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Lange Rezensionen 1 - 10 von 20 im Genre »Metal« und Land »Dänemark« (insgesamt 34)

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HateSphere: Serpent Miles And Killer Eyes
( 2007, Steamhammer /SPV 80001107 )

Der einstige Tiger Slayer verliert auf seinen Alben langsam aber sicher seine Zähne – und Hatesphere stehen schon in den Startlöchern, um ihm den Todesstoß zu versetzen. Die Band aus Aarhus gewann den dänischen Metal Award in den Kategorien »Album des Jahres« sowie »Beste Produktion«, überzeugte das Publikum auf der »Danish Dynamite«-Tour (mit Volbeat / Raunchy) und schleudert ein Album nach dem anderen auf den Markt. Vorweg: »SERPENT SMILE AND KILLER EYES« ist ein Killer. Ohne Vorspiel prügelt der Fünfer bestialisch los; das nachfolgende groovende »The Slain« zeigt, was die Dänen mit »langsamer und härter« meinen.

Wer nun glaubt, die Thrash Metaler mutierten zu einer Midtempo-Combo, der irrt. Schon kotzt sich Fronter/Mitproduzent Jacob Bredahl die Lunge aus dem Leib, unter dem Riffgewitter des Duos Peter Lyse Hansen / Henrik Jacobsen im deathlastigen »Damned Below Judas«. Ein kleines Experiment hier, ein filigranes Solo dort. Alle neun Songs sind Volltreffer – auch in die Flanken des alternden Studioalben-Tigers. (nat)



Mehr CDs von HateSphere



Siehe auch:
Volbeat
Raunchy

The Kandidate


 HateSphere: Serpent Miles And Killer Eyes

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As We Fight: Black Nails And Bloody Wrists
( 2005, Dockyard 1 DY10060 )

Gleich zwei Frontmänner werkeln bei As We Fight: Eine Hälfte des Duos Campbell/Medorn schreit mit sich überschlagender Stimme den Hardcore-Anteil ins Mikro, die andere grunzt den kellertiefen Metalpart. Zusammen addiert mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug landet das Ergebnis irgendwo im melodischen Death-Metalcore. Auf ihrem druckvoll produzierten Debüt »BLACK NAILS AND BLOODY WRISTS« beweisen die Dänen ein gutes Händchen für Melodien. Zu diesen zählen sie die richtige Menge Brutalität in angemessener Geschwindigkeit hinzu.

Die 2001 aus diversen Hardcore-Acts zusammengewürfelte Truppe verquirlt fachmännisch eine gute halbe Stunde lang Kreischen, Grunzen mit Doublebass-Rhythmen und Metalriffs zu eingängigen Stücken wie »Bringing It All Together« und ragt damit aus der Masse ähnlicher Produktionen heraus. Bleibt abzuwarten, ob mit dem jungen Sextett auch noch zu rechnen ist, wenn die Metalcore-Welle verebbt. (nat)



Mehr CDs von As We Fight



Siehe auch:
Split mit The Psyke Project

 As We Fight: Black Nails And Bloody Wrists

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As We Fight / The Psyke Project: Ebola – Split
( 2011, Lifeforce Records ? )

Die Dänen As We Fight und The Psyke Project teilen sich die knapp 35 Minuten. Den Anfang der Split-EP »EBOLA« machen As We Fight, gleich mit den zwei besten ihrer insgesamt vier Songs: »Shattered« startet mit ordentlich groovenden Riffs, das anschließende »Save Me« wartet mit progressiven, kreativen Ideen auf – zu Beginn. Doch über die Gesamtlänge von gut sechs Minuten fällt das Niveau trotz des neuen alten Sängers Laurits Medom leider in Richtung auswechselbar bis phantasielos ab. Leider haben As We Fight immer noch dasselbe Problem, wie auf dem »MEET YOUR MAKER«-Album: Stark anfangen, stark nachlassen.

