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Lange Rezensionen 1 - 10 von 292 im Genre »Rock« und Land »Finnland« (insgesamt 572)

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22 Pistepirkko: Rally Of Love
(2001, Clearspot /EfA 6020-1 )

Ihren Namen hat das aus dem nordischen Kaff Utajärvi stammende Trio von einem gelben Marienkäfer. Schrägen Humor besitzen die Finnen also reichlich, die im April 2002 ihr 20jähriges Bandjubiläum feierten, doch über den Status eines Geheimtipps nie hinausgekommen sind.

Die Brüder Asko und P-K Keränen bringen mit Jugendfreund Espe Haverinen schrullige Pop-Absonderlichkeiten zu Gehör, die trotz knarziger Gitarren und gelegentlich elektronischer Beats überraschend eingängig tönen. Mit Mainstream hatten die Pistepirkkos natürlich nie etwas am Hut, aber gemessen an ihren bisherigen Platten verzaubert »RALLY OF LOVE« mit angenehm flirrenden Pop-Psychedelika an der Grenze zwischen Melancholie und Optimismus. (peb)



Mehr CDs von 22 Pistepirkko



Siehe auch:
The Others
Verschiedene: Hyvää Ja Kaunista – Radiomafia-live Vol. I



Zur DVD-Rezension über 22 Pistepirkko


Zum Artikel über 22 Pistepirkko

 22 Pistepirkko: Rally Of Love

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51 Koodia: Rautaiset Linnut
(2005, EMI 094633563421 )

Lasst euch von dem zarten, instrumentalen, einminütigen Intro nicht aufs Glatteis führen: Beim nachfolgenden Titeltrack drischt Olli-Matti auf das Schlagzeug, ballert Askos Bass, fabriziert Jute harte Riffs, denen 51 Koodia-Fronter Hannu klaren, finnischen Gesang entgegensetzt. Geige oder Cello flankieren die spärlich vorhandenen sanften Lieder, wie »Puu« auf ihrem bereits zweiten Album »RAUTAISET LINNUT«, zu Deutsch: »Eiserne Vögel«.

In bester Metalmanier rockt das Quartett »Kahleet«, einen Hit der metal/rocklastigen einheimischen Radiostationen. Trotzdem blieb den Joensuuern – welche zur Einstimmung auf ihre Gigs gerne eine Bandstimme auf Finnisch von 51 rückwärts zählen lassen, um schließlich bei »nolla« die Bühne zu stürmen – der große Durchbruch (bisher) verwehrt. Ihre soliden Scheiben ragen bedauerlicherweise nicht hoch genug aus der Masse ihrer Landsleute heraus, obwohl es an guten Ideen nicht mangelt. (nat)



Mehr CDs von 51 Koodia

 51 Koodia: Rautaiset Linnut

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The 69 Eyes: Back In Blood
(2009, Nuclear Blast 2736123-972 )

Besser als erwartet brettern The 69 Eyes mit dem eröffnenden Titeltrack los: »Back In Blood« rockt, völlig befreit von Jyrkis gewohnt künstlich-tiefem Geknödel sowie jeglichem Gothic-Pop-Kleister. Fast weht hier ein Hauch »SAVAGE GARDEN« – aber auch ein Hauch Mötley Crüe. Das nachfolgende, immer noch rockige »We Own The Night« streift ein zarter Hauch von Backyard Babies »Star War« (»MAKING ENEMIES IS GOOD«). Damit ist bei dem Finnenfünfer aber erst mal die Luft raus – und alles beim Alten: Die folgenden, erneut gezwungen geknödelten »Dead / Undead / Blood«-Stücke plätschern schal(ala) vorbei. Da hilft selbst das insgesamt starke Soundgewand nicht mehr.

