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Lange Rezensionen 1 - 10 von 151 im Genre »Metal« und Land »Norwegen« (insgesamt 306)

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Emperor: In The Nightside Eclipse
(1994, Candlelight Candle 03CD )

Meilenstein! 1994: Eines der finstersten und atmosphärischsten Alben des Genres baut das Fundament für den symphonischen Black Metal. Das absolute Kultwerk »IN THE NIGHTSIDE ECLIPSE« ebnet den Weg für Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth. Die jungen Emperor füttern völlig kitschbefreit diabolisch lärmende Rhythmen mit kunstvollen Melodien und verteufelt geilen Gänsehaut-Keyboards. Giftiges Kreischen wechselt mit düsterem Gesang oder gesprochenen Passagen, fette Riffs paaren sich mit gewaltig galoppierendem Bass/Schlagzeug.

Eine epische Hymne mit Chören und orgelartig eingesetzten Keyboards eröffnet das Kultalbum. Die Kaiser halten das Niveau bis zum Ende. Auf dem rau produzierten Longplayer-Debüt peitschen neun bitterböse, intensive Stücke aus den Boxen, ohne einen einzigen schwachen Moment: Komplizierte Tempiwechsel, fulminante Melodiebögen, Ihsahns einzigartige Stimmakrobatik, virtuose Arrangements, überraschend eingesetzte Akustikgitarren. Extrem. Innovativ. Infernalisch gut. Schwarzmetallenes Herz, was willst du mehr? Höchstnote: 6.6.6. (nat)



Mehr CDs von Emperor



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Ihsahn


 Emperor: In The Nightside Eclipse

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1349: Revelations of the Black Flame
(2009, Candlelight CANDLE261CD )

Zwiespältig ist sie, die neue Scheibe von 1349 um den Satyricon-Schlagzeuger Kjetil »Frost« Haraldstad. So zelebriert die 1997 in Alvheim gegründete Truppe auf »REVELATIONS OF THE BLACK FLAME« eine Art »Dauer-Intro«: Viel Ambientgeplätscher statt heftigen Schwarzmetall-Gewitters; wenig erinnert an frühere Zeiten – Stichwort: »HELLFIRE« (2005). Der Bandname bezieht sich übrigens auf das Jahr 1349, in dem die Pestepidemie Norwegen heimsuchte und die Bevölkerung stark dezimierte – apropos: Stark dezimiert wird hier auch der Black Metal-Anteil:

Während Fronter Ravn röchelt und faucht, schreddern Gitarrist Archaon und Basser Seidemann selten heftig über ihre Instrumente wie in »Maggot Fetus… Teeth Like Thorns« oder »At The Gate...«, meist dominieren düster-atmosphärische (Füll-)Passagen wie »Horns« oder »Solitude« den Dreiviertelstünder. Fazit: Fans der frühen Veröffentlichungen, werden sich mit den neuen 1349 schwer tun – vielleicht hätte sich Norwegens Ex-Knüppelbande passend zum radikalen Stil auch einen neuen Namen überstülpen sollen. (nat)



Mehr CDs von 1349



Siehe auch:
Satyricon

 1349: Revelations of the Black Flame

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Above Symmetry: Ripples
(2011, Inside Out 4945540 )

Eben hießen sie noch Aspera, nun mussten sich die Norweger um Sänger Atle Pettersen, warum auch immer, umbenennen: Unter dem Namen Above Symmetry veröffentlichen sie ihr Debüt »RIPPLES« erneut, mit drei neuen Songs, Videoclip zu »Traces Inside« und mit neuem Cover.

Zur vollständigen Bewertung der ersten zehn Songs, bitte bei Aspera nachlesen, hier nur die Kurzfassung. Durchdachtes, abwechslungsreiches, glasklar produziertes Album mit technisch hochwertigen, keyboardlastigen Songs à la Pagan's Mind, mit Querverweisen auf Symphony X, Circus Maximus, Dream Theater und Pain Of Salvation. Fehlende Eigenständigkeit und zu kurze Halbwertszeit führen zum Punktabzug.

