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Alle Rezensionen zu Volbeat
(Genre »Metal«, Land »Dänemark«)

 

Guitar Gangsters & Cadillac Blood
(2008, Mascot Records M72652)

Einen wilden Stilmix knallen uns die Dänen in den Player: Zwischen Country-Intro und Punk'n'Roller à la Social Distortion liegt das knallhart rockende Titelsong, Teil des Beinah-Konzeptalbums um den Toten im Cadillac Dieser kurvt mitsamt seiner Band »GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD«, in der Hälfte der Songs, auf der Suche nach seinem Mörder durch die Lande. Er rammt in »Hallelujah Goat« erneut Life Of Agony, rast durch die Sixties – und pausiert während Volbeat im melancholischen »Mary Ann's Place« eine Geschichte der Vorgängeralben weiterspinnen. Für dieses Stück holt Michael Poulsen erstmals eine unterstützende Frauenstimme ans Mikro: Pernille Rosendahl (The Storm).

Meist aber prescht das Quartett temperamentvoll durch die 48 Minuten, mit viel Country, ordentlich Rock('n'Roll) und sogar Reggae im Intro von »Still Counting«. Es huldigt Metallica mit »Wild Rover Of Hell«, Hank Williams mit dem Coversong von »I'm So Lonesome I Could Cry« und Social Distortions-Version des Countryklassikers »Making Believe«; letzteren gibt es allerdings nur auf als Bonustrack der Erstauflage. Auf die dänische, limierte Ausgabe packen sie zudem die Livesongs »Soulweeper« und »Rebel Monster«. Eine starke Scheibe, die alte Fans bei der Stange hält – und neue erobert. Und wie endet die Geschichte mit dem rasenden Leichnam? Auflösung folgt, wahrscheinlich auf dem Nachfolgewerk. (nat)

 Volbeat: Guitar Gangsters & Cadillac Blood

Offizielle Website

Offizielle Website      www.volbeat.dk

   

Volbeat: Beyond Hell / Above Heaven
(2010, Universal 06025 2747751)

Glückwunsch. Volbeat gelingt es auf ihrem vierten Longplayer »BEYOND HELL / ABOVE HEAVEN« nicht nur sich selbst zu kopieren, sondern auch die halbe Rock-/Metal-Musikgeschichte. Klingt das jetzt nach Slayer in Zeitlupe (»Who They Are«)? Nach AC/DC, Metallica, Maiden oder gar Placebo (»A New Day«)? Oder nach Volbeat Album Numero eins bis drei? Das Quartett bemüht sich verkrampft um Abwechslung, kurvt im wilden Zickzack durch sämtliche Genres, eine Mundharmonika erklingt, diverse Musiker helfen aus.

Bei »Evelyn« frage ich mich zunäxt, ob mein CD-Wechsler ein Eigenleben führt. Nein, der Song ist tatsächlich von den Dänen – mit Gastsänger Barney Greenway (Napalm Death). Ein weiterer Mikro-Leiharbeiter der härteren Sorte erklingt in »7 Shots«: Mille Petrozza der deutschen Thrashlegende Kreator. Ja, der Viertling ist ein konfuses Stilsammelsurium, ohne Ohrwürmer, in einem bedauerlich glattgebügelten Soundgewand. Nur Michael Poulsens einzigartige Stimme tröstet (zum Teil) darüber hinweg. (nat)

   

Rock The Rebel/Metal The Devil
(2007, Mascot Records/Rough Trade 8712725707424)

Ein gefundenes Fressen für die Musikmagazine: Metallicas James Hetfield adelte den Kopenhagener Vierer als »Elvis Metal« und lieferte die wohl knappste Definition, was Volbeat ausmacht. Mehr noch: Es stecken vierzig Jahre Referenzlast in diesem Album, das dem altgedienten Rockgenre ordentlich den Staub aus den Klamotten klopft.

Die Doublebass in »Sad Man's Tongue«, das soulig-dominanten Vocals, die countryesken Zwischenparts, die Knackigkeit der frühen Life Of Agony oder die Schnittigkeit von Pantera – was zählt, ist das spaßbringende Gesamtergebnis. Die Vielfältigkeit im Ausdruck, das Hymnenhafte und der klassische Heavy Rock-Stil kleiden das Album in eine formidal sitzende Lederkluft, die viele Rockfans lange nicht mehr ausziehen werden. (maw)

   

The Strength, The Sound, The Songs
(2005, Rabid Records RMR 7174 2)

Der Opener »Caroline Leaving« der Dänen erinnert stark an Life Of Agonys »River Runs Red«. Die Parallelen zur Truppe um Keith Caputo machen sich auf Volbeats Debüt immer wieder bemerkbar; verflochten mit Rock'n'Roll-Anleihen und Metal bilden sie das Grundgerüst von »THE STRENGTH, THE SOUND, THE SONGS«. Michael Poulsen, Ex-Mitglied der dänischen Metalband Dominus, orientiert seine Stimme überwiegend an dem LOA-Fronter, wildert jedoch auch in metallischen Gefilden – und Schlagzeuger Jon Larsen befördert Marylin Mansons »Beautiful People«-Rhythmus in »Pool Of Booze, Booze, Booza«.

Abgesehen vom Cover »I Only Wanna Be With You« (Hawker/Raymonde) entstammt jedoch alles aus eigener Feder ... bis auf den aberwitzigen Text von »Caroline #1«: Dieser besteht nur aus Elvis-Titeln. Alles in allem feiert die 2001 gegründete Combo einen respektablen Einstand, allerdings mit der unterschwelligen Gefahr, als Life Of Agony-Abklatsch gehandelt zu werden. (nat)



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