Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 11 - 20 von 21 im Genre »Metal« und Land »Grenzgänger« (insgesamt 30)

Weiter

Zur letzten Rezension

Zeige   5 | 10 | 20 | alle   Rezensionen auf einer Seite

Nach oben

Midnattsol: Where Twilight Dwells
( 2005, Napalm /SPV 085-37032 )

Sängerin Carmen Elise Espanæs schlug das Angebot der weltbekannten Black Metaler Cradle Of Filth aus, diese auf ihre Welttournee zu begleiten – und nahm stattdessen dieses Debüt auf. Der Verzicht hat sich gelohnt: Das junge deutsch-norwegische Quintett mit seiner Vorliebe für nordische Mythologien und Kompositionen überzeugt durch nordischen Folk Metal. Auf metallischem Grund ranken sich zeitlose Melodien empor, über die ein Hauch Folklore streift.

Die klare, ausdrucksstarke Stimme der kleinen Schwester Liv Kristines (Ex-Theatre Of Tragedy) wechselt zwischen norwegisch und englisch – wobei der muttersprachliche Gesang eindringlicher, stimmiger, passender klingt. Etwa in »Tapt Av Håp«, Midnattsols Interpretation von Edvard Griegs »Solveigs Sang« oder »Tårefall«. Köstlich mundet auch der atmosphärische Leckerbissen »Unpayable Silence«, in welchem die gebürtige Stavangerin mal zart, mal kräftig die akustischen Gitarren Christian Hectors dominiert. Schlagzeuger Chris Merzinsky, Keyboarder Daniel Fischer, Gitarrist Daniel Droste sowie Bassistin Birgit Öllbrunner komplettieren die Band und locken den Hörer in die Welt der Sagen und Märchen unter der Mitternachtssonne. (nat)



Mehr CDs von Midnattsol



Siehe auch:
Theatre Of Tragedy
Liv Kristine


 Midnattsol: Where Twilight Dwells

Offizielle Website

Nach oben

Nightrage: Wearing A Martyr's Crown
( 2009, Lifeforce Records LFR 096-2 )

Die Multikulti-Truppe Nightrage liefert mit »WEARING A MARTYR’S CROWN« ein knallhartes (Melodic) Death-Brett ab: Der in Finnland geborene (und in den USA lebende) Fronter Antony Hämäläinen röchelt sich die Seele aus dem Leib, während die griechisch-schwedischen Saitenhexer Marios Iliopoulos / Olof Mörck (Dragonland) wechselweise filigrane Melodien und fette Riffs aus dem Ärmel schütteln – akustische Folkweisen (»Collision Of Fate«) inklusive. Derweil verfeuern die Rhythmiker, Anders Hammer am Bass und der belgische Jungspund Johan Nunez am Schlagzeug, genüsslich ihr Pulver.

Leider legt sich der Fünfer die Messlatte bereits in der ersten Hälfte so hoch, dass er gegen Ende des brillant produzierten 52-Minüters nicht immer erfolgreich darüber hechten kann. Dennoch sind die elf Stücke Pflichtprogramm für Todesblei-Freunde – die trotz internationaler Besetzung mehr nach (Spät)Neunziger Göteborg-Schmiede klingen, als so manch Silberling made in Sweden. (nat)



Mehr CDs von Nightrage



Siehe auch:
Dragonland

 Nightrage: Wearing A Martyr

Offizielle Website

Nach oben

Nomans Land: Farnord
( 2009, Einheit Produktionen EPXXIII )

Russische Musiker spielen Viking Metal, geben sich norwegische Namen und gehen ins finnische Sevik Audio-Studio – also nehmen wir Nomans Land mit »FARNORD« bei unseren Grenzgängern auf. Auch musikalisch ist das Quartett ein Grenzüberschreiter: Anno 1996 gründeten sich Nomans Land in St. Petersburg als Doom Metal-Combo; 13 Jahre und diverse Besetzungswechsel später haben sie längst ihren Weg ins Pagan / Viking Metal-Genre gefunden. Nachdem sie auf »RAVEN FLIGHT« (2006) mit neuen Elementen experimentierten, kehren sie nun wieder zum Sound seiner Vorgänger zurück.

