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Lange Rezensionen 1 - 5 von 21 im Genre »Metal« und Land »Grenzgänger« (insgesamt 30)

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Eilera: Fusion
( 2007, Spinefarm SPI289CD )

Von Haus aus sind Eilera ein Duo. Die französische Sängerin Eilera plus Gitarrist Loïc Tézénas sammelten beide schon Erfahrungen im melodischen Metal, in Bands wie Kalisia und Chrysalis. Für »FUSION« verpflichten sie zusätzlich finnische Musiker wie Antti Lehtinen (Scandinavian Music Group) am Schlagzeug, Tommi Saarikivii am Bass oder Max Lilja (Ex-Apocalyptica) am Cello. Eileras Landsmann Tony Canton fiedelt keltische Nuancen über den (Gothic)Metal mit elektronischen Berieselungen.

Wenngleich die Metalwurzeln unverkennbar sind, etwa in »Healing Process« (Anspieltipp!) mit heftigem Schlagzeug sowie derben Tempi/ Rhythmuswechseln, charakterisieren keltische Folkelemente das Debüt. Gelegentlich blitzen eigenwillige Pop-Momente durch. Die Stimme der Französin erzeugt verschiedenste Stimmungen; in einem Lied klagt sie feenhaft, im nächsten schreit sie hitzköpfig. Nicht nur musikalisch gelingt die Fusion von Stärke und Zerbrechlichkeit, auch ihre Texte behandeln dieselben Themen, ebenso die Nähe zur Natur, Freiheit, Schönheit. Ein harmonisches, ausgeglichenes Album bettet eine beruhigende Decke über den Hörer, der sich bald friedlich schlummernd auf einer grünen Lichtung in einer sorgenfreien Welt wähnt. (nat)



Siehe auch:
Apolcalyptica
Scandinavian Music Group


 Eilera: Fusion

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Árstíðir Lífsins: Jötunheima Dolgferð
( 2010, Ván Records Ván045 )

Árstíðir lífsins, was auf Deutsch soviel »die Jahreszeiten des Lebens« heißt, ist ein isländisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt. Initiiert hat es Stefán, Chef der norddeutschen Black / Pagan Metal-Band Kerbenok, im Sommer 2008. Seine Mitstreiter fand er bei Kerbenok, Eldborg, Helrunar, Drautran, Dysthymia, Carpe Noctem und in dem Hochschulchor Islands (»Háskólakórinn«). Das Debütwerk »JÖTUNHEIMA DOLGFERЫ wurde auf Island komponiert und auch teilweise aufgenommen. Musikalisch bewegt es sich im schwarzmetallischen Bereich, mit Folk- und Ambient-Einflüssen; die Texte handeln von einer in den Westfjorden Islands geborenen Person, deren Leben vom Frühjahr (der Geburt) bis zum Winter (dem Tod) geschildert wird. Als Hintergrundinformationen dienten dabei die Frühgeschichte und mittelalterliche Literatur Islands.

Das Ergebnis ist ein mehr als einstündiges Glanzstück anspruchsvollen, nordisch geprägten Black Metals, der in punkto Eigenständigkeit seinesgleichen sucht. Folk-Chöre, teils a capella, lockern die rauen schwarzmetallischen Anteile auf, Naturgeräusche untermalen epische Ambient-Passagen, immer wieder setzen Klavier, Vibraphon, Geige, Synthies oder liebliche Frauengesänge Akzente. Mühelos vereinen die neun Lieder scheinbare Gegensätze wie altertümlich und modern, eingängig und intelligent, aus einem Guss und unglaublich vielfältig. Pflichtkauf für Liebhaber atmosphärischen, aber kitschbefreiten Black bis Pagan Metals. (nat)



Mehr CDs von Árstíðir Lífsins

 Árstíðir Lífsins: Jötunheima Dolgferð

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Code: Resplendent Grotesque
( 2009, Tabu Recordings /Soulfood TABU 027 )

Wer avantgardistischen Black Metal à la Arcturus oder Ved Buens Ende mag, sollte unbedingt in das zweite Album der Multikulti-Truppe Code reinhören. Das Quartett um den britischen Sänger Kvohst wirbelt auf »RESPLENDENT GROTESQUE« von klassischen Schwarzmetallstücken wie »Possession Is The Medicine« zu schrägen, progressiven Werken wie »Jesus Fever«. Je nach Stimmung jammert, schreit oder singt Kvohst, während sein Landsmann Aort an der Gitarre einen Spannungsbogen nach dem anderen aufbaut, mit teils leicht disharmonischen Melodien.

