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Lange Rezensionen 1 - 10 von 108 im Genre »Jazz« und Land »Grenzgänger« (insgesamt 129)

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Steinar Aadnekvam: Freedoms Tree
( 2015, Losen Records /New Arts International LOS 137-2 )

Das Leben ist schön, die Musik ist leicht – in Brasilien und Norwegen unerreicht! So könnte man Steinar Aadnekvams Ansatz überschreiben. Mit nylonbespannter Akustikgitarre ist er auf der Spur von Larry Coryell und vor allem Al DiMeola – sprich: den Helden des Jazz Rock der 70er Jahre.

Spielen kann er, fast so flink wie Al D., kompetente Begleiter aus aller Herren Länder hat er auch an Piano, Bass, Schlagzeug, Flöte, Vibraphon nebst Geige und Cello. Dazu singt Gustav Orphée Noah aus Frankreich, alle zusammen schaffen ein fröhliches World Music Acoustic Jazz Album mit flinken Läufen, sanften Rhythmen und wenig Tiefgang. Das nämlich ist der Haken an dieser sauber produzierten Aufnahme: Die Stücke plätschern nur so dahin, ohne zu fesseln. Das hilft ungemein beim Aufräumen von Wohnung oder Computer, regt aber kaum zum konzentrierten Zuhören an. Nicht mal bei schnelleren Tempi oder den angesprochenen flinken Soli will sich erhöhte Aufmerksamkeit einstellen. Schade – denn Aadnekvam ist ein verdammt guter Gitarrist. Nur sollte ihm mal jemand beibringen, wie man herausragende instrumentelle Fertigkeiten und gutes kompositorisches Geschick in spannende und packende Arrangements verpackt. (tjk)



Mehr CDs von Steinar Aadnekvam



Siehe auch:
Nils Berg Cinemascope

Steinar Aadnekvam: Freedoms Tree

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AMC Trio & Ulf Wakenius: Soul Of The Mountain
( 2008, Hevhetia HV 0030-2-331 )

Sonderlich einfallsreich ist es ja nicht, die Band nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Mitglieder zu benennen, in diesem Fall besteht zudem Verwechslungsgefahr. Einfallsreicher dagegen ist die Musik des slowakischen Trio, und: sie perlt.

Peter Adamkovič (Piano), Martin Marinčák (Bass) und Stanislav Cvanciger (Schlagzeug) bilden allein schon eine hervorragend harmonierende Einheit, man hört, dass sie schon seit einigen Jahren zusammenspielen. Die Kompositionen sind sehr griffig, haben eingängige Melodien und scheuen auch nicht vor Rock- oder osteuropäischen Einflüssen. Sie entstehen in Zusammenarbeit, das ist bei AMC so üblich. Als Stargast haben sie den schwedischen Supergitarristen Ulf Wakenius eingeladen, dadurch erfährt diese CD eine Aufmerksamkeit, die sie sonst außerhalb des Heimatlandes kaum erhalten hätte. Wakenius ist auch der große Star auf dieser Aufnahme: er spielt wunderbare Soli, mit einer schier grenzenlosen Melodik, mit immer dem richtigen Ton in der richtigen Intensität an der richtigen Stelle – eine Referenzplatte für Jazzgitarristen ist das fast. Er klingt manchmal verdächtig nach Pat Metheny: wie bei diesem perlen die Gitarrenlinien, aber auch Adamkovič kann sein Piano perlen lassen. Eine kleine Jazz-Perle also, diese CD! (tjk)



Siehe auch:
Ulf Wakenius

 AMC Trio: Soul Of The Mountain

Offizielle Website

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Thommy Andersson; Peter Nilsson, Jacob Anderskov: Triofolded
( 2010, Kopasetic Productions KOPACD033 )

Schon das Cover macht unmissverständlich klar: Hier agieren drei Musiker als komplett gleichberechtigte, gleichrangige Partner. Selten genug ist es ja, dass ein Jazztrio ohne Leader und entsprechend ohne denjenigen als Namensgeber der Band auskommt. Zumeist ist »TRIOFOLDED« eine recht unaufgeregte Angelegenheit, jedoch keineswegs leise oder gemütlich. Der Einstieg ist noch sehr melodisch, fast eingängig, doch über die elf Stücke hin wird das Set immer rhythmusbetonter.