Mit der mitsingtauglichen Single-Auskopplung »Dead Girls Are Easy« verfeuern die Helsinkier ihr Pulver endgültig. Nur »Some Kind Of Magick« lässt nochmals aufhorchen; allerdings nur dank der von »Tempel Of Love« (Sister Of Mercy) plump »geliehenen« Tonläufe. Punktabzug. Beim finalen »Eternal« versuche ich schon gar nicht mehr herauszufinden, an wen oder was es mich erinnert. Halbwertszeit der Scheibe? Nicht länger als die einer offenen Packung Milch. (nat)



Mehr CDs von The 69 Eyes



Siehe auch:
Backyard Babies
Gothic Spirits 10



Zum Artikel über The 69 Eyes


Zu den aktuellen Tourterminen von The 69 Eyes

The 69 Eyes: Back In Blood

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Absoluuttinen Nollapiste: Olen Pahoillani – Valitut Teokset 1994-2000
(2001, Johanna Kustannus Oy /J.Karppanen Ky 1000.121642 )

Eigentlich könnte die Gruppe auch -273,15° Celsius oder 0 Kelvin heißen – das bedeutet nämlich der Bandname: »Absoluter Nullpunkt«. Der Sound klingt jedoch keineswegs frostig; die am Polarkreis (Rovaniemi), gegründete Combo versetzt 70er Jahre Prog-Töne mit Rock und finnischen Texten. Das komplexe Songwriting erzeugt dabei zuweilen fast introvertierte Musik, die es nicht drauf anlegt, der Menge zu behagen.

Sänger Tommi Liimatta brilliert mit eindringlichem Gesang, während Gitarrist Aki Lääkkölä und Bassist Aake Otsala gekonnt groovig mit den Saiten wedeln. Drummer Tomi Krutsin greift sporadisch gar zur Trompete, der zweite Schlaginstrumentenmann Teemu Eskelinen zum Mikro. Flöten (»Matkustajakoti Lintukoto«) oder eine wimmernde Mundharmonika (»Portaat«) runden das Bild ab. »OLEN PAHOILLANI – VALITUT TEOKSET 1994-2000« erscheint nach dem fünften Studioalbum und enthält eine Zusammenstellung der größten Hits, zwei neue Songs plus eine B-Seite. Musik für anspruchsvolle(re) Mehrfach-Hörer. (nat)

 Absoluuttinen Nollapiste: Olen Pahoillani – Valitut Teokset 1994-2000

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Ageness: Songs From The Liar's Lair
(2009, Presence Records /Nordic Notes PRECD016 )

Warum haben sich Ageness elf Jahre Zeit gelassen mit der Veröffentlichung ihres vierten Albums »SONGS FROM A LIAR'S LAIR«? Fast könnte man auf den Gedanken kommen, sie wollten den Retro-Prog neu erfinden. Glamrock mit Artrock versöhnen, Marihuana-vernebelte Gegenwelten mit 80er-Stadionrock kompatibel machen. Dass sie als echte finnische Mannsbilder mit den Plateauschuhen-Fummeltrienen nicht verwechselt werden wollen, stellen Ageness mit Testosteron-gesättigten Gitarrensoli klar. So will die Versöhnung zwischen beiden Welten nicht wirklich klappen: Trotz aller ausufernden Keyboard-Kaskaden und bombastischer Klangeffekte bleibt das Quartett im biederen Niederungen stecken und wagt nirgendwo wirklich den Aufbruch. Merke: Es ist unsouverän, alle Register zu ziehen, wenn man nur Altbekanntes zu sagen hat.

Ageness nehmen die Sache ernst. Erzählen die wundersamen Geschichten und wollen die Könige der Welt sein. Auf dem Weg dorthin könnte ein wenig Selbstironie nicht schaden. Oder ein paar wirklich gute Einfälle. Pluspunkt dieser Platte: Der wirklich fette Sound. Aufgenommen wurde in den legendären Finnvox-Studios. Eine erdige Wärme und Kraft rettet dieses Album vor dem Absturz in die absolute Beliebigkeit. (emv)



Mehr CDs von Ageness

 Ageness: Songs From The Liar

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Agent Kooper: Agen Kooper
(2007, Fuzzoramarecords FFPCD006 )