Die zweite Hälfte der EP gehört ihren Landsmännern von The Psyke Project. Diese legen um einiges aggressiver mit »We Came From Earth« los, scheppern durch »Battles«, verfallen dann ins düster-chaotische wie auf ihrer Studioscheibe »DEAD STORM«. Ja, dieses Quintett hat eindeutig den interessanteren Anteil an der Scheibe, lediglich »The Road To Hell« ufert zu sehr aus. Fazit: Wer weder As We Fight noch The Psyke Project kennt, sollte sich diese Split für einen angemessenen ersten Eindruck zulegen.

PS: Auf der Vinyl-Version gibt's zwei Stücke extra. (nat)



Siehe auch:
As We Fight
The Psyke Project


 As We Fight / The Psyke Project: Ebola – Split

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Boil: aXiom
( 2013, Vicisolum Productions VSP041 )

Der Waschzettel preist Boil als »without a doubt the most interesting band from Denmark right now« – ich würde eher sagen: Die mit dem größten stilistischen Durcheinander. Das Quintett eröffnet seinen Drittling »AXIOM« mit »Sphere«, in dem Marylin Manson auf Space-Sounds und teils weinerlichen Gesang trifft. Das anschließende »At The Center Of Rage« beginnt mit Riffs, die den Song sowohl in Richtung Metal als auch Hardcore katapultieren könnten … doch kaum setzt der Klargesang ein, klingen Sänger Jacob Løbner und seine Mannen fast poppig, abrupt folgt Hardcore-artiges Geschrei, dann Klagechöre. Die Gitarren in »In A Blink Of An Eye« erinnern partiell an Rammstein, das folgende »Darkest« überrascht mit klaren Akustikgitarren plus Streichern, ergänzt durch hohen klaren Gesang, erst nach der Hälfte des Songs stoßen Schlagzeug und Bass dazu.

Auf dem 49-Minüter verquirlt die Truppe aus Aarhus fröhlich Progrock, (Modern) Metal und klassischen Rock mit einem Schuss Electronica und/oder Grunge, während Løbner ins Mikro spricht, schreit, flüstert, heult. Eine mögliche Erklärung für dieses Chaos liefert der Hintergrund des Konzeptalbums: »The inspirations (…) came out of a series of interviews that Boil (…) arranged with a number of people suffering from mental disorders, especially paranoid schizophrenics suffering from delusions«. Eine gewöhnungsbedürftige Kost, der Jens Bogren in den Facination Street Studios (Soilwork, Katatonia, Opeth) einen ordentlichen Sound verpasst hat. (nat)



Siehe auch:
Soilwork
Katatonia

Opeth


 Boil: aXiom

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The Burning: Rewakening
( 2009, Massacre Records MAS-CD 0612 )

»REWAKENING« von The Burning ist ein stattliches Death-Thrash-Scheibchen mit leichtem Metalcore-Einschlag. Die Jungs aus Aarhus paaren Rasmus Vindings knackige Riffs mit Johnny Havens bissiger Mikroarbeit, die Thue Moellers schleppendem Bass und Toby Hoes' im Midtempo hämmernden Schlagzeug ergänzen. Allerdings definiert der Nachfolger des Debüts »STORM THE WALLS« das Genre nicht neu, sondern kombiniert bekannte Trademarks zu neuen Songs.

Das Ergebnis reicht von einem respektablen »Carnivora« bis zu einem berechenbaren »Evangelical Cannibal«. Das Quartett bemüht sich, überwiegend erfolgreich, seine eigene Identität zu schaffen: Es variiert Geschwindigkeit und Melodien, wechselt von eingängigen zu leicht komplexeren Parts, von Prügelattacken zu groovenden Momenten. Die Dänen haben einen handwerklich soliden 47-Minüter abgeliefert, dessen ordentliche Produktion das klangliche Gesamtbild nach Kräften stützt. Allerdings bräuchte er zu einer besseren Wertung eine längere Halbwertszeit. (nat)



