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Alle Rezensionen zu Jaakko Kuusisto (geb. 1974)
(Genre »Klassik«, Land »Finnland«)

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Glow · Chamber Music by Jaakko Kuusisto
Meta 4: Streichquartett · Jaakko Kuusisto: Violine · Heini Kärkkäinen, Paavali Jumppanen: Piano · Riitta-Liisa Ristiluoma: Viola · Jan-Erik Gustafsson: Cello
(SACD, 2016, BIS 2192)

Bislang ist Jaakko Kuusisto vor allem als Geigenstar und Dirigent in der finnischen Musikszene bekannt, doch mit dieser zweiten Porträt-CD (nach der Veröffentlichung seines Violinkonzerts) beim großen schwedischen Label BIS tritt der ältere Bruder von Pekka Kuusisto in die Fußstapfen des Vaters Ilkka, der sich auf ein Renommee als zeitgenössischer Komponist zurücklehnen kann. Während Pekka eher extravagante, neutönende und jazzige Gefilde besucht, neigt Jaakko mehr zum Klassizismus des Vaters, wie diese fünf Kammermusikstücke aus den Jahren 2000 bis 2012 nahelegen.

Kuusisto bedient sich (wie der Vater) diverser Einflüsse und Vorlieben aus der Musikgeschichte seit der Romantik, weshalb leidenschaftliche Klaviersonaten im traditionellen Stil wie »Valo« ebenso zu seinem Repertoire gehören wie die Quartettreihe »Play« (hier »II« für Klavierquartett und »III« für Streichquartett vertreten) sich an Debussy, Prokofiew und Strawinsky anschmiegt. Obwohl der renommierte Geiger offenbar bevorzugt für sein eigenes und andere Streichinstrumente schreibt, ist erstaunlicherweise die Sonate für Klavier solo (»Jurmo«, das jüngste Werk des Albums) das markanteste Stück dieser fünf. Vermutlich weil es nach einer finnischen Insel (einer der südlichsten des Landes) benannt wurde, darf man sich bei der impressionistisch-minimalistischen Natur der Komposition an Wasserspiele erinnert fühlen.

Und spielerisch geht es in Kuusistos Œuvre ohnehin nicht selten zu, wie ja schon die Titel andeuten. Der Komponist mag das Leichte, das fließend Ornamentale, das charmant Unterhaltsame, ohne dass er zu tief in die Trickkiste des Banalen oder flachen Nachahmens greifen würde. Jaakko Kuusistos Kammermusik besticht durch erfrischendem Humor und feiner Emotionalität. Hier kann man hören, wie jemand etwas von sich erzählt, recht unakademisch und mit einnehmender Direktheit. (ijb)

Mit folgenden Werken:
»Play III« für Streichquartett op. 21 (2008) · »Valo« für Violine und Klavier op. 23 (2009) · »Play II« für Klavierquartett op. 16 (2005-06) · »Loisto« für Violine und Klavier op. 12 (2000) · »Jurmo« für Klavier op. 31 (2012)



Siehe auch:
Ilkka Kuusisto
Pekka Kuusisto

Meta4


Jaakko Kuusisto: Glow · Chamber Music by Jaakko Kuusisto



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