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Alle Rezensionen zu Kim André Arnesen
(Genre »Klassik«, Land »Norwegen«)

 

Nidarosdomens jentekor & Trondheim Solistene: Magnificat
Lise Granden Berg, Sopran · Magne H. Draagen, Orgel · Maria Næss, Ola Gjeilo, Piano · Nidarosdom-Mädchenchor, Leitung: Anita Brevik · TrondheimSolistene, künstlerische Leitung: Øyvind Gimse
( SACD, 2014, 2L /Musikkoperatørene 2L-106-SABD , Einspielung: 2013/2014 )

Anlässlich der 20. Grammy-Nominierung (in neun Jahren), die dem norwegischen Qualitätslabel 2L und seinem Kopf Morten Lindberg, einmal mehr als »Klassik-Produzent des Jahres« nominiert, aktuell zuteil wird, wollen wir zum Jahresende besonderes Augenmerk auf dieses rundum erstklassige 2L-Album legen.

Nicht zum ersten Mal führte Lindberg eines seiner ambitioniertesten Projekte im monumentalen, gotisch-romanischen Trondheimer Nidarosdom durch, einer fast 900 Jahre alten Kathedrale, oft »Herz Norwegens« genannt, in der viele Könige gekrönt und begraben wurden. An neun Aufnahmetagen entstanden drei Werke für Chor und Kammerorchester, von Ola Gjeilo (*1978), Aaron Jay Kernis (*1960) und vor allem Kim André Arnesens (*1980) »Magnificat«, interpretiert vom Nidaros-Mädchenchor und den Trondheim Solistene, durch eine langjährige Zusammenarbeit mit Lindberg verbunden.

Arnesen, der bevorzugt für Chor schreibt, lässt sein rund 45 Minuten langes Werk verhalten, fast dunkel beginnen, bevor es sich nach und nach zur leidenschaftlich jubilierenden Messe aufbaut: Freude, Mitgefühl, Hingabe, Dankbarkeit und natürlich Hoffnung soll das siebensätzige Opus ausdrücken. Und ja, das tut es. »Magnificat« ist als explizit christliches Chorwerk, als Gebet für die Armen und Kranken konzipiert, doch man muss sich nicht der Kirche zugehörig fühlen, um Arnesens kraftvolles »Lied der Hoffnung« genießen und wertschätzen zu können. Die Musik allein macht es in der Tat wahrlich bewegend.
Die Pianofigur zu Beginn des siebten Satzes »Gloria Patri« zitiert dann nicht mehr nur J.S.Bach, sondern gleich (und sehr deutlich) Arvo Pärts »Für Alina«, doch das stört gar nicht, sondern lässt sich als annehme sympathische Verbeugung vor dem estnischen Meister der zeitgenössischen, spirituellen »Klassik«.

Die Entscheidung über die Zusammenstellung des Programms findet bei 2L stets gemeinsam mit den Künstlern statt. So vervollständigen hier zwei nur unwesentlich weniger eindringliche Werke das Programm: Aaron Jay Kernis' ebenfalls religiös motiviertes Kammerorchesterstück »Musica Celestis« (eine Umschrift seines gleichnamigen Streichquartetts), dessen postmoderne Zitierwut nicht jedem gefallen wird; emotional eindringlich ist es freilich, amerikanische »Klassik« eben.
Und auch die beiden abschließenden Stücke von Ola Gjeilo, ebenso die norwegische Natur und Einsamkeit wie christliche Motive aufgreifend, stellen seine bisher bekannten, recht freundlichen Klavierstückchen in den Schatten (ijb)

Mit folgenden nordischen Komponisten und Werken:
Kim André Arnesen (*1980): Magnificat
Aaron Jay Kernis (*1960): Musica Celestis
Ola Gjeilo (*1978): Tunda · Song of the Universal



Siehe auch:
TrondheimSolistene
Ola Gjeilo


Kim André Arnesen: Nidarosdomens jentekor & Trondheim Solistene: Magnificat

Die CD »Nidarosdomens jentekor & Trondheim Solistene: Magnificat« war »CD des Monats« im Monat 12 / 2014.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Vokale "Klassik" ist üblicherweise gar nicht meins - hier lohnt sich aber sogar ein zweites Hinhören. Und keineswegs wegen irgendeines Weihnachts-Bonus.
Tim Jonathan Kleinecke

Auf solch anspruchsvolle Weise in der Vorweihnachtszeit zur Besinnung zu kommen: Hätte ich nicht erwartet. Und sich von einem Klassik-Album so positiv überraschen zu lassen: Wunderbar!
Eva-Maria Vochazer

Persönlich froh, dass endlich mal eine Klassik-CD das Rennen macht - und dann auch noch eine so durchschlagend gute. Nicht nur zu Weihnachten, und nicht nur für Leute mit christlicher Verwurzelung ein Hörtipp.
Sebastian Pantel

Im Gegensatz zu Tim liebe ich vokale Klassik. Und die fast durchweg grandiosen Produktionen des 2L-Labels. Deswegen war ich sofort gefangen von diesem bewegenden Werk und der Ausdruckskraft des Chores. Eine CD, die noch öfters bei mir laufen wird.
Peter Bickel

Offizielle Website      www.kimarnesen.com



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