Ein absolutes Highlight ist gleich an zweiter Stelle das mit achteinhalb Minuten längste Stück, »Välesehe«, zersprengt raffinierte Improvisation, die sich in alle Richtungen öffnet und doch ausgesprochen klar und einem roten Faden folgend bleibt. Keine leichte Unterhaltung, aber für jazz-liebende Ohren ein absoluter Genuss. Das Trio liegt genau auf der Grenze zwischen Dänemark und Schweden: Schlagzeuger Peter Nilsson stammt aus Schweden, ebenso Bassist Thommy Andersson, der allerdings in Dänemark lebt und arbeitet, dem Heimatland des hyperaktiven, mit etlichen Alben begeisternden Pianisten Jacob Anderskov. »TRIOFOLDED« wurde zu hundert Prozent improvisiert, an einem Nachmittag im Juni 2009 in Kopenhagen. Jeder der drei bekommt zudem ein Solo. Toll, wie Anderskov hier in die Stille tupft, impressionistisch wie Debussy, während Andersson eine minimalistische Studie liefert, die besonders in tiefen Tönen forscht. (ijb)



Siehe auch:
Koppel/Gunnarsson/Andersson/Riel
Koppel/Andersson/Riel

Jacob Anderskov & Agnostic Revelations

Thommy Andersson mit Josefine Cronholm


Thommy Andersson: Triofolded

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Andrés Thor & Nordic Quartet: Nordic Quartet
( 2014, Dimma /Nordic Notes NN059 )

Beim Bestreben, den internationalen Jazzmarkt zu erobern, hat der isländische Gitarrist seinen Nachnamen vor fünf Jahren mit dem Album »Blik« abgelegt und tritt seitdem unter seinen beiden Vornamen Andrés Thor (auf Isländisch Þór, aber auch dies für internationale Griffigkeit vereinfacht) in Erscheinung. Seiner bislang besten Platte »Mónókróm« folgend wechselte er jüngst die komplette Band aus, weshalb der Albumtitel »Nordic Quartet« (im deutschsprachigen Raum passend bei »Nordic Notes« VÖ-Programm) zugleich auch das Ensemble bezeichnet. Obgleich der im Dezember 40 Jahre werdende als alleiniger Komponist vermerkt ist und die neun Stücke mit seinen verschiedenen Gitarren maßgeblich prägt, lebt »NORDIC QUARTET« von einem klar panskandinavischen Geist: Saxofonist Anders Lønne Grønseth (Sphinx) kommt aus Norwegen und Kontrabassist Andreas Dreier aus Dänemark. Gemeinsam spielten die drei bereits Dreiers Debüt »Stew« (2009) ein. Mit dem Schweden Erik Nylander (Kobert, Monoswezi, Magic Pocket, Peloton u.v.a.) am Schlagzeug ist das Nordic Quartet vorllständig. Alle sind quer durch Skandinavien aktiv, vor allem in Norwegen, wo auch diese CD im Sommer 2013 eingespielt wurde.

Doch zur Musik: Anders als beim Gros norwegischer Jazzplatten und auch ein wenig überraschend nach dem raffiniert schillernden »Mónókróm« bleiben die »NORDIC QUARTET«-Stücke insgesamt reichlich konventionell, und, ja, über die Gesamtlänge recht gleichförmig. Auch wenn »Fjarðarmáni« durch Pedalsteel-Gitarre oder »Stuttlega« durch einen fesch-flotten Rhythmus punktet, die gesamte Platte zeigt keinerlei Interesse, einen unerwarteten Schritt zu tun. Der Teufel (= die Variation) steckt im Detail, will also festgehalten werden. Und da sind alle vier ohne Frage topp. Sie beherrschen ihr Fach. Aber ach, vielleicht verstehen sie sich auch ein wenig zu gut... (ijb)