Mehr CDs von The Burning

The Burning: Rewakening

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Diretone: Diretone
( 2011, Gateway Music - )

Vollmundig preisen Promoter (und Band) Diretones selbstbetiteltes Debüt als Mischung aus »Melodische Wucht von Metallicas Schwarzem Album, Pantera-Groove, Down-Schwere und Volbeat'sche Frische«. Nach mehreren Durchläufen der knapp 42-minütigen Scheibe kann ich dazu nur sagen: Etwas sehr hochgestapelt, die Beschreibung. Tiefer gestimmte Gitarren, künstlich geknödelter Gesang mit pseudo-amerikanischem Akzent des Bandgründers / Bassisten Lars Hørning sowie ein zugegeben satter Groove machen »DIRETONE« weder zu einem Klassiker wie ebenjenes Schwarze oder andere Metallica-Alben, noch zu einem Senkrechtstarter wie ihre Landsmänner Volbeat.

Betrachte ich das Werk unbefangen, sprich ignoriere die Vergleiche und Vorschusslorbeeren, bleiben gut produzierte zum Bangen einladende Midtempo-Groover, garniert mit allerlei Soli, in denen sich die Gitarristen Peter Kondrup /Jacob Nielsen ordentlich austoben, eine akzeptable Mikroleistung, doch leider zu monotones Songwriting. »It's all the same« stimmt Hørning »Cold« an – und liefert damit eine wunderbare Beschreibung der zehn Songs: Irgendwann verliere ich den Überblick, wo der Eine aufhört und der Andere anfängt. Schade, dass das dänische Quartett aus seinen musikalischen Fähigkeiten und den guten Vorbildern nicht mehr gemacht hat. (nat)



Siehe auch:
Volbeat

 Diretone: Diretone

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Horned Almighty: Necro Spirituals
( 2010, Candlelight CANDLE319CD )

Die Truppe Horned Almighty stammt nicht, wie es der klischeehafte Name und Musikrichtung nahe legen, aus Norwegen, sondern aus Dänemark. Mit dem vierten Werk »NECRO SPIRITUALS« zeigt der kleine Nachbar erneut, dass auch in ihm die eine oder andere schwarz(metallen)e Seele wohnt. Die Produktion ist solide, der Klang überwiegend räudig, wie auch die Mirkoarbeit des Fronters »S«. Schlagzeuger Harm plus Bassist Hellpig verpassen dem Großteil der neun Songs einen anständigen Groove, während Gitarrist Aries im Alleingang die Melodien bestreitet.

Meist geht der Vierer dabei ideenreich zu Werke, wie im rasant bollernden »Blessing The World In Pestilence« oder in »The Illuminated Void« mit seinen zunächst aggressiven Riffs und einem folgenden bedächtig schleppenden Mittelteil. Manchmal streifen die Black Metaller Thrash und Death, mal Bands wie (frühe) Darkthrone oder Celtic Frost. Abzüge gibt es in der B-Note: Für die nur 36-minütige Spielzeit – und für den fehlenden »Earcatcher«. (nat)

 Horned Almighty: Necro Spirituals

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Huldre: Intet Menneskebarn
( 2012, Eigenverlag HULDRE02 )

Mal wieder eine der üblichen nordischen Folk Metal-Kapelle? Mitnichten: Huldre unterscheiden sich mit Ihrem Debüt »INTET MENNESKEBARN« von anderen Folk Metallern wie Ensiferum, Korpiklaani und Konsorten. Weil sie eine Sängerin, Nanna Barslev, haben – eine sehr gute noch dazu. Weil ihre Mischung aus Metal und dänischer / nordischer Folk Musik sehr ausgewogen ist, wenn nicht gar der Folk-Anteil dominiert.

