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Alle Rezensionen zu Amoral
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Fallen Leaves & Dead Sparrows
(2014, G-Records/Rough Trade -)

Es ist immer schwierig, wenn eine Band ihren Namen behält, aber den Stil ändert. Wenn der Fan sich dann beflügelt vom aktuellen Album die komplette Diskografie zulegen will und beim Hören sein blaues Wunder erlebt. Das könnte bei Amoral gleich zweimal passieren: Die Finnen begannen mit technischem Death Metal (2001 bis 2004) schwenkten über zu Death/Thrash (2005 bis 2007) und landeten schließlich beim Power Metal (seit 2009). Ebenso hat die Band von ihrer Gründung anno 1997 bis heute mehrere Sänger verschlissen: Matti Pitkänen stand nur zwei Jahre am Miro (2000-2002), mehr Durchhaltevermögen zeigte Niko Kalliojärvi (2002-2008) auf den der ehemalige Idols-gewinner Ari Koivunen folgte – und wie lange hält er durch?

»FALLEN LEAVES & DEAD SPARROWS« beginnt mit dem irritierend poppigen »On the Other Side Pt. I«, die folgenden Stücke sind eine Ecke wuchtiger und metallischer. Immer wieder schiebt Gitarrist/Songwriter Ben Varon progiges Gefrickel und ausufernde Soli dazwischen, unterstützt von Masi Hukari, dem Mann der seit 2011 den zweiten Sechssaiter sowie Keyboard bedient. Seine gelegentlichen Keyboardeinschübe lassen über einigen Songs einen leicht epischen Hauch schweben. Gegen Ende von »If Not Here, Where?« streift das Quintett sogar kurz seine ehemaligen Gefilde. Selbst titulieren die Finnen ihren Sound »Classic Rock Of The 21st Century« – ob die Scheibe allerdings ein Klassiker wird, wage ich zu bezweifeln. Nichtsdestotrotz können sich Freunde gitarrenlastigen (Hard) Rocks oder Power Metals den sauber und druckvoll produzierten 56-Minüter bedenkenlos zu Gemüte führen. (nat)

 Amoral: Fallen Leaves & Dead Sparrows

Offizielle Website

Offizielle Website      www.amoralweb.com

   

Reptile Ride
(2007, Spikefarm NAULA 082)

Die Jungspunde legen nach: »REPTILE RIDE« startet als thrashiges Kettensägenkommando; todesmetallische Gitarrenläufe sirren über der zurückgelassenen Schneise. Amoral beweisen weiterhin ihr goldenes Händchen für feine Melodien, zeigen allerdings – vor allem in Sachen Soli – zunehmend in Richtung Children Of Bodom.

Die Gitarren bleiben die absolute Stärke der Band; sie führen Stücke wie »Mute« oder »Snake Skin Saddle«, bauen in anderen eine massive Klangmauer, schieben, drängen. Der Gesang unterliegt dieser Übermacht immer noch, wirkt gegen diese aber (zu) gleichförmig. Dennoch schlägt der Drittling der Finnen ein – eine fette Abrissbirne aus dem Hause Spikefarm. (nat)



Siehe auch:
Children Of Bodom
Tracedawn

   

Decrowning
(2005, Spinefarm/Universal 987098-0)

Achtung: Heiße Anwärter auf den (nordischen) Death/Thrash-Thron! Bereits das Vorjahresdebüt zeichnete sich durch Amorals eigensinnigen Stil aus; »DECROWNING« folgt ihm auf den Fuß. Klangvoll und brutal malträtieren die technikverliebten Ben Varon / Silver Ots ihre Gitarren, allerdings im Gegensatz zu »WOUND CREATIONS« in durchgängig rasantem Tempo. Mit »Showdown« fahren die Tmrash/Death Metaler von Anfang an schwere Geschütze auf. Juhana Karlssons Schlagzeugfeuer folgt auf Mörderriffs, Niko Kalliojärvi grölt und grunzt, Erkki Silvennoinens Bass wummert bedrohlich.

Die Finnen modellieren eingängige Prachtstücke und flechten noch kurz vor Schluss das schleppende, gesanglose »Warp« ein. Angesichts der durchgehend ausdrucksstarken Instrumentenarbeit verzeihen wir ihnen selbst die manchmal ein klitzekleines bisschen zu leise wirkende Stimme. Amoral spielen in ihrer eigenen Liga – und die Herzen und langen Mähnen der Metalheads schlagen höher. (nat)



Siehe auch:
De Lirium's Order



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