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Lange Rezensionen 1 - 4 von 4 im Genre »Rock« und Land »Arctic area« (insgesamt 4)

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Isummat: Isummat
( 2003, ULO CD 155 )

Die Band Isummat aus dem grönländischen Ort Sisimiut zehrt entscheidend von den Künsten ihrer Sängerin Pilunnguaq Lynge. Sie verfügt über eine angenehm brüchige Stimme, ohne dass sie damit ins Affektierte abgleitet. Die Ballade liegt ihr grundsätzlich näher als das wüst-wilde Rockstück, und ihre Mitstreiter hinter den klassischen Instrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug haben sich dieser Vorliebe ergeben angepasst.

Dann und wann kann es instrumental auch eine Spur härter zugehen, doch kaum nähert sich Lygne dem Mikrophon, wird die Truppe wieder zahm und nachdrücklich. Auch einen freundlichen Reggae hat man im Reportaire, den Lynge noch dazu artig melodramatisch präsentiert; auch ein Bossa Nova kommt zum Zug, fast schüchtern und recht zurückhaltend eingespielt. Schade also, dass man bisher nicht verfolgen konnte, wie sich dieses hoffnungsvolle Quintett weiterentwickelt hat. (frk)

 Isummat: Isummat

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Lucie Idlout: E5-770: My Mother's Name
( 2003, Arbor Records /Contraire AR-12002 )

Die im kanadischen Nunavut ansässige Inuit-Singer/Songwriterin wird verglichen mit P.J. Harvey (o.k), mit Marianne Faithful (wie das?) und Etta James (definitely not!). Also bleiben wir mal auf dem Teppich: Ludie Idlout lässt auf ihrem Debüt die Gitarren rüde röhren und arbeitet sich zeitweilig wie die frühe Melissa Etheridge durch ein verschwitztes Rock- und Blues-Repertoire. Weit über den Durchschnitt erhebt sich die Kanadierin dann, wenn sie – viel zu selten – ihre kulturellen Wurzeln angräbt, wie etwa im schleppenden Powwow-Blues »Aija Ja«.

Würde sie also im Musikbiz auffallen, wenn sie nicht als bildhübsches Inuit-Girrrlie mit einer Menge Wut im Bauch einen gewissen Exotenbonus mitbrächte? Wohl kaum. Bleibt noch der eigenartige CD-Titel: Der ist schnell erklärt, denn er bezieht sich auf die kanadische Praxis, die Inuit nicht mit ihrem Namen, sondern anhand einer Nummer zu identifizieren. Wie gesagt: Wut im Bauch ... (peb)

Lucie Idlout: E5-770: My Mother

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Mechanics in imi: Inimi
( 2001, ULO CD 157 )

Mechanics In Ini besetzen auf Grönland den Platz der nachdenklichen Rockband, die sich souverän zwischen Rock, Blues und Funk bewegen kann, ohne eigenständig aus den jeweiligen Töpfen zu schöpfen. Zwar versteht es die Gitarre anständig zu jaulen, zwar kann Rasmus Rosing recht kehlig singen, während Thomas K. Johansen dazu einen funklastigen Bass spielt. Doch bleibt kein Song wirklich hängen und will sich keine Melodie am Ende längerfristig einprägen.

Und so ist das alles nicht wirklich aufregend, was Mechanics in Imi im Detail wie in der Gesamtsicht präsentieren. Auch gelegentliche Einblicke in ihre Texte erschrecken dank Übersetzung ins Englische eher: »Sometimes I think, all rockstars are like Peter Pan, they live in neverland, and they can't grow-up«. Es wirkt auf Dauer alles nachgespielt - wohl mit das härteste Urteil, das man über eine Band fällen kann. (frk)

 Mechanics in imi: Inimi

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Small Time Giants: Stethoscope
( 2015, Small Giants STG1401CD )

Hand aufs Herz: Wie viel grönländische Rock-Bands kennt Ihr? Tja ... Grönland befindet sich – obwohl es natürlich auch dort eine lebendige Musikszene gibt – eben nicht gerade in unserem musikalischen Fokus. Von dort, aus der kleinen Siedlung Qaqortoq stammen die Small Time Giants. Der Erfolg in ihrer Heimat machte ihnen Mut, so dass das Quartett bald nach Dänemark umzog. Ihr per Crowdfunding finanziertes Debüt »STETHOSCOPE« veröffentlichten Miki Jensen (Gesang), Pilutannguaq Hammeken (Keyboards, Gitarre), Jakob Skovaa (Bass) und Jonas Lundsgaard Nilsson (Drums) in ihrer neuen Wahlheimat bereits letztes Jahr; nun wollen die Grönländer Europas Bühnen stürmen. Das könnte ihnen gelingen, denn die Small Time Giants haben ein Händchen für enorm eingängigen Indie-Post-Rock, der auch in großen Locations seinen Hymnen-Charakter entfalten könnte.

Der Herzschlag und allerlei weitere Herzensangelegenheiten sind das Kernthema der CD, die mit der Single-Auskopplung »<3>« – ursprünglich hieß der Song »Heart Beats A Broken Heart« – einen veritablen Ohrwurm mitbringt ... und der wegen Miki Jensens nasalem Gesang bisweilen an Placebos Brian Molko erinnert. Ein Stethoskop benötigt man jedenfalls nicht, um den Herzschlag der Nordländer zu hören; es schlägt laut und kräftig und machtvoll. (peb)

 Small Time Giants: Stethoscope

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