Zu den drei Bonustracks kann ich nur soviel sagen: Zwei sind überarbeitete Versionen der bereits bekannten Lieder »Traces Inside« und »Ripples«, das einzige neue Stück ist »Trails Of Clarity«. Wie sie klingen entzieht sich meiner Kenntnis, da sie nicht Teil dieser Promo-CD sind. Möge es der geneigte Hörer selbst ergründen. (nat)



Siehe auch:
Aspera

 Above Symmetry: Ripples

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Achenar: Sacred Duality
(2014, Eigenverlag - )

Achenar waren eine der Bands auf dem »Norsk Urskog – Vol.III«-Sampler (2011), die Lust auf mehr machten – und damals ein gerade ein Jahr junges Soloprojekt von Åsmund Folkestad, der Achenar ins Leben rief, um atmosphärischen (Black) Metal zu schaffen. Nun, drei Jahre später, ist es endlich so weit: Folkestad und seine willigen Mitstreiter Glenn Remy (Gesang/Bass) und Vegard Liverød (Schlagzeug legen ihre Debüt-EP »SACRED DUALITY« vor.

Die fünf überlangen Songs haben schwarzmetallische Wurzeln aus denen melancholische, atmosphärische Melodien emporwachsen. Wenngleich die Norweger nichts neu erfinden, haben sie doch einige vielversprechende, hörenswerte Aspekte. Vor allem der harsche, grimmige Gesang überzeugt während der gesamten Spieldauer, nicht nur zu den schnellen Passagen wie im Titeltrack, sondern auch zu den schön schleppend hypnotischen Midtempo-Abschnitten, wie in »Morgenstjerne«. Mit »Under Nordlyset«, einem Ausreißer – da zum einen instrumental (Synthies) und zum andern durch seinen sphärischen Klangkosmos, setzt das Trio einen unerwarteten Schlusspunkt. Fazit: Macht immer noch Lust auf mehr, ich bin gespannt auf das erste »richtige« Album. (nat)



Siehe auch:
Norsk Urskog – Vol. 3 2011

 Achenar: Sacred Duality

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Aeternus: …And The Seventh His Soul Detesteth
(2013, Dark Essence Records KAR071 )

Nach siebenjähriger Abstinenz kehren Aeternus um Sänger / Gitarrist / Bassist Ares (Ex-Gorgoroth) zurück: Mit dem Album » ...AND THE SEVENTH HIS SOUL DETESTETH« sowie dem neuen Schlagzeuger Phobos (Malsain, Gravdal) und neuem Gitarristen Specter (Gravdal, Tortorum). Unter der Bezeichnung »Dark Metal« verquirlt die 1993 gegründete Kapelle Death und Black Metal, unterbrochen durch eingeschobene Akustikgitarren-Passagen wie in »Spurcitias« oder dem komplett instrumentalen »Hubris«.

Nicht nur diese willkürlich wirkenden Einschübe irritieren, generell fragt sich der geneigte Hörer in welches Genre die Gitarren unterwegs sind: Die Soli jaulen irgendwo zwischen klassischem Heavy und Prog durch die Gegend, die Riffs torkeln durch diverse Genres. Sehr nach das-hab-ich-exakt-so-schon-mal-gehört klingt die schwarzmetallische Gitarrenmelodie in »Ruin And Resurrect« – wenn mir nur einfiele wo. Generell fällt einiges auf dem 52-Minüter in die das-hab-ich-so-ähnlich-schon-mal-gehört-Schublade; trotzdem bleiben die zehn Lieder, leider auch nach mehrmaligem Hören, nicht im Ohr hängen. Bitte Aeternus, gebt uns mehr gelungene Momente, wie dem geilen Groove in »Reap What You Saw«, oder erklärt eure Akustikgitarren zum Leitmotiv – und benutzt sie nicht nur als beliebig wirkende Versatzstücke.