Siehe auch:
Andrés Thor (Gunnlaugsson)
Andreas Dreier Trio

Erik Nylander

Magic Pocket


 Andrés Thor & Nordic Quartet: Nordic Quartet

Offizielle Website

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Lotte Anker: What River Is This
( 2014, ILK /VME ILK226CD )

Nach relativer Abwesenheit während der letzten Jahre tritt die Grande Dame des dänischen, ach was europäischen Saxofons mit drei zeitgleich erscheinenden Alben wieder auf den Plan und gibt den Ton an. Einfach macht sie es ihrem Publikum nach wie vor nicht. Neben den reduzierten, schwebenden Duoalben mit Elektroniker Jakob Riis (»Squid Police«) und Gitarren-Soundartist Fred Frith (»Edge Of The Light«) tritt Anker mit dem beim Huddersfield Contemporary Music Festival 2010 uraufgeführten Auftragswerk »WHAT RIVER IS THIS« in die ILK-Labelfamilie ein, also in jene Generation und Sektion der dänischen Jazzszene, die im besten Sinne die von ihr mitgeprägten Stilistik fortschreibt.

Vom ersten, gut zehn Minuten langen Meisterstück »Indifferent Moon« an ist offensichtlich, wie tief die Inspiration und der gegenseitige Respekt rühren. Ankers mit »Stars« der freien Musikszene und angrenzender Genres gespicktes What River Ensemble interpretiert den stilübergreifenden Klangkosmos von Ankers zehnteiliger Suite brillant: Neben Fred Frith, Phil Minton (voc), Ikue Mori (electr) und Chris Cutler (dr, perc) vervollständigen der lose zur ECM-Familie gehörige Bratscher Garth Knox und die ebenfalls in der »Neuen Musik« aktiven Anna Klett (cl) und Jesper Egelund (b) das Oktett. Zwar dienen als Thema und Inspiration die Texte »The sleeping and the awake« der Poetin Ursula Andkjær Olsen, sowie Fragmente von Jorge Luis Borges, doch musikalisch ist das letztlich nicht entscheidend. In stetig unvorhersehbarer, ja, oft auch rätselhafter Kreuzung aus »greifbaren«, poetischen komponierten und wahrlich frei improvisierten, oft atonalen Teilen jenseits von Zuschreibungen, immer wieder aufgegriffen von Mintons zwischen Vortrag und lautmalerischer Dekonstruktion changierender Stimmfantasie, will man, einmal entflammt, die Frage »WHAT RIVER IS THIS« immer wieder von neuem zu lösen versuchen. Eine superbe Begegnung großer, ebenbürtiger Künstler der Freien Musik. Streckenweise ziemlich schräg und keinesfalls für Jazzneulinge zu empfehlen, aber hochgradig faszinierend. (ijb)



Siehe auch:
Lotte Anker & Jakob Riis
Copenhagen Art Ensemble

Garth Knox mit Frode Haltli

Santos Silva, Anker, Sandell, Zetterberg & Fält


Lotte Anker: What River Is This

Audio-Link Offizielle Website

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Atomic: Theater Tilters
( 2010, Jazzland /Universal 0602527334110 )

Schon das achte Album des skandinavischen Quintetts. Und es ist nicht nur ein Doppelalbum (bei Bedarf auch in Form von zwei Einzel-CDs erhältlich), sondern vor allem ist es eine superbe Live-Platte. Wer die Chance bislang versäumt hat, Atomic im Konzert zu erleben, der hat zwar echt was verpasst, kann die Bildungslücke aber mit diesem Zustammenschnitt zweier Abende aus dem Oktober 2009 im Stockholmer Teater Lederman zumindest ein wenig verengen.