Der norwegische Bassist Vicotnik (Dødheimsgard, Ved Buens Ende) bereichert die acht kreativen Lieder bisweilen mit angejazzten Passsagen, während der Schwede Adrian Erlandsson (Ex-At The Gates) am Schlagzeug mächtig groovt. Höhepunkt des Albums ist »A Sutra Of Wounds«, das sich mit einer Mixtur aus einschneidendem Klargesang, progressiven Elementen und zu rumpelndem, klassischem Black Metal zu einer grenzenlos finsteren, fünfminütigen Hymne empor schraubt. Ein großes Lob für den innovativen, tiefgängigen 35-Minüter – dessen Nachfolger gerne etwas länger sein darf. (nat)



Siehe auch:
Arcturus
Ved Buens Ende

Dødheimsgard


 Code: Resplendent Grotesque

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Dignity: Project Destiny
( 2008, Napalm /SPV NPR 259 )

In der Formation Dignity stammen die Instrumentalisten aus Österreich, an vorderster Front steht jedoch ein Schwede: Joacim Lundberg alias Jake E. (Dreamland, Ex-Dream Evil) hat seit Ende Oktober 2007 den Job am Mikro. Gerade mal 2006 gegründet, hatten Gitarrist Martin Mayr, Basser John Boy Bastard und Schlagzeuger Roland Navratil ihre Arbeit an den Songs für das Debüt bereits Mitte 2007 beendet. So musste Frank Pitters den Keyboards nur noch den letzten Schliff verpassen, während Jake an Gesang und Texten werkelte. Kein Jahr später liegt »PROJECT DESTINY« in den Plattenläden, Abteilung: Melodischer Hardrock der bombastischen Sorte.

Gleich mit dem Titelsong dürften Dignity die Genreliebhaber für sich gewinnen: Gewaltige Chöre, mitsingtauglicher Refrain und eine eingängige, pompös untermalte Melodie charakterisieren den Opener. Für Freunde progressiver Klänge hat das Quintett »Inner Demons« in petto, für Beinah-Kuschelstimmung sorgt das epische »Icarus«, welches balladesk startet und sich mit einem ungemein bissigen Ohrwurmrefrain kraftvoll emporhebt. Diskussionsstoff bietet sicherlich das Chris De Burghs-Cover »Don't Pay The Ferryman«. Insgesamt agiert die Truppe wesentlich eingängiger und zugänglicher als Jakes Band Dreamland, aber dennoch technisch und songschreiberisch ausgefeilt. Für Fans einer clever gebrauten Mixtur aus klassischem und modernem Hardrock, aus frühen Europe, Stratovarius und Sonata Arctica. (nat)



Siehe auch:
Dreamland
Dream Evil

Europe

Stratovarius


 Dignity: Project Destiny

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Down Among The Dead Men: Down Among The Dead Men
( 2013, Cyclone Empire CYC139-2 )

Mixtur hoch Zwei: Ein englischer, aber in Dänemark lebender, und zwei schwedische Musiker vermengen jede Menge Death Metal mit etwas Crust Punk. Am Mikro von Down Among The Dead Men steht der Brite Dave Ingram (Ex-Benediction, Ex-Bolt Thrower, Downlord), an den Gitarren werkeln Dennis Blomberg (Ribspreader, Paganizer) plus Rogga Johansson (Demiurg, Ribspreader, Paganizer, Edge Of Sanity, The Grotesquery), der auch den Bass bedient. Die Besetzung (nur) für das Debütalbum komplettiert der Session- Schlagzeuger Erik R Bevenrud, live soll sie Matte Fiebig ergänzen.

Nur gut eine halbe Stunde währt das rasante Spektakel – trotz der stolzen Zahl von 13 Liedern. Binnen dieser Zeit stellt der Hörer fest, dass sich vortrefflich dazu moshen lässt, der Fronter seine vorherigen Combos nicht leugnen kann, einige Stücke sehr abrupt enden – und auch die kurzweilige Scheibe ruckzuck ihr Ende findet. Fans von Bolt Thrower, Benediction oder Paganizer sollten hier reinhören.

PS 1: Dave Ingram hat aktuell zwei eigene Radioshows am Start: »Metal Breakfast Radio« und »Lambert’s Basement«. PS 2: Sehr schöne Erklärung der Band zum Songtitel »Dead Men Diaries«: »You want weapons? Go to a library. Books are the best weapons in the world. A library is the greatest arsenal you could have. Arm yourself.« (nat)



Siehe auch:
Paganizer
Edge Of Sanity

The Grotesquery


 Down Among The Dead Men: Down Among The Dead Men

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