PS: Die limitierte Ausgabe enthält als Bonus die »DARK SORCERY« aus dem Jahre 1995. (nat)



Siehe auch:
Gorgoroth
Galar


 Aeternus: …And The Seventh His Soul Detesteth

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Age Of Silence: Acceleration
(2004, The End Records TE047 )

Mal wieder finden sich bekannte Musiker zu einem Kunstprojekt zusammen. Sänger Lars »Lazar« Nedland (Borknagar, Solefald), die Gitarristen Joacim »Extant« Solheim und Helge »Kobbergaard« Haugen, Bassist Lars Eric »Eiking« Si (Khold, Tulus), Keyboarder Andy Winter (Winds) sowie Jan Axel »Hellhammer« Blomberg (Mayhem, Winds, Arcturus) musizieren äußerst gekonnt – aneinander vorbei. Oder anders ausgedrückt: Eine Handvoll guter Solisten gibt noch lange kein gutes Orchester.

Obendrein trifft Metal auf Progrock, bereichert um neoklassische Streicherpassagen, Avantgardistisches, Psychedelisches oder Elektro-Sprenkel. Die »Geschäftstexte« von Aktien bis zu Arbeit(salltag) und Rechnungen steigern das Chaos für den Hörer zusätzlich. Wer über mehr Zeit als die Dreiviertelstunde Dauer von »ACCELERATION« verfügt, gerne knobelt, rätselt und bevorzugt mehrere Bands gleichzeitig einen einzigen Song spielen hört, hat gute Chancen sich in die Musik Age Of Silences hineinzufinden. (nat)



Mehr CDs von Age Of Silence



Siehe auch:
Arcturus
Borknagar

Tulus

Mayhem


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Ages: Malefic Miasma
(2015, Black Lodge BLOD095CD )

Ages? Aus Schweden? Nie gehört. Kein Wunder, legt die Truppe aus Falun mit »MALEFIC MIASMA« (nach drei Singles) erst ihren Langspiel-Einstand vor – und der macht Lust auf mehr. In den ersten Takten und immer wieder dazwischen gestreuten Passagen des Openers »At the Behest of Reason« beweist das Trio, dass es ebenso gut Akustik- wie Stromgitarre spielen kann. Außerdem zeigt es ein gutes Händchen für abwechslungsreiches Songwriting, das die Stücke mit Längen zwischen viereinhalb und sechs Minuten auch brauchen.

Erst 2011 von Hvergelmer, alias Andreas Olander (Gesang, Gitarre, Bass), und Multiinstrumentalist Eldhrimnir, alias Daniel Beckman (Keyboards, Hintergrundgesang, Programmierung, Violine, Ud), gegründet, verstärkten sie sich später mit Bassist Brice Leclercq (Ex-Dissection, Ex-Nightrage, Ex-Satyricon live). Vereint zelebrieren sie melodischen, aber klirrend kalten Black Metal, mit packenden Riffs à la Iskald, leicht an Dissection angelehnten Melodien, vielschichtigem Gesang und lockerem Groove. Akzente setzen Geige, Ud und plötzliche irritierend poppige Keyboardtupfen, und vervollkommnen Stücke wie den Opener, »Absent Tribulation« oder »Ardent Storms«. Lediglich die Produktion dürfte noch etwas differenzierter sein – und wer bzw. was hat eigentlich das Schlagzeug eingespielt? Abgesehen davon: Spannende Scheibe, die neue Maßstäbe im schwedischen Melodic Black Metal setzen könnte. (nat)



Siehe auch:
Iskald
Dissection

Nightrage

Satyricon


 Ages: Malefic Miasma

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Altaar: Altaar
(2013, Indie Recordings INDIE101CD )

Zwei Lieder in 34 Minuten? Und das als LP verkaufen? Altaar trauen sich was. Das Quintett eröffnet sein Debüt »ALTAAR« mit dem Stück »Tidi Kjem Aldri Att«, das gemächlich durch psychedelische Doom-Landschaften wabert: Hypnotische Synthies, monotone Gitarren, Zeitlupen-Schlagzeug. Sehr bedächtig bauen die Norweger einen Spannungsbogen auf – sehr bedächtig bauen sie ihn wieder ab. Dann sind die 20 Minuten vorbei, der Hörer findet sich im zweiten Stück wieder, das den Ambient-Ausklang des ersten aufnimmt.

