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Alle Rezensionen zu Emperor
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

In The Nightside Eclipse
(1994, Candlelight Candle 03CD)

Meilenstein! 1994: Eines der finstersten und atmosphärischsten Alben des Genres baut das Fundament für den symphonischen Black Metal. Das absolute Kultwerk »IN THE NIGHTSIDE ECLIPSE« ebnet den Weg für Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth. Die jungen Emperor füttern völlig kitschbefreit diabolisch lärmende Rhythmen mit kunstvollen Melodien und verteufelt geilen Gänsehaut-Keyboards. Giftiges Kreischen wechselt mit düsterem Gesang oder gesprochenen Passagen, fette Riffs paaren sich mit gewaltig galoppierendem Bass/Schlagzeug.

Eine epische Hymne mit Chören und orgelartig eingesetzten Keyboards eröffnet das Kultalbum. Die Kaiser halten das Niveau bis zum Ende. Auf dem rau produzierten Longplayer-Debüt peitschen neun bitterböse, intensive Stücke aus den Boxen, ohne einen einzigen schwachen Moment: Komplizierte Tempiwechsel, fulminante Melodiebögen, Ihsahns einzigartige Stimmakrobatik, virtuose Arrangements, überraschend eingesetzte Akustikgitarren. Extrem. Innovativ. Infernalisch gut. Schwarzmetallenes Herz, was willst du mehr? Höchstnote: 6.6.6. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Ihsahn

 Emperor: In The Nightside Eclipse

Offizielle Website

Offizielle Website      www.emperorhorde.com

   

Live Inferno
(2 CDs, 2009, Candlelight CANDLE224CD)

Im Herbst 2005 gaben Emperor bekannt, im Sommer 2006 für einige Konzerte wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Aus dieser Ära stammt das Live-Doppelalbum »LIVE INFERNO« der Norweger, die in verschiedenen Versionen auf den Markt kommt: Von der Standardausgabe »zwei CD plus 16seitiges Booklet« über die limitierte Version (mit Extra-DVD und ein par Booklet-Seiten mehr) bis zur ebenfalls begrenzten Doppel-Vinyl-Ausführung ist alles dabei.

Auf der ersten CD feiern die Jungs beim Inferno-Festival ein Heimspiel und starten mit einem Medley namens »Infinity Burning«. Natürlich prügeln und kreischen sich die Black Metaler durch etliche Lieder ihres 1994er Meilensteins »IN THE NIGHTSIDE ECLIPSE« wie »Cosmic Keys To My Creation And Times«, »Towards The Pantheon«, »I Am The Black Wizards« oder »Inno A Satana«. Im Laufe von 15 Stücken spielen sie sich durch ihre Bandgeschichte, die 2001 mit »PROMETHEUS – THE DISCIPLINE OF FIRE AND DEMISE« ihr (vorläufiges) Ende fand. Das 1997er Werk »ANTHEMS TO THE WELKING AT DUSK« ist mit fünf Tracks ebenfalls gut dabei, die restlichen vier verteilen sich auf die übrigen Langspieler der Nordlichter. Dazwischen gibt es ein paar kurze Ansagen Ihsahns, der Sound ist für eine Live-Scheibe extrem gut, die Stimmung wird weniger rübergebracht: Die Fans hört man – wenn überhaupt – nur in den Pausen / im Hintergrund.

Die zweite CD wurde beim deutschen Kultfestival Wacken mitgeschnitten. Nur zwölf Songs spielen Emperor dort, die ersten fünf stimmen mit der Inferno-Setlist überein, dann werden ein paar Stücke rausgekürzt. Die Nordlichter streichen »Wrath Of The Tyrant« vom gleichnamigen Album oder »Ye Entrancemperium« und »Opus A Satana«, beide von »ANTHEMS TO THE WELKING AT DUSK«. Auch hier ist die Klangqualität erstaunlich, angesichts des besonderen Status' von Wacken, wandte sich der Fronter in minimal längeren Ansprachen ans Volk. Die Live-Atmosphäre ähnelt (leider) der beim Inferno. Es bleibt die Frage ob ein Doppelalbum wirklich Not tut. Zumal zweimal annähernd die gleichen Stücke in ähnlicher Qualität zu hören sind. (nat)

   

Prometheus – The Discipline Of Fire And Demise
(2001, Candlelight Candle 064CD)

»PROMETHEUS – THE DISCIPLINE OF FIRE AND DEMISE« setzt den Schlusspunkt unter Emperors Karriere. Das überwiegend von Ihsahn komponierte Vermächtnis hat's wahrhaftig in sich: Statt Hymnen abzufeuern wie »Inno A Satana« oder »I Am The Black Wizards« vom Überwerk »IN THE NIGHTSIDE ECLIPSE« (beziehungsweise '92er Demo), machen die Norweger genau da weiter, wo sie mit dem Vorgänger aufgehört haben. Der Opener »The Eruption« hätte auch auf »IX EQUILIBRIUM« gepasst.