Mitreißend und vielseitig jazzrocken sich die fünf durch zehn zumeist zehnminütige klasse Stücke. Wenn man da noch sitzen bleibt, ist wohl Hopfen und Malz verloren. Atomic spielen beileibe nicht nur sperrige Free-Jazz-Nummern, sondern kreuzen unterwegs auch altmodischen Postbop, ein wenig Latin Jazz und eingänige Melodien. Bassmann Ingebrigt Håker Flaten und Drummer Paal Nilssen-Love sind die kraftvolle Basis, die das Tempo geschickt forcieren, wo Pianist Håvard Wiik die beiden heißen Bläser Fredrik Ljungkvist (Sax und Klarinette) und Magnus Broo (Trompete) gerne mal zu unerwarteten Wendungen einlädt. Die »Theater-Kipper« ist ein durchaus passender Zweiname für diese Energiebündelband. (lha)



Mehr CDs von Atomic



Siehe auch:
Fredrik Ljungkvist
Paal Nilssen-Love

Ingebrigt Håker Flaten

Magnus Broo


 Atomic: Theater Tilters

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Augur Ensemble: The Daily Unknown
( 2013, Bottom Records /Eclipse Music bott03 )

Aus dem FM Trio, in dem Kontrabassist Kaspar von Grüningen und Pianist Fabian M. Mueller seit sieben Jahren spielen, formierten die beiden Schweizer dieses Sextett, das ein paar Norweger und Schweden vervollständigen. So frei wie die Musiker zwischen den Ländern wandeln, so wunderbar leichtfüßig bewegt sich auch ihr Debütalbum zwischen (klassischer) Kammermusik, Avantgarde-Ensemblestücken und (Free) Jazz. Das ist nicht sofort eingängig, aber in den besten Momenten (und derer gibt es viele) und vor allem aufgrund der Melodien von Piano und Trompete (Erik Dørsdal) sehr greifbar, wobei Cello (Anni Elif Egecioglu) und Violine (Simon Heggendorn) oft für emotionale Dichte sorgen.

Das geht mal soweit, dass man zwischendurch meint, ein Stück von Esbjörn Svensson in einer neuen Interpretation zu hören. Fließend zwischen dunkel melodischen und frischen rhythmischen Passagen, zwischen denen man oft das Gefühl verliert, zu welchem Grad man Improvisationen folgt oder komponierte Kammermusik hört, erinnert das multinationale Ensemble markant an die Veröffentlichungen des dänischen Labels ILK Music oder etwa an Christian Wallrumrøds Ensemble - und beweist enormen Abwechslungsreichtum, was Tempi, Arrangements und Stilmittel betrifft. (ijb)



Siehe auch:
Christian Wallumrød Trio
Lars Andreas Haug Band

ILK Music: The Living Room

Esbjörn Svensson


 Augur Ensemble: The Daily Unknown

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

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Adam Bałdych & Helge Lien Trio: Bridges
( 2015, ACT /Edel ACT9591-2 )

Nach ihrem (trotz Wechsel des Schlagzeugers) überraschend schläfrigen letzten Album kommt diese überaus inspirierte Zusammenarbeit mit Adam Bałdych mehr als willkommen, auch um an die vorhergehenden Lobpreisungen, die dem Helge Lien Trio zuteil wurden, anzuknüpfen. Für den vielgepriesenen polnischen Geiger ist es das fünfte ACT-Album — in jeweils gänzlich unterchiedlichen Besetzungen —, für das norwegische Trio der erste. Bałdych konnte bereits mit seinem meisterhaften Labeldebüt »Imaginary Room« etliche Register ziehen, wozu er sich eine panskandinavische All-Star-Band zusammengestellt hatte, die er »Baltic Gang« nannte, mit Jacob Karlzon, Lars Danielsson, Morten Lund, Verneri Pohjola, Marius Neset und als Gast Nils Landgren. Zuletzt wirkte er maßgeblich auf Iiro Rantalas beiden Kammerjazzplatten mit.