Wer sich fragte, wo die zwei Teilzeitsänger Andreas Tylden und Espen T. Hangård abgeblieben sind, der erhält nach vier Minuten in »Dei Absolutte Krav Og Den Absolutte Nåde« die heiser krächzende Antwort. Sie erheben ihre Stimmen zu schneidenden Gitarren aus den Ambient-Klängen, weitere drei Minuten später galoppiert das Schlagzeug richtig los – das muss der angekündigte Black Metal-Anteil sein. Abrupt versinkt der Fünfer wieder in seiner erdrückenden, dunklen Welt und wabern weitere vier Minuten durch noisige Ambient-Wolken. Hat es das gebraucht?

Fazit: Altaar haben originelle Ideen, doch überzeugen nicht auf die ganze Länge. Ein beklemmendes Hörererlebnis – und keine Scheibe für Ungeduldige. (nat)



Siehe auch:
Kvelertak

 Altaar: Altaar

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Animal Alpha: Animal Alpha
( EP, 2004, Racing Junior RJCDS030 )

Mit der Vier-Song-EP betreten Animal Alpha die Manege des Musikzirkuses: Knappe 16 Minuten lang gewittert zeitweise an Atrox erinnernder Schizometal mit groovigen Rockattacken auf die Besucher ein. Dröhnende Gitarren vermischen sich mit markerschütternden Stimm-Attacken der Frontlöwin: Wenn Agnete kreischt, schreit, zetert, wimmert oder verspielt die Tonleiter hochklettert können sich Sandra Nasic und Konsorten warm anziehen.

Der Opener zeigt fauchend seine Krallen; nach entspannten Momenten mit zerbrechlichem Gesang explodiert »Bundy« – und das zugehörige Video erschreckt kleine Kinder. Die anderen drei Songs des Quintetts spielen ebenso mit Tempo-/Stilwechseln. »Trøbbel«, dem norwegischen Titel zum Trotz mit englischem Text, beinhaltet sogar Funk-Elemente, wogegen »Waltz« sehr langsam beginnt und zum Zurücklehnen einlädt, aber aufgepasst: Das ändert sich noch. Insgesamt ein außerordentlicher Auftritt der nicht in ein Raster passenden Norweger. (nat)



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Siehe auch:
Atrox
Djerv


 Animal Alpha: Animal Alpha

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Ansur: Axiom
(2006, Candlelight CANDLE 154CD )

Faszinierend – wie vier Musiker so aneinander vorbeispielen können. Spätestens beim dritten Track »Interloper« verliert der Hörer die Lust, das offizielle Debüt der Norweger zu verstehen: Sänger/Basser Espen Aulie krächzt unmotiviert im Hintergrund, Drummer/Percussionist Glenn Ferguson scheppert und rasselt völlig unpassend vor sich hin, die Gitarristen Torstein J. Nipe und Stian Svenne reißen willkürlich an den Saiten, zum Abschluss des Neunminüters brabbelt Espen Unverständliches.

In dem Stil verwechselt das Quartett auf kompletter Länge »AXIOM«s eingängige Abwechslung mit gekünstelter Komplexität und wirft dem Rezensenten ein einladendes Melodiefragment zum Fraß vor, nur um zwei Sekunden später literweise synthetisches Schlagzeug-Ketchup samt Metalcore-Gebrüll-Mayo drüber zu schütten. Sorry Jungs; damit verderbt ihr wirklich jeglichen Appetit auf den Nachfolger des in »CARVED IN FLESH« umbenannten Demos. Etwas mehr Harmonie und nicht jede der wirklich guten Ideen im Keim zu ersticken, das würde enorm herlfen. (nat)

 Ansur: Axiom

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Lange Rezensionen 1 - 10 von 151 im Genre »Metal« und Land »Norwegen« (insgesamt 306)

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