Nordische Musik » CD-Rezensionen » Nach Land » Jazz » Arctic area
Zur Hauptseite
Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 1 - 3 von 3 im Genre »Jazz« und Land »Arctic area« (insgesamt 3)

Weiter

Zur letzten Rezension

Zeige   5 | 10 | 20 | alle   Rezensionen auf einer Seite

Nach oben

Polar Jungle Orchestra: Polar Jungle Orchestra
( EP, 1994, ULO CD 93 )

Jazz ist in Grönland nicht gerade zu Hause. Und wenn es hier überhaupt jazzgeprägte Produktionen gibt, so handelt es sich meist um Kooperationen zwischen heimischen und dänischen Musikern. Als Paradebeispiel für diese Form des Zusammengehens empfiehlt sich eine erste EP des Polar Jungle Orchestra um den Bandleader Pierre Dørge mit (leider) nicht mehr als zwei Songs.

Der erste mit dem Titel »Skrallingernes Første Møde Med Nordboerne« entpuppt sich als ein zunächst sehr rhythmisches Stück mit viel Handclapping und unterlegtem mystisch-grönländischen Gesang, das nach der Hälfte in eine Art grotesken Trauermarsch ausläuft – mit überraschendem Ende. Der zweite mit dem Titel »Ai Qiumusseq Nuisoq« sprudelt von Anfang bis Ende schier über vor Lebensfreude und Lebenslust, bläserlastig und gitarrenflirrend. Musik, die während des kurzen arktischen Sommers geschrieben und produziert sein muss. (frk)



Siehe auch:
Pierre Dørge
Dørge / Westergaard / Sorey

Dørge / Becker / Carlsson


 Polar Jungle Orchestra: Polar Jungle Orchestra

Nach oben

Erik Friedlander: Nothing on Earth
(2014, Skipstone Records SSR017 )

Um sich als »nordisch« zu qualifizieren, muss Musik nicht zwangsläufig von skandinavischen und arktischen Künstlern geschrieben und gespielt worden sein. In diesem Fall bekam der aus dem amerikanischen Jazz der US-Ostküste und dem John-Zorn-Umfeld bekannte Cellist Erik Friedlander das Angebot, Musik zum Dokumentarfilm über die Exkursionen des Fotografen Murray Fredericks durch die Natur Grönlands zu schreiben. In »Nothing on Earth« geht es um das große Nichts, die endlosen Weiten von Schnee und Eis und nicht zuletzt um Aufnahmen der Polarlichter; ein Film, der von spektakulären Bildern lebt, sowohl Fotos des Protagonisten als auch des Films selbst. Um für die Schönheit dieser Welt angemessen poetische Bereicherung, nicht aber banalisierende Kitschmusik zu liefern, ist man bei Friedlander fraglos an der richtigen Adresse.

Am Ende wurden nur fünf Stücke, vorwiegend für Cello solo, teils gestrichen, teils wie ein Kontrabass gezupft, im Film eingesetzt. Doch der New Yorker fühlte sich inspiriert, weitere Stücke mit Perkussion (Satoshi Takeishi), Akkordeon, Piano und Mini-Xylofon (Shoko Nagai) einzuspielen, um das Album zum Film auszugestalten. Dass einzelne Titel sowohl in Solo- als auch in Trioversionen vertreten sind, ist keineswegs redundant, sondern verleiht den Kompositionen weitere Facetten und macht das Album »NOTHING ON EARTH« zu einem ebenso runden wie komplexen Gesamtwerk, das auch unabhängig vom Film eine eigene Geschichte erzählt. Die Aurora-Borealis-Fotos des Covers tun dazu ihr übrigens. Passende Musik für eine anregende Reise in die innere Stille. (ijb)

Erik Friedlander: Nothing on Earth

Audio-Link Video-Link Offizielle Website

Nach oben

Moscow Art Trio: Upon A Time
(2001, Jaro 4328-2 )

Der in der Ukraine geborene Mikhail Alperin hat eine weite Reise hinter sich: Aufgewachsen in Moldavien, dann Wahl-Moskauer, ab 1989 im Westen und seit 1993 schließlich in Norwegen lebend musiziert der Pianist bisweilen allein, meist jedoch mit seinem einzigartigen Moscow Art Trio.

Zusammen mit dem Flügel- und Waldhorn-Bläser Arkady Shilkloper und dem Klarinettisten Sergey Starostin - die beide auch singen - kreiert er dort eine abenteuerliche Synthese zwischen jüdisch-ukrainischer Melancholie, moderner Klassik, Jazz-Improvisation und nordeuropäischer sowie asiatischer Folklore. Experimente sind dabei nicht nur erlaubt, sondern gehören durchaus zum Programm: Auf »The Cat Is Crying« vereinen sich glockenhelle Pianotöne und Vokal-Tupfer zur Ode im (fern)östlichem im Gamelanstil, und mit der norwegischen Sängerin Eli Kristin Hovdsveen Hagen wagt Alperin sogar einen »Opera Rap«. (peb)



Siehe auch:
Misha Alperin
Verschiedene: Russian Soul


 Moscow Art Trio: Upon A Time

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 1 - 3 von 3 im Genre »Jazz« und Land »Arctic area« (insgesamt 3)

Weiter

Zur letzten Rezension



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

                     


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel