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Alle Rezensionen zu Gravy
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Gravy
(2005, Ponyrec PONY03CD)

Manche Popalben sind wie Fussballspiele: Sie starten hoffnungsfroh mit euphorischen Gesängen aus der Fankurve. Aber bald verzetteln sich die Jungs auf dem Rasen. Es gibt gute Szenen, aber auch viel planloses Ballgeschiebe und leicht zu durchschauendes Gestocher an der Strafraumgrenze. Die Partie endet 0:0. Nicht richtig gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Ähnlich läuft es bei Gravy, dem Projekt um Szenegröße Nikolaj Grummesgård, der sich mit Musikern aus den Reihen von Træning, Sterling oder Powersolo umgibt.

Die Songs auf dem selbstbetitelten Debütalbum bedienen sich großzügig aus dem Fundus von Pop- und Rockgeschichte. Bisschen Flower-Power, bisschen Country, bisschen Wave, bisschen Disco. Nur: So richtig zu sich selbst findet das Album im Labyrinth der Zitate nicht. Keiner der Songs bleibt dauerhaft hängen. Was nicht nur an den Kompositionen, sondern an der leicht angestrengt wirkende Stimme Grummesgårds liegt. Auch der Sound klingt mitunter sehr dumpf-verwaschen. Zu viel auf einmal gewollt? Durchaus möglich. Die Ferndiagnose: Bitte nochmal zum Fokussieren ins Trainingslager. (emv)



Siehe auch:
Traening
Sterling
Powersolo

 Gravy: Gravy

Offizielle Website

Offizielle Website      www.gravyband.dk

   

Glory To Our Brilliant Name
(2007, Ponyrec/Hausmusik Pony08CD)

Nichts Neues von der Posthippie-Kapelle Gravy um Nikolaj Grummesgaard, leider, leider. Denn wie schon auf ihrem Debüt verstehen sie es, die zuweilen hübschen, zum Fensterputzen geeigneten Begleitmelodien durch langweiligen Ballast konsequent zu erdrücken. Dazu benutzen sie mal einfallslose Chorstimmen, dann wieder wird die Panflöte geschwungen plus ein wenig 70er-Georgel drüber gestreut, und es hilft auch nicht, dass man sich zwischendurch im pseudobritischen, geschachtelten Sprechgesang versucht.

Außerdem fehlt es den meisten Stücken an dramaturgischen Kniffen, an Finessen, an Überraschungen, an kleinen, hinterhälterischen Tricks: Der Song beginnt, kommt nicht von der Stelle; schnell wird der Refrain nachgeschoben, das war's dann auch schon. Einzige Ausnahme: das schmissige, dichtgewebte »Back With The Nerds«. Glory to their brilliant Name? Von wegen. (frk)



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