Die Mannen um Klarsänger/Gitarrist Sigurd packen auf ihren Viertling neun aggressive, aber dennoch epische, melodische Viking-Hymnen. Typische Schlachtengesänge mit Chören treffen auf folkloristisch angehauchte Gitarren und Keyboards. Dazu klopfen und zupfen Schlagzeuger Ainar sowie Bassist Hjervard flotte Rhythmen. Letzterer ist auch für die härteren, harschen Töne am Mikro verantwortlich. Bei den kleinen Schunkeleinlagen wie in »Valhalla Calls« oder kurzweiligen Kompositionen wie »Father North« vergehen die 43 Minuten wie im Flug. Wer klassische, druckvolle Viking-Hymnen mag, sollte sich die wuchtige Scheibe nicht entgehen lassen. Wer ungewohnte Spielereien bevorzugt, der lasse Finger und Ohren besser weg. (nat)

 Nomans Land: Farnord

Offizielle Website

Nach oben

Obscurity: Schlachten und Legenden
( 2007, Massacre Records MAS 0552 )

Wir sollten eine neue Rubrik einführen: »Nordische Musik – schlecht kopiert«. Hier haben wir die Musikrichtung Viking Metal, die gemeinhin aus Skandinavien kommt. Dazu verfassen die deutschen Obscurity zwei nordisch anmutende Songtitel aka »Ydalir«/»Skuld«. Zu guter Letzt bedient sich das deutsche Quintett dreist bei Dissections Riffs (völlig plump in »Legenden«), Amon Amarth' oder Naglfars Melodien.

Darüber wabern so viele Texte von Schlachten, Kriegern, Runen – absoluter Höhepunkt der Klischeeorgie: »Ruhm und Ehr'« – dass sich der geneigte Hörer fragt, welche Gesinnung diese Truppe hat. Da »SCHLACHTEN UND LEGENDEN« allerdings nur Standards aus dem Black / Viking Metal zum hundertsten Mal wiederkäut, ist diese Frage, diese CD, deren stellenweise lausige Produktion, ja die gesamte Band ruckzuck vergessen. Wer keine eigenen Ideen hat, tritt besser gleich als Coverband auf. (nat)



Siehe auch:
Dissection
Naglfar


 Obscurity: Schlachten und Legenden

Offizielle Website

Nach oben

Rebellion: Miklagard
( 2007, Massacre Records /Soulfood 200522 )

Bereits 2005 erschien »SAGAS OF ICELAND«, das auf die weltberühmten Sagensammlung aus Island, der »Heimskringla« basiert. Nach der Single »Miklagard« im vergangenen Jahr erscheint der gleichnamige Longplayer mit dem zweiten Teil von Rebellions Wikinger-Trilogie. Er erzählt die fiktive Geschichte einer Handelsfahrt schwedischer Wikinger nach Miklagard (Byzanz), von Uppsala via Haithabu, Ladoga, Kiew bis über den Dnjepr und das schwarze Meer. Die Nordmänner treffen dabei auf Urgofinnen sowie die Rus (Vorfahren der Russen mit schwedischer Abstammung), überstehen diverse Kämpfe und stolpern in die Palastrevolution der Warägergarde, bevor sie wieder heimreisen.

