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Lange Rezensionen 11 - 20 von 174 im Genre »Metal« und Land »Finnland« (insgesamt 381)

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Aratic: To The Early Grave
( 2013, Violent Journey Records VJR074 )

Aratic tummeln sich auf ihrem Debüt »TO THE EARLY GRAVE« in einem Genre, in dem es schwer ist Neues zu erfinden: Die Finnen spielen schnörkellosen Old School Thrash. Leider frage ich mich schon beim Opener »Residents Of Evil«, ob die dumpfe Produktion noch besser wird. 33 Minuten später lautet die Antwort: Nein. Schade.

Handwerklich ist die rüpelig daher gerotzte Schiebe in Ordnung; ferner plagiiert das junge Quartetts aus Pori weder Bay Area noch deutsche Kapellen. Einzig das etwas zu ähnliche Songwriting und Tempo machen es schwer einzelne der neun Songs im Ohr zu behalten. Gute Ansätze stecken im gesanglich leicht angedeathten »I Am The Night« (… woran erinnert mich das nur?), in der Gitarrenarbeit von »Destructing The Light«, den Melodien von »Shrooms« und dem finalen Leck-mich-Titelstück. Insgesamt ein akzeptabler Einstand von Sänger / Gitarrist Henri Virolainen, Gitarrist Teemu Täckman, Basser Antti Hurmerinta und Schlagzeuger Mika Uusivirta. Mal abwarten ob sie auf dem Nachfolger ihre guten Ansätze ausbauen können, und ähnliche Begeisterung wie ihre Landsleute Lost Society hervorrufen können. (nat)



Siehe auch:
Lost Society

 Aratic: To The Early Grave

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Argath: Societatis Draconistrarum
( 2005, Grey Inertia Productions GR01 )

Ursprünglich sind Sänger Gath und sein Partner Wargus Gitarristen, aber für »SOCIETATIS DRACONISTRARUM« müssen sie ebenso Bass, Synthesizer und Keyboard bedienen. Folglich stammt das Schlagzeug vom Band, was aber bei den ersten Tracks nicht weiter stört; vom Titelsong bis »Beyond The Silent Stars« balancieren sie Instrumente und Black Metal-Gesang richtig aus.

Danach scheint jemand auf das Mischpult gestürzt zu sein: Der Drumcomputer drängelt aufdringlich an die Spitze; Gath grunzt, kreischt verloren aus dem Nebenzimmer. Das Songniveau flacht ab, dafür weiten sich die Keyboards – leider nicht besonders einprägsam – aus. Live steht das finnische Duo mit Basser/Schlagzeuger auf den Brettern, möglicherweise bringt das die Tonwerkzeuge wieder ins Gleichgewicht. Bilanz: Wenn das Debüt über längere Strecken die Qualität des Songs »Beyond The Silent Stars« erreicht hätte, wäre eine überdurchschnittlichere Wertung drin gewesen. (nat)

 Argath: Societatis Draconistrarum

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Babylon Whores: Death Of The West
( 2002, Motor Music 00440.018458.2 )

Ob die Dunkelheit und Kälte während der Wintermonate Kraftstoff für die Motoren der Kreativen ist? Wie auch immer: Satte Gitarren geben auf dem dritten Album der babylonischen Huren dem ansonsten mittlerweile recht »clean« klingenden Death-Rock einen Metal-Touch. Songtitel wie »Hell Abloom«, »Death In Prague« oder »Lucibel« zeigen jedoch deutlich, dass die Finnen nichts von ihrem mystischen Ballast abgeworfen haben.

Dies wird aber wie gesagt durch die sehr saubere Produktion übertüncht; außerdem laufen die Songs fast alle auf einem Level. Die Babylon Whores scheinen mit »DEATH OF THE WEST« da angekommen zu sein, wo Paradise Lost sich einst mit »DRACONIAN TIMES« befanden. Auf die weitere Entwicklung darf man also gespannt sein. (chd)

 Babylon Whores: Death Of The West

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Barathrum: Legions Of Perkele
( 1998, Spinefarm SPI57CD )

Eingereiht in die unzähligen »LEGIONS OF PERKELE« (Mannschaften Satans) fällt bei Barathrum nur eins aus dem Rahmen: Frontkreischer Demonos Sova spielt genauso Bass wie G'Thaur, wobei jeweils einer die Funktion der Rhythmusgitarre übernimmt. Dadurch drängen die Songs bleischwer aus den Boxen, relativieren Nattasetts etwas zu monotones Getrommel oder Gitarrist Anathemalignants nicht gerade vor Einfallsreichtum strotzendes Wirken.