Der Brückenschlag zwischen seinem Heimatland und dem europäischen Norden ist für den 29-Jährigen ein sichtlich beflügelnder. Dass Albumtitel und Coverbild dies wenig einfallsreich und etwas zu flach unpoetisch aufgreifen, soll den Blick auf die virtuose Musik bitte nicht verstellen. Denn wenn »BRIDGES« etwas gelingt, dann ist es eine wie selten gelungene Begegnung dieser beiden prägnanten europäischen Jazzwelten, Norwegen und Polen, die jeweils bis heute stark von der traditionellen Musik geprägt werden. Dieser Ansatz hat nichts Puristisches, wie die abschließende Interpretation von Massive Attacks »Teardrop« mit Verve unterstreicht. Überhaupt strahlt das ganze Album die Energie eines guten Livekonzerts aus, zwischen dem fragilen Titelstück und mitreißenden Songs wie dem exaltierten »Mosaic«, ebenso zwischen den beiden eingespielten Rhythmusmusikern und den beiden Melodieführern an Klavier und Violine, und nicht zuletzt zwischen geschriebenen Melodien und improvisierten Passagen. Eine durchweg dynamische, leidenschaftliche Begegnung. (ijb)



Siehe auch:
Helge Lien Trio
Live Maria Roggen & Helge Lien

Ruth Wilhelmine Meyer & Helge Lien


Adam Bałdych: Bridges

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Harpreet Bansal & Knut Bjørnar Asphol: Ragatronic
( 2014, Labels & Gentlemen LAG0119 )

Die Zusammenarbeit zwischen der indischen Violinistin Harpreet Bansal und dem norwegischen E-Gitarristen und Klangmaler Knut Bjørnar Asphol gehörten zu den ebenso außergewöhnlichen wie faszinierenden Höhepunkten auf Asphols drittem Album »Wilderness Exit«. Was lag da näher, als daran anzuknüpfen, nun in Form einer kompletten, indes intimeren Platte im Duo. Die organische Zärtlichkeit der indischen Geige kommt den zur kühlen Eleganz neigenden, an Eivind Aarset geschulten Gitarren-Soundskulpturen ausgesprochen zugute.

Streckenweise wird dieses südnorwegisch-nordindische Duo von Andreas Bratlie sanft perkussiv an der Tabla ergänzt, doch es bleibt eine zauberhaft homogene, teils beruhigend meditative Qualität durch die gesamten neun Stücke, an denen sich Bansal und Asphol die Autorenschaft teilen. Um präzise zu sein ist die Genrezuordnung »Jazz« hier recht fehlplatziert; ausnahmsweise wäre der Begriff »Weltmusik« einmal angemessener, grenzüberschreitend auch zwischen akustisch und elektronisch, zwischen gekonnt programmiert und emotional improvisiert: Nordische Melancholie trifft auf kontemplative Raga-Tradition. (ijb)



Siehe auch:
Knut Bjørnar Asphol
Eivind Aarset


Harpreet Bansal: Ragatronic

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Blanco y Negro: Blanco Y Negro
( 2006, Stunt /Sunny Moon STUCD 06062 )

So geschmackvoll das Cover auch ist: Leicht übertrieben wirkt der Titel schon; schließlich ist eine Kooperation von dänischen (»weißen«) und kubanischen (»schwarzen«?) Musikern nun schon lange keine Weltsensation mehr. Und tatsächlich erfinden auch Blanco Y Negro den Cuban Jazz (oder Salsa Jazz; was ist das überhaupt?) nicht neu.

Eliel Lazo (perc), Jonas Johansen (dr) und Yasser Morejón (b) sind die Protagonisten dieser Band; dazu gesellen sich Tony Rodríguez (p) und Jakob Dinesen (ts), der erneut seine Klasse beweist, als Gast noch Miguelito Valdes (tp). Die Stücke bieten auf immer hohem Niveau den perfekten Background, um auf der Garden Party mit einem Caipirinha (jaja, ist nicht kubanisch, wiss ma scho!) den umwerfenden Salma Hayek-Verschnitt im roten Mini-Kleid zu einem Tänzchen zu bitten – dazu taugt die Musik nämlich auch. Ach so, ganz prima ist »Naima« von John Coltrane. (tjk)



Siehe auch:
Jonas Johansen
Jakob Dinesen


 Blanco y Negro: Blanco Y Negro

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