Sind Traditionalisten schlimme Leute? Wieso denn? Sich von Stilen und Stimmungen inspirieren zu lassen, die vor fast vierzig Jahren die Rockwelt aus den Angeln gehoben haben, ist kein Sündenfall. Dann dürfte man die Mando Diaos dieser Welt überhaupt nicht ernstnehmen. Agent Kooper, das Trio aus Turku, zelebrieren Sechziger-Vibes. Jim Morrison trifft Lynyrd Skynyrd trifft Crosby Stills Nash & Young trifft die Spätbeatles. Klingt sehr retro, ist sehr retro. Diese Gitarren haben Südstaatenluft geschnuppert, und die sporadisch einsetzenden Keyboards waren sicher schon in Kalifornien. Produziert wurde das selbstbetitelte Debütwerk übrigens von Kalle Gustafsson, der mit 22-Pistepirkko gearbeitet hat und ansonsten bei The Soundtrack Of Our Lives aktiv ist. Und der hat den Agenten einen kraftvollen, rohen, erdigen, warmen Sound verpasst.

Sollen wir nun glauben, dass Agent Kooper altmodisch sind? Bitte nein! Sänger Robin Pahlman hat eine dunkle Stimme, die aufhorchen lässt. Die Drei spielen nicht einfach das alte Lied nochmal, sondern setzen selbstbewusst eigene Akzente: Mit intelligentem Songwriting, lauten und leisen Tönen und viel Leidenschaft. Songs wie die resignative Ballade auf die launische »Caroline« bleiben hängen. Diese Jungs möchte man gerne live hören – am besten an einem tristen Tag im November. (emv)



Siehe auch:
22 Pistepirkko
The Soundtrack Of Our Lives

Mando Diao


 Agent Kooper: Agen Kooper

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Agents & Jorma Kääriäinen: Laulava Sydän
(1999, EMI 524485.2 )

Die Agents – »Agents Is Rock« –, in Finnland längst eine Institution, versprechen nicht nur mitreißende Live-Auftritte, sondern auch immer wieder abenteuerliche, ausgefallene Alben. »Laulava Sydän« (soviel wie »singendes Herz«) ist eines dieser Meisterstücke: Einzigartig verschmelzen darauf sehnsüchtig-melancholische Finnen-Schlager mit Rock'n'Roll-Hits. Dabei hat Frontmann Jorma Kääriäinen eindeutig den Posten »Minister für Rock'n'Roll im Chuck Berry/Elvis-Stil« inne – die alten Viecher sind doch die Besten.

Als Gastsänger rocken, swingen und hauchen noch andere illustre Namen (fast ausnahmslos finnisch) ins Mikro – so Markku Aro, Arja Havakka, Eija Kantola, Paula Koivuniemi, Pate Mustajärvi, Reijo Taipale und Ville Valo(!). Köstlich, die finnischen Versionen von »Johnny B. Goode«, »Around And Around« und »That's Allright Mama« – Chuck Berry und Elvis hätten ihre helle Freude daran. (nat)



Mehr CDs von Agents & Jorma Kääriäinen



Siehe auch:
HIM

 Agents: Laulava Sydän

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Kalle Ahola: Huonoa Seuraa
(2006, EMI 094636859828 )

Selbst ohne Texte klingt Kalle Aholas makellose Rockscheibe hundertprozentig finnisch. Spielend gelingt es ihm, jedem Stück einen höchst eigenen Charakter zu verleihen und dabei nie den roten Faden »HUNOA SEURAA«s zu verlieren. Dieser Spagat gelang dem Helsinkier schon als Fronter seiner Ex-Band Don Huonot (die sich 2003 auflöste); ansonsten beherrschen diese Kunst nur wenige, beispielsweise ihre Landsmänner Apulanta.