So ziehen Emperor den Hörer in einen 52minütigen, verwirrenden Strudel aus Melodien, zerstückelten Riffs, chaotischen Breaks, unübersichtlichen Strukturen und kompromisslosen Kompositionen – aus denen er aber möglicherweise mit einem seligen Lächeln, und dem Refrain von »The Prophet« auf den Lippen wieder auftaucht. (nat)

   

IX Equlibrium
(1999, Candlelight Candle 035CD)

Ein diabolisches Black-Death-Geschoss feuern die Norweger hier ab. »IX EQUILIBRIUM« zeigt einmal mehr das hohe musikalische Niveau von Emperor, welche die Scheibe als Trio einprügeln. Samoth, Trym und Frontfaucher Ihsahn peitschen mir nix, dir nix acht eisige Stücke aus den Boxen.

Trotz gnadenloser Geschwindigkeit und der genau richtigen Härte muss das Material den hohen Ansprüchen genügen, das die Musiker an sich selbst stellen. Mit dem leicht experimentelle(re)n Gesang wie in »An Elegy Of Icaros« sowie den abwechslungsreichen Arrangements/Kompositionen, glückt das den Schwarzmetallern erneut. Wer ein Album sucht, das nicht langweilig wird, immer wieder neue Entdeckungen beschert und trotz allen Ideenreichtums immer herrlich aggressiv bleibt, der hat es hiermit gefunden. (nat)



Siehe auch:
Hardingrock
The Wretched End

   

Wrath Of The Tyrant
(1998, Wild Rags WRR-070)

Das ehemalige '92er Demo »WRATH OF THE TYRANT« wird sechs Jahre später gemeinsam mit der raren '94er »AS THE SHADOW RISE«-EP wiederveröffentlicht. Leider ist die Klangqualität der EP unterirdisch – und ruiniert die Freude darüber, Stücke aus den Anfängen Emperors hören zu können. Schon besser klingt das Ex-Demo, auf dem das Quartett nach einem kurzen Intro mit »Ancient Queen« losprügelt.

Bereits hier zeigen die Norweger ihre Fähigkeiten kreativen Black Metal zu erschaffen. Die neun Songs des Demos sind ebenso durchdacht, vielfältig und melodisch, wie die vier der EP. Eine gute Gelegenheit (nicht nur) für Fans, sich in die musikalische Entwicklung einer DER Kultkapellen im Black Metal zu vertiefen. Wenn nur die Produktion besser wäre… (nat)



Siehe auch:
Demonical: Death Infernal

   

Anthems To The Welking At Dusk
(1997, Candlelight Candle 023CD)

Wer sich für Black Metal interessiert, kann Emperor nicht entkommen. Die 2001 aufgelöste, 1991 von Schlagzeuger/Sänger Samoth (Ex-Satyricon), Gitarrist Ihsahn und Bassist Mortiis gegründet Gruppe machte nicht nur dank ihrer Musik Schlagzeilen: Samoth, inzwischen Gitarrist, wurde wegen Brandstiftung verurteilt, der kurzzeitige Schlagzeuger Faust sogar wegen Mordes. Auf »ANTHEMS TO THE WELKING AT DUSK« trommelt Trym (ex-Enslaved, 2000 auf Tour mit Old Man's Child), Ihsan kreischt ins Mikro, der mittlerweile entlassene Samoth quält die Gitarrensaiten, Alver den Bass.

Ergebnis: Extrem schnelles, doch klares Gemetzel, dem es etwas an Abwechslung mangelt - abgesehen vom hymnenhaften Opener »Alsvartr (The Oath)« sowie »With Strenght I Burn«. Mit dem Mitschnitt von »The Loss And Curse Of Reverence« in Berlin endet das Album, zugleich untermauern die Norweger, dass sie auch live Höchstgeschwindigkeit spielen. (nat)



Siehe auch:
Enslaved
Satyricon
Old Man's Child
Zyklon



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