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Lange Rezensionen 171 - 174 von 174 im Genre »Metal« und Land »Finnland« (insgesamt 381)

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Wintersun: Time I
( 2012, Nuclear Blast NB 2106 )

80 Minuten Spielzeit wären zuviel des Guten. Deswegen beschlossen Wintersun ihre detailverliebte, komplexe »Time Saga« in der Mitte zu teilen – und legen acht(!) Jahre nach ihrem Debüt »TIME I« vor. Das Warten hat sich gelohnt: Die Finnen haben ein episches, symphonisches Meisterwerk geschaffen, das Genrekollegen erstmal überbieten müssen. Es besteht eigentlich aus nur drei Stücken: Auf das asiatisch anmutende Intro »When Time Fades Away« folgt das Erste »Sons Of Winter And Stars«, das folkloristisch zart beginnt und sich dann in einer Kombination aus pompöser Orchestrierung und Metal explodiert: Blastbeats, Frauenchöre, Fauchen, Schreien, virtuose Gitarren, Klargesang, akustische Einschübe, Bombast, Heldengesänge – das Quartett zieht alle Register.

Das anschließende »Land Of Snow And Sorrow« ist etwas gleichförmiger komponiert; Streicher, Bläser und (metallische) Gitarren vereinen sich hier zu einem erhabenen Ganzen. Das instrumentale Zwischenspiel »Darkness And Frost« stimmt schließlich auf das finale Titellied ein, beziehungsweise leitet unmerklich dazu über. »Time« wirbelt den Hörer nochmals durch den kompletten Gefühlskosmos, schüchterne Melodien prallen auf massive Gitarrenwände auf, erboste Screams auf emotionalen Klargesang, verspielte Soli auf Doublebass. Kompliment an Sänger / Gitarrist Jari Mäenpää (Ex-Ensiferum), Gitarrist Teemu Mäntysaari, Bassist Jukka Koskinen und Schlagzeuger Kai Hahto. Einziges Manko: Das Ende wirkt etwas abrupt … doch »TIME II« soll 2013 folgen und das soundtrackartige Glanzstück vollenden. (nat)



Mehr CDs von Wintersun



Siehe auch:
Ensiferum

 Wintersun: Time I

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Woland: Hyperion
( 2014, Indie Recordings - )

Endlich mal wieder ein Album einer finnischen Black Metal-Band – und ein gutes dazu. Woland legen mit »HYPERION« ein ordentliches Debüt vor. Es beginnt mit dem mal groovenden, mal sich zwischen Doom und Gothic dahinschleppenden »Conquer All«, das die Band gemeinsam mit »Live Forever« im Februar 2011 für die Finnish Metal Expo als Doppelsingle veröffentlichte. Vor dieses zweite bekannte Stück schieben sich allerdings fünf weitere schwere, hymnenartige, mit dunklen Riffs und wuchtigem Schlagzeug angefüllte Lieder.

In »Living Water« streut der Fünfer aus Helsinki sogar kurz eine Flamenco-Gitarre sowie sehr viele progressive Passagen ein. »None« erinnert mich bisweilen an die schwedischen Deathstars – vom Gesang abgesehen. Denn die Stimme des Fronters »W« ist weder (künstlich) tief noch schwarzmetallisch kreischig, sondern rau und grimmig. Ihn unterstützen als Gäste am Mikro Geir Bratland (Dimmu Borgir), Mathias »Vreth« Lillmåns (Finntroll) und Janica Lönn (Black Sun Aeon). Verdammt gut gemachte, abwechslungsreiche acht Stücke liefert die Black-Metal-meets-Industrial-Kapelle hier ab. Ein düsterer, melodische Dreiviertelstünder – hören! (nat)



Siehe auch:
Deathstars
Dimmu Borgir

Finntroll

Black Sun Aeon


 Woland: Hyperion

Offizielle Website

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Worthless: Grim Catharsis
( 2015, Ranka Kustannus /Soulfood - )

Neuer Trend? Nach Slow Food entdecken wir jetzt Slow Death, gespielt von den finnischen Worthless. Dunkler Gesang, stumpfe Riffs und sich im Midtempo dahin schleppendes Schlagwerk kennzeichnet den Sound von Toni Pekkala (Gitarre, Gesang), Ville Raittila (Bass, Gesang) und Pete (Schlagzeug, Percussion). »Erinnert mich etwas an Obituary«, lautet der Kommentar meines Mithörers, mir kommt kurz Dismember in Zeitlupe in den Sinn. Ansonsten stimmen wir nach gut 40 Minuten darin überein, dass uns das Debüt der Tamperianer nicht vom Hocker reißt.

Das liegt an der Kombination aus dem abgedroschenen, simplen Strickmuster der acht Lieder (was grundsätzlich kein Nachteil ist, andere Bands haben Monotonie vollendet perfektioniert), an der verbesserungswürdigen Produktion und daran, dass nach dem letzten Takt nichts hängenbleibt. 2009 startetet die Kapelle unter dem Namen »Nordic Frost« als Celtic Frost/Hellhammer-Tributeband – wenn sie sich mit der näxten Scheibe nicht deutlich steigern kann, wäre sie besser dabei geblieben.

Fazit: Eignet sich nur für Eintönigkeitsfetischisten – oder: wer den Opener »Mental Hammer« mag, der mag das komplette Album. (nat)

 Worthless: Grim Catharsis

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Zenith Reunion: Utopia
( 2012, Violent Journey Records VJR053 )

Mit Zenith Reunion debütiert eine weitere Band, die dem 80er/90er Metal / Heavy Rock huldigt. Doch da es die Band bereits seit den frühen Neunzigern gibt, sei ihnen die Inspiration von Stone über Tarot, Zero Nine, Accept bis Dream Theater verziehen. Was die Jungs aus Oulu zwischen Gründung und dem Erscheinen von »UTOPIA« getrieben haben, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Musik klingt jedenfalls als hätte es die 20 Jahre dazwischen nicht gegeben: Die Gitarren dominieren die neun Songs, sowohl durch wuchtige Riffs als auch leichte Melodien plus heulende Soli. Sänger Jouni Juurikka wechselt zwischen höheren klaren und etwas rauer geknödelten Passagen, unterstützt durch die drei Jukkas (Jukka Uusi-Illikainen: Gitarre, Jukka Ihme: Gitarre, Jukka Jokikokko: Bass) sowie Schlagzeuger Ville Hanhisuanto im Hintergrund. Auch wenn sich das Quintett redlich um Abwechslung bemüht, bleibt leider nicht allzu viel hängen. Vielleicht sollte es die Songs kürzer als fünf bis sieben Minuten halten und dafür etwas bissiger, prägnanter gestalten. Einzig die ersten Takte von »Dust« lassen aufhorchen (erinnert mich das an die deutschen Scorpions?). So hinterlässt der gut produzierte und technisch gut umgesetzte 51-Minüter leider keinen bleibenden Eindruck. (nat)



Siehe auch:
Tarot

 Zenith Reunion: Utopia

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