Der Sänger und Songschreiber schuf das Meisterwerk natürlich nicht alleine, sondern befand sich dazu in bester »SCHLECHTER GESELLSCHAFT« – so der Albumtitel auf Deutsch: Neben Bassist Niilo Ryti und Gitarrist Mikael Tanner unterstützen ihn Arttu Takalo an diversen Tasteninstrumenten sowie Marko Timonen am Schlagzeug (beide spielten unter anderem auch auf Hanna Marshs Debüt). Etliche Gastmusiker an Geigen oder Cello akzentuieren zusätzlich einzelne Passagen. Die gut vierzig Minuten gefallen ausnahmslos; ein Stück als besonderen Anspieltip hervorzuheben geht nur abhängig vom Faible des Hörers: Rockern sei »Ahmatti« empfohlen, Experimentierfreudigen »Likainen«, der Titelsong plus Opener »En Koskaan« spricht jeden an. (nat)



Siehe auch:
Don Huonot
Apulanta

Hanna Marsh

Kauko Röyhkä & Riku Mattila


Kalle Ahola: Huonoa Seuraa

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Aku Ankkuli: Lootus
(2003, Riemu Riemucd-009 )

Finnische Texte paaren sich bisweilen mit wehmütigen Melodien wie in »Puoli Kuppia Kauneutta«, doch in »Sinne Ei Aurinko Paista« geht der sprichwörtliche Punk ab. Meist jedoch rockt und rollt das Trio auf klassische Weise, verfeinert mit einem Schuss Boogie oder Blues. Timo Rautiainen – hier ohne Trio Niskalaukaus – spielt die Rock'n'Roll-Gitarre auf »LOOTUS«, dem ersten Lebenszeichen der Entenrocker nach langer Studio-Abstinenz.

Zwar fabrizieren Sänger/Bassist Simo Koivunen und Schlagzeuger Seppo Pohjolainen gemeinsam mit Kari Peitsamo »DR. ROCKFINGER & OUTLAW BOYS« sowie Peitsamos Akustikalbum »HOODOO«, doch das letzte Aku Ankkuli-Werk (und Debüt zugleich) erscheint 1994: »KÄÄK!« ziert genau wie Lootus ein Werk des Kult-Entenzeichners Kaj Stenvall (www.kajstenvall.com) aus Suomi. Gitarrenfreunde mit einem Hang zum Melancholischen sollten zumindest auf einen Sprung bei der 1992 gegründeten Gruppe vorbeischauen. (nat)



Siehe auch:
Timo Rautiainen

 Aku Ankkuli: Lootus

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Ismo Alanko: I-R-T-I
(1996, Poko Records POKOCD 183 )

Seit über 20 Jahren musiziert er nun schon: Für Kenner der finnischen Rock- und Popszene ist Ismo Alanko, der Mann mit der Reibeisenstimme kein Unbekannter – beim leicht düsteren Track »Elämä On Hauras« geht er fast als »Adriana Celentano des Nordens« durch. Doch er singt nicht nur; auf »I-R-T-I« spielt er ebenso Gitarre und Cello. Unterstützt durch zwei weitere Ismos, nämlich Schlagzeuger Ismo »Ippe« Kätkä und Ismo »Izmo« Heikkilä am Synthesizer, sowie Bassist Jouku Hohko, Gitarrist Riku Mattila samt Teho Majamäki an Vibraphon und weiteren Schlaginstrumenten, produziert er atmosphärische Klänge.

Manchmal beinahe indisch anmutend wie in »Mitä Se Mulle Kuuluu Mitä Mä Teen«, mal mit Frauengesang verziert und immer mit viel Percussion-Einsatz, kreiert er herzerweichende Stücke – trotz der Sprachbarriere für Nicht-Finnischsprechende. Und ganz nebenbei tritt er als rezitierender Beschwörer bei »Aijö« auf dem achten Värttinä-Album auf oder singt gemeinsam mit Jarkko Martikainen (Yup), Toni Wirtanen (Apulanta) und Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus ein Weihnachtslied. Ismos Bruder Ilkka Alanko musiziert ebenfalls, in der nicht weniger bekannten Band Neljä Ruusua (Vier Rosen). (nat)



Mehr CDs von Ismo Alanko



Siehe auch:
Ismo Alanko Säätiö
Timo Rautiainen

Neljä Ruusua

Ismo Alanko Teholla


Ismo Alanko: I-R-T-I

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