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Alle Rezensionen zu Joycehotel
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Joycehotel
(2005, Make My Day/Alive 182016)

Die dänische Presse überschlägt sich. Vergleiche zu Radiohead werden gezogen, Parallelen zu dEUS und den Afghan Wings skizziert. Joycehotel, der Vierer aus Kopenhagen, steht im Spotlight der Indie-Rock-Szene und am Anfang einer aussichtsreichen Karriere. Sicher, die Vergleiche mit den Referenzen hinken, sind vielmehr Orientierung als Maßstab. Dennoch lässt der Versuch zum Aufbau einer Komplexität, Atmosphärenschichtung und Tiefgründigkeit eine hohe Affinität zu den Progressiv-Ikonen vermuten.

Auf »JOYCEHOTEL« dominieren die Gitarrenklänge – nicht zu sehr avantgardistisch, nicht zu brachial und nicht zu sehr aufgelöst in Bruchzahlen. Vielmehr werden abgründige Riffklippen, hektische Akkordbewegungen und Melodien in düster-melancholischem Moll mit epischen Soundlandschaften konterkariert. Elektronische Sperenzchen sorgen dabei für die nötige Statik. Trotz formidabler Ansätze schleicht sich aber bisweilen ein Gefühl der Unausgereiftheit ein: Zu monoton und redundant wirken einige Parts und lassen brandende Melodien und spröde Überraschungen vermissen. Das volle Potenzial lauert hier noch wie ein polarer Eisberg unter der Oberfläche. (maw)

 Joycehotel: Joycehotel

Offizielle Website

Offizielle Website      www.joycehotel.com

   

Limits
(2006, Making Babies Records/Alive)

Nach den Wehen um den Vorgänger ist Zittern angesagt. Wie viel eigenen Anspruch hat die Band nun umsetzen können? Gleich zu Beginn ist auffällig, dass vor allem an der Kompaktheit der Songs gearbeitet wurde. Durchgängig üb man fast Verzicht auf den Zustand der Zerfaserung und der psychedelischen Freiläufe und geht gleichzeitig etwas beherrschter die Sache an.

Trotzdem schaffen sie es, in den profilgeschärften Songs erneut Sogkraft und Tiefsinn zu installieren – ob nun durch Vielschichtigkeit, zugebaute Fluchtwege oder die organischere und druckvollere Produktion. Kleine Widerhäkchen, Melodiebrüche und verzwickte Akkorde machen auch »LIMITS« zu einer Odyssee in Selbstverlorenheit und Niedergeschlagenheit. Und das bei all dem Optimismus, den der Band weiterhin entgegengebracht werden darf. (maw)



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