Düster(rockig), aber nicht verbissen böse agiert das Quartett. Freilich dürfen die obligatorischen schwarzmetallenen Zutaten wie pseudo-erotisch kreischende Frauen im Hintergrund nicht fehlen. Auch in den Texten ihres Viertlings verbrät die anno 1990 ursprünglich unter dem Namen Darkfeast gegründete Black Metal-Gruppe ein Klischee nach dem anderen. Auf geht's: »You Travelled To Be Part Of Legions Of Perkele. Lucifer, Rise Your Lantern, Lead Me Through The Darkness«. (nat)



Siehe auch:
Ensiferum

 Barathrum: Legions Of Perkele

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Barren Earth: On Lonely Towers
( 2015, Century Media - )

Fast zur Grenzgänger-Combo geworden: Mit einem neuen Fronter von den Färöer melden sich Barren Earth zurück. Jón Aldará - die Ablöse von Mikko Kotamäki (Swallow The Sun) - intoniert den neuen 58-Minüter »ON LONELY TOWERS«. Dabei gibt sich der Sänger, der auch bei Hamferð am Mikro steht (und bei Clouds, ex-Hatursvart, ex-Solbrud) äußerst variabel, sein Spektrum reicht von Klargesang bis zu finsterem Röcheln und Grunzen und er deckt auch die feinen Zwischentöne mit Leidenschaft ab (»Frozen Processions«).

Um ihn herum wuselt eine All-Star-Ansammlung bestehend aus Gitarrist Sami Yli-Sirniö (u.a. Kreator, Waltari), Gitarrist Janne Perttilä (u.a. Rytmihäiriö, Moonsorrow live), Bassist Olli-Pekka Laine (u.a. Mannhai, Ex-Amorphis), Schlagzeuger Marko Tarvonen (Moonsorrow, October Falls, …) sowie Keyboarder Kasper Mårtenson (u.a. Turisas (live), Ex-Amorphis, Ex-Mannhai). Vereint springt der Power-Sechser fröhlich zwischen Melodic Death, Doom und (finnischem) Folk umher. In der zweiten Albumhälfte widmen sie sich verstärkt den progressiven Tönen in überlangen Stücken wie dem Titeltrack oder dem finalen »The Vault«. Das Ganze verquirlen die Mitglieder der 2007 gegründeten Kapelle mit Einflüssen ihrer musikalischen Ex- und Nebenprojekte wie Amorphis oder Moonsorrow und garnieren es mit Klavier- oder gesprochenen Passagen. Wer es technisch anspruchsvoll mag, auf komplexes Songwriting und schaurig-schöne Töne abfährt, liegt hier genau richtig. (nat)



Siehe auch:
Swallow The Sun
Hamferð

Waltari

Moonsorrow


 Barren Earth: On Lonely Towers

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Battle Beast: Unholy Savior
( 2015, Nuclear Blast - )

Battle Beast waren für mich immer eine zwiespältige Kapelle: Einerseits sind sie technisch und handwerklich gut, andrerseits mangelt es an Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert. Kann der Drittling »UNHOLY SAVIOR« der Power Metaller nun auf ganzer Linie überzeugen? Noch immer bewegen sich die Finnen in der Schnittmenge aus Stratovarius, etwas Sabaton und Female Fronted Bands à la Within Temptation, wobei mir die Mikroleistung von Noora Louhimo hier besser gefällt als auf dem Vorgänger, etwa in »I Want The World… And Everything In It«. Auch können die Gitarristen binnen 44 Minuten immer wieder mit wieselflinken Melodien wie in »Speed And Danger« punkten.

Mehr davon, mehr starke Stücke wie »Madness« mit der gelungenen Mischung aus Theatralik und Härte, mit harten und zarten Passagen sowie dem wohlakzentuierenden Keyboard und es passt. Aber … diesen guten Momenten stehen viele Schwächen gegenüber: Balladen sind immer eine Gratwanderung zwischen Kitsch und (Atmosphäre-schaffen-)Können, bei der das Sextett leider voll in die erste Richtung abstürzt (»Sea Of Dreams«, »Angel Cry«). Und what-the-fuck stellt »Touch In The Night« dar? Hat Thomas Anders sein N(o)ora-Kettchen wieder gefunden und Modern Talking reanimiert? Fetter Minuspunkt!

Fazit: Bitte mehr bissiges »Beast«, viel weniger zahnloses Geplätscher – und mehr Eigenständigkeit. (nat)



Mehr CDs von Battle Beast



Siehe auch:
Stratovarius
Sabaton


 Battle Beast: Unholy Savior

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Battlelore: Sword's Song
( 2002, Napalm NPR120 )

Ob es an der finnischen Natur, der Geschichte, dem Nationalepos »Kalevala« oder den langen Nächten liegt, vermag keiner zu sagen. Fest steht: Aus Finnland weht immer wieder ein frischer Wind. Den kreativen Beweis liefern Battlelore mit »SWORD'S SONG«. In ihren Liedern erzählt die 1999 gegründete Band Geschichten aus einer alten Welt – voll von Magie, Helden und glorreichen Schlachten, inspiriert durch J.R.R. Tolkiens Werke. Ihren Musikstil bezeichnet das Lappeenranta'sche Septett selbst als »Fantasy Metal«: Eine gelungene Mixtur aus Gothic, Death und melodischem Metal.

