen sich völlig ohne Druck, ganz und gar stressfrei.

Der Weg ist das Ziel bei Pierre Dørge, lange schon einer der führenden Gitarristen und Köpfe der dänischen Szene. Aus seinem New Jungle Orchestra hat er Irene Becker mitgebracht, Meisterin diverser Tasteninstrumente; das Saxophon gehört Morten Carlsen. Knackige Grooves und Mitsing-Melodien findet man nicht, eher beiläufig wird hier musiziert. Das hat sicherlich Qualität, einmal wird sehr schön »Take Five« in 6/8 zitiert, zwischendrin gewinnt das Trio sogar an Fahrt, aber auf Dauer ist das doch ganz gemütlich. Der Weg ist das Ziel. (tjk)



Siehe auch:
Dørge / Westergaard / Sorey
New Jungle Orchestra

Polar Jungle Orchestra


Pierre Dørge: The Skagen Concert

Offizielle Website

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Enekk: Fýra Nætur Fyri Jól
( 1997, Tutl SHD 27 )

An Enekk ist sehr viel ungewöhnlich: Die Band kommt von den Färöern. Sie spielt traditionelle färingische Musik. Mit akustischen und elektrischen Instrumenten. Mit viel Jazz. Dazu haben sie zwei Gäste aus Bulgarien.

Kári Sverrisson (voc, g) und Óli Olsen (p, voc) sind die treibenden Kräfte von Enekk, dazu kommen Agnar Lamhauge (b), Eyðun Lamhauge (harm), Justin Philbrow (g) und Valeri Dimchev (tamboura) und Dragomir Dimov (perc, voc). »FÝRA NÆTUR FYRI JÓL« ist schon ihre dritte Veröffentlichung. Ihr Ansatz ist sehr spannend, wie sie alte Melodien mit jazzigen Improvisationen und einem sehr bunten Instrumentarium zu neuem Leben erwecken, darin bulgarische Vokalisen und Harmonien verweben, hat nicht nur auf den Färöern einen Sonderstatus. Besonders faszinierend »Maður Stóð Við Stovuvegg« mit einem sehr schönen Fretless Bass-Solo. Allerdings ergehen sich Enekk auch öfters in verschwurbelten Jams, die den Spannungsbogen doch ziemlich durchhängen lassen. Trotzdem: sehr interessant! (tjk)



Siehe auch:
Yggdrasil
Kristian Blak & Yggdrasil


 Enekk: Fýra Nætur Fyri Jól

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Færd & Jullie Hjetland, Irene Becker, Piere Dørge: Kryss
( 2008, Tutl SHD86 )

»KRYSS« stammt von dem auf den Faröern teilzeit-beheimateten Trio »FÆRD«, bestehend aus den Dänen Peter Uhrbrand (Violine, Viola) und Eskil Romme (Sopransax, Akkordeon) sowie dem schwedischen Bouzouki-Meister Jens Ulvsand – ein Trio, dass heimatliche Folklore gern mit Elementen aus aller Herren Länder verwebt.

Sehr gern jedoch verstärkt sich das Trio zum Sextett: Der dänische World-Jazz-Pionier Pierre Dørge bringt flinke Gitarrensoli ein und aus seinem New Jungle Orchestra die Keyboarderin Irene Becker, die sich aber auffallend zurücknimmt. Die Musiker verknüpfen Nordeuropa mit dem vorderen Orient (Kurdistan), gestatten sich auch hier und da weitere improvisatorische Reisen – dass sie dennoch nicht davon fliegen, haben sie einer jungen Sängerin zu verdanken, die zwar auch ihre variable und ausdrucksvolle Stimme instrumental einsetzt, aber mit konkreten Melodien und Texten die Kollegen immer wieder zurück holt. Jullie Hjetland bekam dann auch für ihr Mitwirken an diesem Album einen Danish Music Award. Den hat sie auch verdient, und nicht nur sie, die ganze Band. (tjk)



Siehe auch:
Færd

 Færd: Kryss

Offizielle Website

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Kvonn: Hvonn
( 2007, Tutl SHD 77 )

Die Färöer Inseln waren und sind Durchzugsgebiet verschiedener Musikströmungen. Das Folk-Projekt Kvonn ist genau diesem Tatbestand verpflichtet, und so sind auf ihrem Debütalbum heimische Songs der Ost- wie der Westinseln ebenso vertreten wie dänische Traditionals, Walzer und Tänze von den Shetland und den Orkney Inseln. Ziel ist es, traditionelle Lieder und Stücke aufzugreifen und sie umsichtig zu bearbeiten, um sie so vor dem Vergessen zu bewahren und sie wieder ins musikalische Gedächtnis der lärmenden Jetzt-Zeit zu stellen.

Die Platte dürfte daher Allen gefallen, die einer popgemäßen Auffrischung oder gar Konfrontation des Folk grundsätzlich misstrauisch gegenüber stehen und die von daher behutsame Interpretationen der Originale bevorzugen, selbst wenn die Flöte zunächst ein wenig süßlich schmeichelt und die Fiedel ihren Stammplatz selten räumt. Dass die Produktion hervorragend eingespielt ist, ergibt sich durch die Kompetenzen der beteiligten Musiker: Angelika Nielsen schwingt die Fiedel, Sharon Weiss klöppelt mit den Löffeln und bläst die Blockflöte. Ivar Bearentsen zupft Gitarre, Mandoline, Kristian Blak ist für Klavier und Akkordeon zuständig, während Mikael Blak sich dem Bass-Spiel widmet. (frk)



Siehe auch:
Kristian Blak

 Kvonn: Hvonn

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Yggdrasil: Live in Rudolstadt
( 2004, Tutl HJF 99 )

Eivør Pálsdóttir wird von vielen als »färöische Björk« bezeichnet. Dies aber nur wegen ihrer Durchsetzungskraft und dem Zauber ihrer mühelos durch sämtliche Lagen und Skalen turnenden Stimme. Dem Experimentiergeist ihrer isländischen Kollegin eifert die zum Zeitpunkt dieses Live-Mitschnittes 20jährige nicht nach – Pálsdóttir hält stattdessen die Volksmusik ihrer Heimat lebendig, transponiert in einen windzerfetzten Jazz-Kontext.

Überhaupt, die Landschaft: Die Stimme geht auf und ab wie die Täler, sie atmet Regen und Schnee. Sie erzählt ähnlich dem Kreischen der Vögel von Freiheit und der rauen Natur, während Anders Hagbergs Saxofon wie der Westwind an den Kleidern rüttelt und der Wellenschlag von Kristian Blaks Piano in mystischem Tonfall raunt. Es gibt keine bessere Musik, wenn man mit der Fähre nach Tórshavn einläuft. Bedrohlich und ekstatisch, tröstend und dann wieder harsch und mit zahlreichen Brüchen durchsetzt verausgabt sich das färöische Sextett Yggdrasil in färöischen Balladen, Inuit-Songs, Shetland-Tunes und ihren eigenen Ethno-Jazz-Ausflügen. Yggdrasil ist die durchweg faszinierende musikalische Blaupause der Inseln. (peb)



Mehr CDs von Yggdrasil



Siehe auch:
Eivør Pálsdóttir
Kristian Blak & Yggdrasil

Anders Hagberg

Kristian Blak


 Yggdrasil: Live in Rudolstadt

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