Untermalt wird dieses Abenteuer mit solidem Power Metal made in Germany. Das Quintett pendelt zwischen Härte und Melodie, Midtempo und Hochgeschwindigkeit. Nach dem starken Opener »Sweden« erwartet der Hörer ein ebensolch starkes Album. Doch abgesehen von einigen gelungenen Stücken, wie etwa dem treibenden Titelsong mit fabelhaftem Chorus, fehlen wahre Hymnen oder fesselnde Details. Über die Gesamtlänge wirkt Michael Seiferts Gesang etwas zu eintönig, die Lieder deuten etwas zu häufig Richtung Grave Digger. Fazit: ordentlich, druckvoll produziert – mit reichlich Luft nach oben. (nat)

 Rebellion: Miklagard

Offizielle Website

Nach oben

Ride The Sky: New Protection
( 2007, Nuclear Blast NB 1874 )

Selbst wenn Ride The Sky mit »NEW PROTECTION« debütieren, sind die einzelnen deutsch/schwedischen Musiker keine Unbekannten in der Hardrockszene: Schlagzeuger Uli Kush trommelte bei Halloween/Masterplan, Björn Jansson stand bei Tears Of Anger am Mikro. Gemeinsam mit Gitarrist Benny Jansson, Bassist Mathias Granås (Xsavior) und Keyboarder Kaspar Dahlqvist (Stormwind, Dionysus) fabriziert das Quintett Synthie-überladenen Power Metal – der Fans von ähnlich gelagerten Combos wie Stratovarius einlädt.

Genretypisch schwelgt die Truppe in eingängigen Melodien, Mitsing-Refrains, gekonnten – aber nie zu ausufernden – Soli und abwechslungsreichen Songstrukturen. Minuspunkt: Professionellen, modernen, gut gespielten Power Metal gibt es zuhauf. Pluspunkt: Jansson setzt seine helle, klare Stimme variabel ein; die messerscharfe Produktion drückt gewaltig. Fazit: Ride The Skys Gutelaune-Sound kann sicherlich etliche Genre-Freunde für sich gewinnen. (nat)



Siehe auch:
Stratovarius

 Ride The Sky: New Protection

Offizielle Website

Nach oben

Sirenia: Perils Of The Deep Blue
( 2013, Nuclear Blast ? )

Tristania-Gründer Morten Veland stieg 2001 bei selbigen aus und widmete sich fortan Sirenia (später auch seinem Solo-Projekt Mortemia). Dort frönte er weiterhin symphonischen Metal mit Frontfrau. Nachdem sich Sängerin Monica Pederson, aufgrund musikalischer Differenzen im November 2007 von der Band trennte, ersetzte sie die Spanierin Ailyn. Der norwegische Gitarrist Jan Erik Soltvedt und der Chilene Jonathan A. Perez (Schlagzeug / Perkussion) komplettieren die Multikulti-Besetzung auf »PERILS OF THE DEEP BLUE«.

Knapp 68 Minuten währt das bombastische Album – und das ist eindeutig zu lang. Während einzelne Stücke / Passagen durchaus wirken, sind elf davon einfach zu eintönig. In fast jedem Lied taucht ein Chor auf … der gefühlt immer das gleiche singt. Die Melodien von »Ditt Enkelit« könnte jede x-beliebige Gothic-Rock/Metal-Combo geschrieben haben, beispielsweise die 69 Eyes. Auf der Haben-Seite stehen die Umsetzung auf handwerklich hohem Niveau, die epische Produktion, auch bemüht Ailyn sich verschiedene Stimmungen zu transportieren, teilweise mit Erfolg. Auf der Soll-Seite stehen wirklich neue Ideen – Disco-Stampf meets Growling in »Profound Scars« ist keine. (nat)



Siehe auch:
Mortemia
Tristania

The 69 Eyes


 Sirenia: Perils Of The Deep Blue

Offizielle Website

Nach oben

Verschiedene: Metalmessage IV
( 2007, Metal Message MMVOLIV )

Pagan / Viking / Folk Metal Bands aus zehn Ländern tummeln sich auf »METALMESSAGE IV«. Doch wie das bei Samplern so ist, gibt es stärkere und schwächere Stücke, steigt und fällt das Niveau der einzelnen Produktionen: Gleich im Opener »Svik« der norwegischen Gjenferdsel stört der verwaschene Sound, gerade beim Gesang, schade. Viel besser der Klang bei ihren Landsleuten Galar. »Hugin Og Munin« irritiert höchstens durch die abrupten Wechsel von klaren Chören und kreischen, von puristischen Gitarren und willenlosem Schlagzeuggewitter, von Metal und Folklore. Die schwedischen Nachbarn Irminsul verquirlen in »Vinterskald« heidnische Elemente mit winterlicher Kälte, düstere Melodien mit hörenswerten Chören.