Weil sie überraschende Wendungen und Details einbauen: Einen Ausflug gen Schizo-Metal (siehe Atrox) in (»Gennem Marsken«) oder Black Metal (»Ulvevinter«) oder fast Prog / Power Metal-artige Gitarrensoli (»Trold«). Weil sie 50 Minuten mit headbangtauglichen und verspielt-träumerischen Stücke bereichern. Weil die Bandgründer (Nanna, Bassist Bjarne Kristiansen und Geigerin Laura Emilie Beck) sowie ihre Mitmusiker (Gitarrist Lasse Olufson, Flötist Troels Dueholm Nørgaard und Schlagzeuger Jacob Lund) MIT- statt gegeneinander spielen. Weil das Sextett authentisch ist. Weil »KEIN MENSCHENKIND« ausgereift, ausgewogen, anregend ist – und mystisch. Weil …hört es euch einfach selbst an. (nat)



Siehe auch:
Ensiferum
Korpiklaani

Atrox


 Huldre: Intet Menneskebarn

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Illdisposed: There Is Light (But It's Not For Me)
( 2011, Massacre Records MAS-CD0713 )

Seit 20 Jahren rumort das dänische Quintett durch die Metalszene – und die Konkurrenz muss sich im Jahre 2011 war anziehen: Mit »THERE IS LIGHT (BUT IT'S NOT FOR ME)« erheben Illdisposed den Anspruch auf den Weltmeistertitel im Elektro-Thrash. Formvollendet unterlegen sie handgemachten Thrash Metal mit Elektro-Samples, entfachen ein grandioses Feuerwerk aus Harmonie und Härte.

Das eröffnende »Your Own Best Companion« legt mit einem Elektrobeat los, lässt dann die ungeduldig wartenden, tiefer gestimmte Klampfen von der Leine, vorwärts gepeitscht vom Mann hinter der Schießbude, Thomas Jensen. Ja, die Jungs aus Arhus wissen was sie tun. Zehn Songs (plus Bonustrack) lang sirren kühle Synths über schweren, schleppenden Bässe, wechselt Fronter Bo Summer von Growlen zu fiesem, Black Metal-artigem Fauchen. Vereint preschen die Instrumente los, schwärmen flugs in alle Richtungen aus, vereinigen sich wieder in perfekter Symbiose. Klevere Kompositionen im mustergültigen Soundgewand, technisch versierte Musiker – Metalherz, was begehrst du mehr? Eigentlich nur Eines: Dass nach einer Dreiviertelstunde nicht Schluss ist. (nat)

 Illdisposed: There Is Light (But It

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The Kandidate: Until We Are Outnumbered
( 2010, Napalm NPR 316 )

The Kandidate heißt das neue Baby des einstigen HateSphere-Frontbrüllers Jacob Bredahl, der Bandgründer Allan Tvedebrink (Gitarre) / KB Larsen (Bass) sowie des - inzwischen ehemaligen - Schlagzeugers Dennis Buhl (HateSphere). Ihr offizielles Debüt »UNTIL WE ARE OUTNUMBERED« ist, wie die HateSphere-Scheibe anno 2009, erneut eine gewaltige Thrash-Abrissbirne aus dem Staate Dänemark: Höchstgeschwindigkeit-Stakkato-Riffs, klassisches Schlagzeuggeknüppel, offensive Melodien, furiose, anregende Mikroarbeit bei modernem Klang kennzeichnen die zehn Stücke.

Doch nur oberflächlich betrachtet rennt das Quartett um sein Leben. Hinter dem gewaltigen Tempo verbergen sich höchste spielerische Genauigkeit und durchdachte, groovende Songaufbauten. Mit »We Conform To The Unrighteous« haben die Dänen sogar ein langsames Lied am Start – für Thrash-Verhältnisse langsam, versteht sich. Ansonsten können Thrash-Jünger wie zu »Strength Through Diversity« beherzt knapp 33 Minuten durchbangen was das Genick hergibt. (nat)



Siehe auch:
HateSphere

The Kandidate: Until We Are Outnumbered

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Lange Rezensionen 1 - 10 von 20 im Genre »Metal« und Land »Dänemark« (insgesamt 34)

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