Harte Rhythmen, rockige Gitarren, kontrastierende Keyboardklänge plus geteilte Gesangspartien (Patrik Mennander und »Elfe« Kaisa Jouhki) kennzeichnen den unverwechselbaren Battlelore-Sound. Schon das erste Stück »Sons Of Riddermark« stellt ein Paradebeispiel dar. Interpretation, Texte, Outfit der Bandmitglieder – bei den Finnen wirkt alles wunderbar zusammen. (nat)



Mehr CDs von Battlelore


Zum Artikel über Battlelore


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 Battlelore: Sword

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Before The Dawn: Rise Of The Phoenix
( 2012, Nuclear Blast NB 2878 )

Hat dieser Mann überhaupt ein Leben jenseits der Musik? Nicht nur, dass Tuomas Saukkonen mehrere Bands gleichzeitig am Start hat (The Final Harvest, Black Sun Aeon) jetzt musste er auch noch die Rhythmustruppe bei Before The Dawn auswechseln. Vor »RISE OF THE PHOENIX« stiegen Basser / Klarsänger Lars Eikind sowie Schlagzeuger Atte Palokangas aus; den Viersaiter bedient jetzt Pyry Hanski, Felle und Becken Joonas Kauppinen.

Da sich anscheinend keiner der beiden für die cleanen Vocals freiwillig gemeldet hat, verzichtet Saukkonen einfach darauf – und das Ergebnis kann sich hören lassen: Gut 39 Minuten melodischer Death der Oberliga. Abwechslung garantieren gewaltig donnernde Doublebass (»Rise Of The Phoenix«, »Pitch-Black Universe«), Akustikgitarren-Intro (»Throne Of Ice«) und einige Dark Metal Anleihen. Fazit: Härter, geradliniger, grimmiger als die Vorgängerscheiben, mit schönen Melodien, ordentlich Drive, ansprechend produziertem, knackigem Sound. (nat)



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Siehe auch:
Black Sun Aeon
The Final Harvest

Mörbid Vomit


 Before The Dawn: Rise Of The Phoenix

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Black Crucifixion: Hope Of Retaliation
( 2011, Soulseller Records SSR038 )

Zum 20-jährigen Band-Jubiläum veröffentlichen Black Crucifixion diese »Mix-CD«, genauer eine Mischung aus lediglich vier neuen und fünf Liveaufnahmen alter Songs. Nach eigener Aussage spielen die Finnen »Dark Metal«, für mich klingt der Opener »Retaliation« allerdings nach thrashigem Black Metal. Der direkte Vergleich von »HOPE OF RETALIATION« mit der aktuellen Neuauflage »THE FALLEN ONE OF FLAMES / SATANIC ZEITGEIST« zeigt deutlich die Entwicklung der Kapelle: Die Produktion ist anständig, Fronter Forn(icator) hat singen gelernt, der Drummer agiert bretthart, lediglich den Gitarren fehlt eine gewisse Dominanz.

Was der gesprochene Einschub »Night Birds Sing Your Demise« soll – der die vier neuen Lieder damit auf schlappe drei reduziert – entzieht sich meiner Kenntnis. Mit »Blood Soaked Snow« schielt das Quartett dann erneut in Richtung der norwegischen 1349, bevor die EP mit dem überwiegend schleppenden »Bitten By The Long Frosts Of Life« endet. Auch live haben sich Black Crucifixion weiter entwickelt: Sie klingen um Längen besser – und haben inzwischen ein Publikum, dass sogar zu hören ist. Fazit: Tretet alles vor »FAUSTIAN DREAM« in die Tonne oder beginnt gleich mit »HOPE OF RETALIATION«. (nat)



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Siehe auch:
1349

 Black Crucifixion: Hope Of Retaliation

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The Black League: Ghost Brothel
( 2009, Brainbomber /Edel B001 )

Eigentlich gehört »GHOST BROTHEL« in die Rubrik Rock: Mit dem »ICHOR«-Sound anno 2000 haben The Black League neun Jahre später nichts mehr zu tun. Stattdessen stapft das Quintett durch staubige Stonnerrockwüsten – und Taneli Jarva überrascht in so mancher Passage mit Gesängen à la (Glenn) Danzig. Kennen wir das nicht schon von Landsmännern Boner oder partiell Reverend Bizarre? Vielfach klingt Tanelis Stimme aber auch nach jahrelangem Whiskeykonsum, dazu walzen dreckige, teils tiefer gestimmte Gitarren und schwere Rhythmen im Midtempo aus den Boxen.

Doch liefern die Finnen viel mehr als eine 08/15 Stoner-Scheibe ab: In »Misfortune« schummeln sie Jazz-Blues-Elemente, in »Until We Sail« packen sie Klavier und Frauengesang Dazu kommt, dass die Gitarristen Maike Valanne und Kimmi Hiltunen stoner-atypisch agieren, häufig Blues über die Saiten wehen lassen und ein paar mustergültige Solos unterbringen. Ein gut produzierter, groovender 52-Minüter, auf dem sich diverse hübsche Melodien finden. Genrefreunde: reingehört. (nat)



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Siehe auch:
Boner
Reverend Bizarre


The Black League: Ghost Brothel

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