Bleiben noch die nordischen Kapellen im weiteren Sinne: Tharaphita aus Estland ziehen mit »Lidsetel Sünkjatel Radadel« in die Schlacht, irgendwo zwischen Ensiferum und Moonsorrow schlagen sie ihre Feinde mit fetten Riffs und furiosem Grölen in die Flucht. Bei Skyforger aus Lettland dominieren die Folkelemente; Flöten und Schellen ertönen zu anklagenden, mönchartigen Gesängen in »A Crested Bird Sings«. Zudem erklingen hier Kapellen aus Großbritannien, Russland, den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Irland sowie die internationale Truppe Folkearth.

Fazit: Eine hervorragende 72minütige Gelegenheit, um unbekannte(re), Bands zu entdecken und eine Hör-/Einkaufsliste zu schreiben. (nat)



Siehe auch:
Ensiferum
Moonsorrow


 Verschiedene: Metalmessage IV

Offizielle Website

Nach oben

Verschiedene: W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.1
( 2 CDs, 2007, Golden Core /ZYX GCR81005-2 )

Die »W:O:A FULL METAL JUKE BOX – VOL.1« soll schlicht und ergreifend mit Heavy Metal gefüllt sein. Allerdings trifft die Bezeichnung True oder Power Metal eher zu, wenn sich Blind Guardian, Iced Earth oder Hammerfall die Schwerter vorm flammenden Himmel übergeben. Dazu gesellen sich echte Old-School-Recken wie U.D.O, Saxon, Helloween, Axel Rudi Pell, Doro.

Der Anteil der Nordeuropäer bleibt bei dieser Konkurrenz überschaubar. Außer den schon erwähnten Hammerfall schieben sich ihre Landsmänner Wolf / Candlemass sowie Keyboard-Bands à la Sonata Arctica / Stratovarius zwischen die 31 Gruppen – und ja, ein Motörhead-Stück gibt's doch: »I Am The Sword«. (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.2
Hammerfall

Sonata Arctica

Wolf


 Verschiedene: W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.1

Nach oben

Verschiedene: W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.2
( 2 CDs, 2007, Golden Core /ZYX GCR81008-2 )

Der zweite Wacken-Sampler bedient das Genre Death Metal – natürlich dürfen auch hier die nordischen Musiker nicht fehlen. Sie sind nicht ganz so zahlreich wie auf der Blackmetal-Ausgabe, doch stellen immerhin mehr als ein Viertel der 38 Bands. Selbstverständlich röchelt Angela Gossow von Arch Enemy ebenso ins Mikro wie Children Of Bodoms Alexi Laiho. In Hochgeschwindigkeit spielen sich die Mannen von Soilwork, Dark Tranquillity, In Flames die Finger blutig.

Dank den weiteren Bands wie Meshuggah, Hypocrisy, Unleashed, Amon Amarth und Haunted verschiebt sich das Gleichgewicht eindeutig in Richtung Schweden. Ansonsten grunzt, schreit was in der Szene Rang und Namen hat(te): Six Feet Under, Napalm Death, Obituary, Ektomorf, Fear Factory samt Holy Moses, Carnivore(!) und Sodom mit ihrem Klassiker »Ausgebombt«. Ein echtes Brett – nur wo bleibt auf den Samplern eigentlich Slayer? (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.3
Arch Enemy

Children Of Bodom

Dark Tranquillity


 Verschiedene: W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.2

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 11 - 20 von 21 im Genre »Metal« und Land »Grenzgänger« (insgesamt 30)

Weiter

Zur letzten Rezension



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel